Schwaches Powerplay und Kasseler Abwehrbeton stoppen die Roosters

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Vor 2997 Zuschauern verloren die Iserlohn Roosters am Sonntagabend mit 2:4 gegen die Kassel Huskies. Durch die Niederlage verpassten die Roosters die Chance sich in der Tabelle an den Huskies auf Rang zehn vorbei zu schieben. Mit viel Elan und Kampfgeist starteten beide Teams in das Spiel. Schiedsrichter Langer aus Zweibrücken verteilte von Beginn an ausgiebig Strafzeiten an beide Mannschaften. Die Roosters konnten in der neunten Spielminute als erstes Kapital aus einem Powerplay schlagen. Kapitän Brüggemann "stocherte" im Nachsetzen die Scheibe zur 1:0 Führung der Hausherren über die Linie. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels erspielten sich die Sauerländer ein Übergewicht. Straube (14.), der völlig frei vor Gage scheiterte und Cipolla, der nur die Latte traf, verpassten nur knapp den zweiten Treffer.


Im zweiten Drittel erwischten die Huskies einen Start nach Maß. Drury gelang nur 31 Sekunden nach Wiederbeginn der Ausgleich. Ganze 73 Sekunden später war Abstreiter per "Bauerntrick" erfolgreich und brachte seine Farben mit 1:2 in Führung. Schiedsrichter Langer rückte immer mehr in den Brennpunkt des Geschehens. Während er bei den Roosters das Regelwerk sehr kleinlich auslegte, konnten sich die Huskies erheblich mehr erlauben. Mit Glück und Geschick verhinderten die Roosters zunächst einen weiteren Gegentreffer. Die eigenen Angriffsbemühungen blieben ohne große Wirkung. Lediglich Adams schaffte in der 33. Minute kurzzeitig den Ausgleich zum 2:2. Und das in Unterzahl! Allerdings dauerte auch diese Freude nicht lange. Kassel zeigte sich unbeeindruckt. Prompt legten die Huskies wieder nach und gingen durch Petersons Treffer, der "natürlich" nach einer umstrittenen Strafzeit im Powerplay fiel, wieder in Führung. Als Langer gegen Ende des Drittels zwei plus zwei Strafminuten gegen Huskies Neuzugang Josh DeWolf aussprach, witterten die Fans die Chance auf den Ausgleich. Allerdings brachten die Roosters nur wenig in Überzahl zu Stande, so dass es beim 2:3 zur Pause blieb.


Die letzten Sekunden der Strafzeit gegen DeWolf verstrichen ebenfalls zu Beginn des letzten Drittels. Schiedsrichter Langer verteilte nun auch die Strafen wieder ausgeglichener. Die Roosters spielten allerdings zu umständlich und ohne die allerletzte Leidenschaft. Die Huskies mischten exzellenten Abwehrbeton an, so dass es kaum noch zwingende Torchancen gab. Torhüter Gage erwies sich obendrein als ein sicherer Rückhalt. Alle Hoffnungen auf zumindest noch einen Punkt für die Roosters zerstörte in der 58. Spielminute Drury mit seinem zweiten Treffer des Abends zum 2:4 Endstand. Iserlohn konnte damit nach sechs Spielen in Serie erstmals nicht punkten.


Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sorgte die Leistung des Schiedsrichters für Gesprächsstoff. Roosters-Coach Mason betonte, dass das Spiel nicht vom Schiedsrichter entschieden worden sei. Er wisse nicht was in der ersten Drittelpause in der Schiedsrichterkabine passiert sei, aber es sei unverständlich, wie sich ein Schiedsrichter so um 180° drehen könne. Dieser Wandel sei für ihn nur ganz schwer zu akzeptieren. Er hoffe zu erfahren, was genau in der Pause passiert sei. Das Spiel wäre mit fünf gegen fünf Spielern attraktiver gewesen. Den Vorwurf, den Schiedsrichter in der ersten Pause beeinflusst zu haben, wieß Gästetrainer Axel Kammerer weit von sich. Sein Team sei im ersten und letzten Drittel auch häufig auf die Strafbank geschickt worden und zu Schiedsrichtern wolle er grundsätzlich nichts sagen, so Kammerer weiter. (MK)

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