Scorpions beenden Torflaute - 3:1 gegen Metro Stars

Scorpions erlegen tapfer kämpfende WölfeScorpions erlegen tapfer kämpfende Wölfe
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nach drei Heimspielen ohne Torerfolg und somit auch ohne Sieg sollte

ausgerechnet gegen die DEG Metro Stars der freie Fall gestoppt werden.

Trotz der schwarzen Serie von fünf Niederlagen in Folge strömten die Massen

unverdrossen ins Icehouse und sorgten mit 3437 Zuschauern nicht nur für

eine ausgezeichnete Stimmung, sondern auch für den bisherigen

Saisonrekord!

Man konnte schon während der Woche die positive Anspannung im Umfeld der

Scorpions spüren und so ahnte wohl auch das Publikum, dass gegen die DEG

ein Erfolg wahrscheinlich ist. Die Partie war auch von der ersten Minute an spannend und bot gute

Spielszenen und Tormöglichkeiten für beide Seiten. Bei aufkommendem

Nebel sorgte Fredrik Öberg nach einer schnellen Kombination mit Teljukin

für den ersten Treffer für die Scorpions im Icehouse seit über 180

Minuten und ließ Trefilov keine Chance.

Das ohnehin schon begeisterte Publikum kam nun erst recht in

Feierstimmung, während das Spiel munter weiterlief. Die Gäste kamen nach

der Drittelpause giftiger aus der Kabine und die Scorpions konnten sich

bei dem stark haltenden Keeper Kauhanen und einer gehörigen Portion

Glück bedanken, dass sie nicht den Ausgleich kassierten oder gar

zurücklagen. In der 33. fiel dann der Ausgleich der DEG, den der

Schiedsrichter allerdings erst nach Videobeweis anerkannte, da der von

Tory ins obere Eck geschossene Puck sofort wieder ins Spielfeld

zurückprallte und bei flüchtigem Hinsehen nicht sofort als Treffer

erkannt wurde.

Doch die Scorpions ließen sich davon diesmal nicht beeindrucken und

erzielten postwendend nur 23 Sekunden später das 2:1 durch Jeff

Christian, der diesmal in der ersten Reihe neben Soccio und Haas

spielte. Lööf mußte während des Spiels verletzt ausscheiden.

Den Rest der Partie verbrachten die Scorpions damit, den knappen

Vorsprung vor den wütenden Angriffen der Düsseldorfer zu verteidigen. In

der 39. gab es Chaos vor Kauhanens Kasten, nach welchem der Puck im Tor

lag und die DEG schon ihren vermeintlichen Ausgleichstreffer bejubelte.

Doch freute man sich zu früh, da der Puck mit zu hohem Stock in

Baseballmanier ins Tor geschlagen wurde, was eine Regelwidrigkeit

darstellt. Somit konnte der Treffer nicht anerkannt werden.

Die Scorpions beschränkten sich auch im Schlussdrittel aufs Verteidigen

und gelegentliche Konter. Akerblom kam in der 47. sogar zu einer klaren

Breakchance, scheiterte aber an Trefilov.

Die Chancen der Düsseldorfer wurden reihenweise von dem glänzend

aufgelegtem Kauhanen zunichte gemacht, so dass die Metro Stars am Ende

der Partie alles riskierten und Trefilov zugunsten eines sechsten

Feldspielers vom Eis nahmen.

Der Mut wurde nicht belohnt, stattdessen trafen die Scorpions durch

Dolak zehn Sekunden vor Ende der Partie ins leere Netz, womit der zweite

Heimsieg der Saison endgültig in trockenen Tüchern war. Der Rest war

Jubel!

Bei der anschließenden Pressekonferenz waren die beiden Trainer, die

sich herzlich umarmten, auch einer Meinung. Michael Komma: "Außer vom

Ergebnis bin ich mit meiner Mannschaft zufrieden. Das ist das zweite

Spiel, in dem wir optimal gespielt und dennoch keine Punkte geholt

haben. Heute fehlte uns das nötige Glück!"

Das konnte Scorpions-Teamchef Olle Öst nur bestätigen, nicht nur wegen

der Torschußbilanz (Scorpions: 19, DEG: 29), die klar für die Gäste

sprach.

"Ich sehe das genauso wie Herr Komma. Uns ging es am letzten Wochenende

ähnlich. Da haben wir gegen Hamburg und in Berlin auch gute Spiele

abgeliefert und trotzdem keinen Punkt geholt. Da hat uns das Glück

gefehlt, das wir heute endlich mal hatten. Die DEG war uns überlegen,

aber mit vollem Einsatz, Disziplin und vor allem dank dem Mann mit den

1.000 Händen (Ilpo Kauhanen) konnten wir die Punkte hier behalten."

Der freie Fall der Scorpions wurde damit aufgehalten, aber von der

legendären Festung Icehouse ist man immer noch ein gutes Stück entfernt.

Um den Anschluss an die Playoffplätze wiederherzustellen, müssen die

Wedemärker aber am Sonntag in Mannheim und kommenden Freitag gegen die

Nürnberg Ice Tigers nachlegen. (sp)