Scorpions gewinnen das Niedersachsenderby mit 4:2

Scorpions erlegen tapfer kämpfende WölfeScorpions erlegen tapfer kämpfende Wölfe
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Mit einer überzeugenden Leistung setzten sich die Hannover Scorpions gestern Abend gegen die Gäste aus dem nahen Wolfsburg durch. Die 4749 Zuschauer sahen von Anfang an eine klug agierende Hannoveraner Mannschaft, die sich ungewöhnlich wenig Fehler leistete, die aber auch von den Gästen nicht allzu hart bedrängt wurden. Selbst als die Wolfsburger in der 12. Minute nach einem gewonnenen Bully durch Jan Zurek den Führungstreffer erzielten, gaben die Hannoveraner das Spiel noch nicht verloren, wie sie es sonst in dieser Saison schon so oft getan hatten, sondern spielten weiter aggressiv nach vorn. Auch fast zwei Minuten in 3:5 Unterzahl wurden gut überwunden. Dann kam die 18. Minute, in der zunächst Jason Cipolla und dann Jonas Lanier in wenigen Sekunden das Spiel mit zwei Toren drehten. So etwas hatten die Fans in Hannover schon lange nicht mehr gesehen. Auch das Überzahlspiel war diesmal ungewöhnlich gefährlich.


Nach der ersten Pause kam Wolfsburg dann etwas stärker aus der Kabine und hatte einige Chancen, um das Spiel wieder zu kippen, konnte aber nicht verhindern, dass den Hannoveranern in der 36. Minute nach einem abgeprallten Schuss durch Patrick Augusta die Rarität eines Überzahltores gelang. Doch auch im Anschluss bewiesen die Gäste weiter Kampfgeist und nach einem Fehlpass der Scorpions brachte Andrej Kaufmann die Gäste in der 37. Minute wieder ins Spiel.


Im letzten Spielabschnitt schienen beide Teams zunächst unverständlicherweise mit dem erreichten zufrieden zu sein und es dauerte einige Zeit, bis es wieder zu guten Möglichkeiten auf beiden Seiten kam. In der 54. Minute konnte sich dann Andrej Teljukin den Puck erarbeiten, stürmte über das halbe Feld und um das gegnerische Tor herum, um dann schließlich die Scheibe zum 4:2 Endstand zu versenken. Damit wurde er zum gefeierten Spieler des Abends, während seine Teamkollegen dem Gegner keine weiteren Möglichkeiten erlaubten und den Sieg sicherten. Die Scorpions, die bisher in dieser Saison alles andere als überzeugt haben, dürfen sich nun wieder Hoffnung machen. Wenn ihnen so eine Leistung auch in den nächsten Spielen gelingt, können die Playdowns sicher noch vermieden werden.


Grizzly-Coach Stefan Mikes war auf der Pressekonferenz auch entsprechend geknickt. „Wir haben Köln und Nürnberg geschlagen, das hat uns viel Kraft gekostet. Dann haben wir das 1:0 gemacht und hatten eine lange 5 gegen 3 Überzahlsituation, waren aber nicht clever genug, daraus Kapital zu schlagen. Meine Mannschaft wirkte heute ein bisschen müde und emotionslos. Drei Spiele gegen die Scorpions, drei Niederlagen. Wir müssen daraus lernen und im letzten Spiel zuhause gewinnen!“


Kevin Gaudet war einfach nur happy. „Zu behaupten, das wäre ein wichtiger Sieg gewesen, wäre etwas untertrieben. Wir haben nicht optimal angefangen. Nach dem Gegentor habe ich eine Auszeit genommen und den Spielern gesagt, dass wir den Leuten zeigen müssen, dass wir zurückkommen und die Partie kippen können. An sich hätten wir heute höher gewinnen müssen, wenn man bedenkt wie viele Chancen wir allein im zweitenDrittel hatten!“

(V. Leonhardt)

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