Scorpions beenden schwarze Serie am Seilersee – 3:2 Sieg n.P.

Scorpions erlegen tapfer kämpfende WölfeScorpions erlegen tapfer kämpfende Wölfe
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Die Iserlohn Roosters haben sich im Laufe der letzten Jahre zum regelrechten Angstgegner für die Hannover Scorpions entwickelt. Konnte der damalige ESC Wedemark den IEC zu seligen Oberligazeiten noch als Lieblingsgegner bezeichnen und in schöner Regelmäßigkeit die Punkte vom Seilersee entführen, drehten die Roosters, seitdem sie sich dank Rosenheims Lizenzverkauf in die DEL eingekauft haben, den Spieß um und fügten den Scorpions nun so manche schmerzhafte Niederlage zu.


Vor der gestrigen Partie hatten die Scorpions nun schon neunmal in Folge nicht gegen die Roosters gewinnen können. Doch es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen den vergangenen neun Partien gegen Iserlohn und diesem Spiel. Der verantwortliche Coach an der Bande der Scorpions hieß wieder Kevin Gaudet, der schon zu eben erwähnten Oberligazeiten das Sagen bei den Niedersachsen hatte. Am Tag vor der Partie hatte Gaudet dann auch, angesprochen auf die unheimliche Niederlagenserie gegen die Roosters, verkündet: „Ich habe in meiner Trainerlaufbahn erst ein einziges Mal in Iserlohn verloren und ich möchte, dass das so bleibt!“


Die Roosters hatten sich zwar noch einmal mit einem NHL-Crack, John-Michael Liles, verstärkt, aber man merkte den Scorpions von der ersten Sekunde an, dass sie diesmal nicht gewillt waren, sang- und klanglos unterzugehen. Es entwickelte sich ein ansehnliches Spiel mit wenigen Torchancen, die die Torhüter Rich Parent und Dimtrij Kotschnew im ersten Dritztel bravourös vereiteln konnten. Die Scorpions schafften es sogar, ein gefährliches Powerplay aufzuziehen (8.), dennoch blieb die Partie bis zur 29. Minute torlos.

Roland Verwey überwand Parent aus nächster Nähe zur Freude der Iserlohner Fans zum 1:0. Doch das Jubeln blieb ihnen fast im Halse stecken, denn exakt 55 Sekunden später versenkte Andreas Morczinietz den Puck zum hochverdienten Ausgleich (30.).

Zwei Minuten später hatten die Scorpions eine Riesenchance zur Führung, Kotschnew hielt jedoch mit einem tollen Reflex. Statt der Gästeführung schlug es kurz darauf zum zweiten Mal hinter Parent ein (35.). Doch auch diesmal konnten de Roosters-Fans im mit 4500 Zuschauern ausverkauften Stadion sich nicht lange freuen, obwohl es gut für die Roosters aussah, da die Scorpions kurz nach dem Treffer eine Unterzahl überstehen mussten und die Roosters durch die Führung noch motivierter zur Sache gingen. Dabei vernachlässigten sie jedoch die Defensive, so dass die Scorpions eine Konterchance in Unterzahl zum erneuten Ausgleich nutzen konnten. Wie schon beim ersten Treffer waren Robert Hock und Andreas Morczinietz beteiligt, der Torschütze hieß diesmal aber Edvin Frylén (37.).


Die Scorpions gingen nun mit viel Schwung ins letzte Drittel und auch die Roosters kamen zu gefährlichen Chancen, jedoch wollte auf keiner Seite der entscheidende Treffer fallen. So musste der Sieger im Penaltyschießen ermittelt werden. Da hatten die Scorpions die Nase vorn, da sowohl mit Robert Hock der erste Schütze, als auch mit Fredrik Öberg der letzte Kandidat ihre Versuche verwandeln konnten, während für die Roosters nur Rhett Gordon erfolgreich war. Damit war die Negativserie gebrochen und die Scorpions sind mit zwei wohlverdienten Punkten zu den Kassel Huskies aufgerückt. Diese haben zwar noch zwei Partien weniger, aber gegen Krefeld und im Hessenderby in Frankfurt müssen die Huskies auch erst mal gewinnen. Entsprechend glücklich war Kevin Gaudet auch bei der anschließenden Pressekonferenz. „Wir wussten, dass Iserlohn dank der Verstärkung aus der NHL noch stärker geworden ist, aber auch wir waren stark heute. Wir waren stark in der neutralen Zone und haben um jeden Zentimeter gekämpft. Unsere Unterzahl war heute sogar perfekt! Großes Lob an mein Team und ich denke, wir haben das Spiel verdient gewonnen.“


Das sah auch Roosters-Coach Doug Mason so, der den Scorpions eine deutliche Verbesserung gegenüber der letzten Begegnung attestierte. „Wir haben sehr gut angefangen. Das 0:0 im ersten Drittel war ein gutes Drittel für beide Teams. Das zweite Drittel war komisch. Immer, wenn wir in Führung gingen, haben wir fast im Gegenzug den Ausgleich kassiert. Ich sehe große Veränderungen bei den Scorpions seit dem letzten Spiel. Sie sind viel bissiger und taktisch viel besser Sie haben beherzt gespielt und letztendlich verdient gewonnen!“ Den lobenden Worten von Doug Mason gibt es nichts mehr hinzuzufügen, außer das die Scorpions am Donnerstag beim Nordderby bei den Hamburg Freezers (Premiere-Live-Übertragung) unbedingt nachlegen müssen, um ihre aufsteigende Form zu bestätigen. (S. Palaser)

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Dienstag 24.11.2020
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2 : 1
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Adler Mannheim Mannheim
Donnerstag 26.11.2020
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
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Eisbären Berlin Berlin
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Krefeld Pinguine Krefeld
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