Scorpions bringen Frankfurt an den Rand einer Niederlage

Scorpions erlegen tapfer kämpfende WölfeScorpions erlegen tapfer kämpfende Wölfe
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Der Tabellenerste aus der Mainmetropole musste am Freitagabend seine Führung im beschaulichen Mellendorf in der Wedemark verteidigen. Die stimmungsvolle Atmosphäre in der Scheune, wie die Wedemärker ihr Stadion liebevoll nennen, war für die Frankfurter wohl etwas gewöhnungsbedürftig, denn es lief zunächst nicht so recht bei den Gästen. Die Scorpions, die ihr Überzahlspiel im Vergleich zur letzten Saison ein wenig verbessert haben, nutzten dann auch gleich die erste Überzahlsituation zum 1:0 durch Nedved (7.). Danach folgten einige gute Chancen für die Gäste, aber der Puck wollte einfach nicht über die Linie. Stattdessen war es der zuletzt aus Hamburg böse kritisierte Jeff Christian, der eine sportliche Antwort fand und den Puck zum 2:0 ins Eck knallte (19.). Auch nach der Pause gaben zunächst die Scorpions den Ton an, doch zumindest ein Frankfurter hatte sich inzwischen mit der Atmosphäre in der Wedemark angefreundet, und so wurde es der Tag des Patrick Lebeau. In einer 4-5 Unterzahlsituation kam er in den Besitz der Scheibe, fuhr einen schnellen Angriff und brachte die Gäste zurück ins Spiel (28.). Anschließend erhöhten die Scorpions zwar noch einmal durch einen schönen Alleingang von Andrej Teljukin zum 3:1 (32.), doch die klare Linie ging langsam verloren. Zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt direkt vor der Pause erzielte dann erneut Lebeau das 3:2. Im letzten Drittel zeigten die Franfurter dann, warum sie in der Tabelle so weit oben stehen und griffen beherzt an. Ein abgefälschter Weitschuss von Peter Ratchuk brachte schließlich das alles in allem leistungsgerechte 3:3-Unentschieden. Den entscheidenden Penalty für die Gäste verwandelte natürlich wieder Lebeau, während die Scorpions wie schon in der letzten Saison mit Penalties nicht viel anzufangen wussten. Die 2812 Zuschauer dürften jedenfalls etwas enttäuscht nach Hause gegangen sein, denn eine Zwei-Tore Führung sollte man sich eigentlich nicht mehr nehmen lassen, die Gäste dürften dagegen ihren Ausflug in die Wedemark nicht bereut haben, auch wenn die Tabellenführung erst einmal dahin ist.

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