Schwächste Leistung der Krefeld Pinguine seit Jahren1:2-Niederlage gegen den ERC Ingolstadt

Krefelds Trainer Brandon Reid sah eine schlechte Leistung seiner Mannschaft. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)Krefelds Trainer Brandon Reid sah eine schlechte Leistung seiner Mannschaft. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)
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Mit von der Partie waren sowohl Justin Hodgman als auch Mark Cundari, das Tor hütete Jussi Rynnäs. Im Spiel zweier schwacher Mannschaften zeigten die Pinguine zwar ihre gewohnt starke Anfangsphase und schon nach 100 Sekunden hätte Chad Costello seine Farben in Führung bringen können, aber er  hatte  heute einen schlechten Tag. Ab Minute sechs kam Ingolstadt besser ins Spiel und Rynnäs konnte seine Klasse beweisen. Nach dem Powerbreak zog Ingolstadt die erste Strafe und konterte schläfrige Krefelder zum 0:1 durch Michael Collins in elften Minute aus. Auch fast vier Minuten weitere Überzahl nutzten die Pinguine nicht, überstanden aber dann auch eine eigene Unterzahl. Zwei Minuten vor Drittelende erhielt Sullivan zwei plus zwei Strafminuten wegen eines Fouls an Hodgman, doch blieb es zunächst beim 0:1.

Nach der Pause änderte sich an der unkonzentrierten Spielweise der Pinguine nichts, eine weitere Strafe gegen Petr Taticek brachte nur Unmutskundgebungen der Zuschauer aufgrund des nachlässigen und fehlerbehafteten Spiels der Niederrheiner.  Dann ging Garrett Noonan unnötigerweise auf die Strafbank, und nach nur 18 Sekunden hieß es 0:2 durch Kristopher Foucault. Fünf Sekunden vor dem Pausenpfiff befolgte Philip Riefers die alte Eishockeyregel und brachte die Scheibe einfach mal von der blauen Linie aufs Tor – wo sie zum 1:2 einschlug, da Jacob Lagacé  Jochen Reimer die Sicht nahm.

Das Schlussdrittel war geprägt von den gleichen Unzulänglichkeiten wie die ersten 40 Minuten. In Minute 55 verpassten gleich drei Pinguine die Chance zum Ausgleich, ab der 56. Minute gab es die nächste Krefelder Überzahl, aber keine Ergebnisveränderung. Äußerst  unzufriedene Zuschauer verließen die Halle.

Ingolstadts Trainer Doug Shedden führte den Erfolg seiner Mannschaft auf das Unterzahltor im ersten Drittel  und das gute Unterzahlspiel zurück. Pinguine-Coach Brandon Reid stimmte ihm dahingehend zu, dass die Special Teams den Unterschied gemacht hätten. Überhaupt nicht zufrieden war er mit der Arbeitseinstellung seiner Spieler. Er kritisierte besonders, dass in Überzahl nicht schnell genug gewechselt wurde. Zufrieden war er – zu Recht – nur mit der Leistung seines Torhüters. Auf Nachfrage sagte er, er wisse von den Spielern, dass sie nicht gegen ihn gespielt hätten.

Tore: 0:1 (11.) Collins (Olson) SH1, 0:2 (28.) Foucault (Koistinen, Bailey) PP1, 1:2 (40.) Riefers. Strafen: Krefeld 8, Ingolstadt 16. Schiedsrichter: Kopitz – Köttstorfer. Zuschauer: 4469.