Scorpions beenden HeimfluchHannover - Nürnberg 3:1

Der Fanblock blieb leer - Unterstützung kam vom Mittelrang. Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.deDer Fanblock blieb leer - Unterstützung kam vom Mittelrang. Foto: Martin Hebgen - www.stock4press.de
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Auch heute ließen die Scorpions-Fans mahnend den Fanblock leer und unterstützten ihre Mannschaft, wie bereits beim letzten Heimspiel, vom Mittelrang aus. Dies aber wie gewohnt aus Leibeskräften und mit allem, was die Stimmbänder hergaben. Und die Hausherren zeigten sich bissig, denn sie setzten die Gäste aus Nürnberg von Beginn an gehörig unter Druck. Nach knapp drei gespielten Minuten durften sich die Ice Tigers bereits mehrfach bei ihrem Goalie Patrick Ehelechner bedanken, der tapfer das 0:0 hielt. Genau dies ließ die Franken dann aber erwachen und in der Folge bekam Hannovers Schlussmann Dimitri Pätzold auch deutlich mehr zu tun. Die Zuschauer bekamen seitens der Akteure also keineswegs Eishockey-Schonkost serviert, obgleich sich die Begegnung auch nicht auf absolutem Spitzenniveau abspielte. Doch Einstellung und Kampf stimmten und dies honorierten die 3.147 Fans mit beständiger Unterstützung - vor allem für die Heimmannschaft. Und als mit Christopher Collins und Paul Traynor zwei Nürnberger in der Kühlbox saßen, wurde auch wieder gezaubert. Die Scorpions zogen ihr Powerplay auf und aus ganz spitzem Winkel und mit viel Auge, zog Chris Herperger in der 13. Spielminute elegant von rechts ab. Die Scheibe fand wie an der Schnur gezogen ihren Weg zum 1:0 ins Nürnberger Gehäuse. Danach nahmen die Leinestädter einen Gang raus, erhöhten die Taktzahl aber im eigenen Unterzahlspiel schnell wieder und konnten sogar mit einem Mann weniger auf dem Eis durch Ryan Maki fast noch einen weiteren Treffer erzielen. So ging es aber mit der verdienten 1:0-Führung in den ersten Pausentee.

 Die Scorpions starteten auch ins zweite Drittel energisch, doch eine kleine Unaufmerksamkeit in der eigenen Zone sorgte in der 22. Spielminute für den etwas überraschenden Ausgleich. Dusan Frosch war ein dankbarer Abnehmer. Die Scorpions ließen sich jedoch nicht beirren und drückten weiter. Erneut in Unterzahl brach David Sulkovsky durch und wurde kurz vor dem gegnerischen Tor unfair von den Schlittschuhen gerissen. Schiedsrichter Schütz sprach dem Stürmer einen Penalty zu, den dieser aber leider nicht verwandeln konnte. Ganz stark präsentierte sich auf der anderen Seite aber einmal mehr Scorpions-Goalie Dimitri Pätzold, der gleich mehrere so genannte hundertprozentige Torchancen der stärker werdenden Nürnberger vereitelte und eine bärenstarke Partie bot. Die letzten Minuten des zweiten Drittels wirkten etwas zerfahren, trotzdem war beiden Teams deutlich anzumerken, dass sie mit allem was ging auf das nächste Tor drückten. Dieses fiel jedoch nicht und so ging es mit einem mittlerweile leistungsgerechten Unentschieden (1:1) in die letzte Verschnaufpause.

 In den Schlussabschnitt starteten die Gäste aus Franken etwas spritziger. Ohnehin war deutlich zu sehen, dass sich die Ice Tigers besser auf die Scorpions eingestellt hatten, als dies noch am vergangenen Dienstag der Fall war. Die Partie lebte vom Kampf und ihrer enormen Spannung, welche sich auch immer wieder in kleineren Auseinandersetzungen zwischen den Akteuren entlud. Eine dieser Situationen war es dann auch, welche die Scorpions in eine denkbar schlechte Position brachte. Stephan Daschner (Hannover) und Yan Stastny (Nürnberg) saßen bereits auf der Strafbank weil sie zuvor aneinander geraten waren, da schickte das Schiedsrichtergespann auch Scorpions-Kapitän Sacha Goc wegen Stockchecks auf die Sünderbank. Doch die Hannoveraner überstanden die 3 gegen 4-Situation mit Bravour. Irgendwie musste sich der Daschi jedoch unbeliebt gemacht haben, denn nur Sekunden später saß er erneut draußen. Damit war den Gästen aber kein Gefallen getan, denn sie konnten nicht eine ihrer Überzahlsituationen nutzen. Stattdessen erkämpften und erspielten sich die Hausherren Zentimeter um Zentimeter der Eishoheit wieder. Und außerdem war da ja noch der Daschi, denn der durfte auch irgendwann wieder mitspielen. Stephan Daschner war es nämlich, der in der 55. Spielminute aus rechter Position von der blauen Linie abzog und Nürnbergs Goalie Patrick Ehelechner die Scheibe durch die Schoner schoss und sein Team so mit 2:1 in Front und die Scorpions-Fans zum Feiern brachte. Genau diese Fans waren es auch, die den Jungs auf dem Eis noch den letzten Schwung gaben, die letzten Reserven frei schalteten und sie Eishockey spielen ließen. Und die Belohnung folgte prompt mit dem nächsten Tor. Martin Hlinka wartete hinter dem Nürnberger Gehäuse und passte im richtigen Moment ganz exakt auf den einstürmenden Andy Reiss, der mit einem Gewaltschuss in die Maschen in der 59. Spielminute das 3:1 besorgte. Die letzten 10 Sekunden zählte die ganze große Familie von der Uhr herunter und endlich durften Mannschaft, Fans und Offizielle einen verdienten und erkämpften Heimsieg feiern. Was für ein Gefühl nach den vorherigen 15 Pleiten. Danke Jungs, danke Fans, danke Eishockeygott!

Hannover Scorpions – TS Ice Tigers Nürnberg 3:1 (1:0, 0:1, 2:0)

 Tore: 1:0 Chris Herperger (Ryan Maki, Andy Reiss, 12:56 Min., PP2), 1:1 Dusan Frosch (Alexander Oblinger, Sven Butschenschön, 21:04 Min.), 2:1 Stephan Daschner (Gerrit Fauser, Marvin Krüger, 54:56 Min.), 3:1 Andy Reiss (Martin Hlinka, 58:31 Min.)

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Dienstag 26.10.2021
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Bietigheim Steelers Bietigheim
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Krefeld Pinguine Krefeld
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Sonntag 31.10.2021
Fischtown Pinguins Bremerhaven
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Bietigheim Steelers Bietigheim
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Eisbären Berlin Berlin
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
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Adler Mannheim Mannheim
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