Schönen Sommer!

DEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in MannheimDEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in Mannheim
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Wonnemonat Mai?

Nun ja, möchte man sagen, wenn es um das deutsche Eishockey geht, dann war der in wenigen

Minuten abgelaufene Monat sicherlich keiner, der viel mit Wonne in unseren Breiten- und

Längengraden zu tun hatte.

Dieser Mai 2005 zeigte neben vielen Peinlichkeiten vor allen Dingen, dass wir Deutschen etwas

Besonderes sind, zumindest, wenn die Sportart mit Schläger und Puck davon betroffen ist.

Zunächst ging es um unsere Adlerträger. Nach katastrophalen Vorstellungen, bei welchen sich bis

auf wenige rühmliche Ausnahmen keiner, vom Präsidenten über Sportdirektor und Chefcoach bis hin

zum ausgetauschten Andreas Morczinietz an die eigene Nase fasste, stieg die Truppe ab. Als

Konsequenz wurde dem neuen Bundestrainer mit Uwe Krupp ein Coach zur Seite gestellt. Statt

Greg Poss entweder eine weitere Chance zu geben oder zu feuern, wurde der ohnehin

angeschwollene Wasserkopf (mittlerweile gehören offiziell zwölf mehr oder minder wichtige

Personen zum Tross der Nationalmannschaft) mit der Installation des ehemaligen NHL-Stars

aufgebläht. Es war ein “Urteil”, gesprochen von DEB-Präsident Esken, wie es in seiner zivilen

Eigenschaft als Richter salomonischer (oder besser gesagt, schlapper) nicht hätte ausfallen können.

Wie war es vor knapp sieben Jahren, als der damalige neue Bundestrainer Hans Zach beim

Qualifikationsturnier in Sloweniens Hauptstadt Laibach gegen “Eishockeygiganten” wie Frankreich

und die Ukraine den Kürzeren zog und als Einstand (genau wie Poss) den Abstieg quittieren musste?

Gar nichts war! Frau Gossmann nahm den Zach Hans in ihre mütterlich-tröstenden Arme und ihr

Ehemann Rainer warb als DEB-Präsident (und ehemaliger Aktiver) in sportlicher Art um Verständnis

für den Niedergang, aus, vorbei, nix mehr, auf ein Neues!

Doch auch auf nationaler Basis boten wir Deutschen gerade in diesem Monat ein Bild der

Peinlichkeit. Welcher Teufel hatte die DEL-Gewaltigen geritten, als sie verkündeten, ab der Saison

2006/2007 eine geschlossene Gesellschaft zu bilden? Haben sich Geschäftsführer Tripcke von

Nordamerikanern zu lange belabern oder gar blenden lassen? Eine Saison ohne Auf- und Abstieg

kann doch nicht das Ziel einer Spielklasse sein! Nur gut, dass sich Leute wie DEG-Präsident “Ben”

Zamek gemeldet haben und auf das Irrige dieses Beschlusses hinwiesen. Der Düsseldorfer

Suppenproduzent genießt ohnehin einen sehr guten Ruf in der Szene. Sein Wort gilt, was er schon

vor mehr als 20 Jahren bewies, als er als einziger seiner damaligen Vorstandskollegen seine

Ankündigung wahrmachte und zurücktrat, nachdem seine Bedingungen nicht mehr eingehalten

wurden.

Ein Vergleich mit drei anderen europäischen Verbänden bezüglich Auf- und Abstieg sei nur kurz

gestreift: Finnland ist nach drei Jahren wieder zum Auf- und Abstieg zurückgekehrt. Im Land der

tausend Seen müssen aber auch neben der sportlichen Qualifikation die Zuschauerzahlen, die

Kapazität der Halle und die Finanzen stimmen. Beim Erzrivalen Schweden existiert eine spannende

Qualifikationsrunde in mehreren Stufen, die keiner missen will. Bei unserem weltmeisterlichen

Nachbarn hinter dem Bayerischen Wald und dem Erzgebirge wird der letzte Platz der 14-er Liga in

einer Best-of-seven-Serie vergeben. Nirgendwo gibt es bis auf Russland eine “geschlossene

Gesellschaft”.

Dass es bei uns keine Qualifikationsrunde geben kann, ist angesichts der verschiedenen

Ausländerregelungen (Deutschland braucht als Nicht-Eishockeyland zahlreiche Ausländer, um das

Niveau zu halten) in den Ligen verständlich. Daher kann es nur einen (oder was weiß ich, wie viele)

Direktab- und -aufsteiger geben und keine Quali-Runde. Persönlich vermute ich, dass die

DEL-Gewaltigen, wie auch Esken und Mitarbeiter auf internationaler Ebene, schmerzenden

Entscheidungen ausweichen und daher halbgare Urteile fällen wollen. Nicht einmal in dieser Saison

glänzt die DEL-Leitung mit klaren und eindeutigen Entscheidungen. Ich kann mir denken, warum:

Kassel als DEL-Gründungsmitglied muss dabei bleiben, schon allein aus alter Verbundenheit, und

Wolfsburg dürfte im Ernstfall die Rechtsabteilung von Skoda bzw. VW mobilisieren. Und da kneift

man halt aus Freundschaft im ersten und Angst im zweiten Fall.

Einen schönen Sommer wünscht Ihnen und Euch

Werner Nieleck


Die geilste Zeit des Jahres! Alle Playoffspiele der PENNY DEL siehst du LIVE nur bei MagentaSport!   🤩📺🏒

💥 Alle Spiele der Eishockeys WM Live auf SPORTDEUTSCHLAND.TV 👉 zum Turnierpass   🥅
Erster Neuzugang auf dem Import-Sektor
Iserlohn Roosters holen Brayden Burke aus Finnland

​Die Iserlohn Roosters verpflichten zur kommenden DEL-Saison den Stürmer Brayden Burke. Der 27-jährige Linksschütze spielte in der vergangenen Saison bei Rauman Lukk...

Neffe von Paul und Mark Messier kommt aus Augsburg
Luke Esposito wechselt zu den Adlern Mannheim

​Die Adler Mannheim können den ersten Neuzugang für die kommende Spielzeit präsentieren. So wechselt Luke Esposito von Ligakonkurrent Augsburger Panther nach Mannhei...

Zuletzt in Frankfurt
Eugen Alanov kehrt nach Nürnberg zurück

​Ein alter Bekannter kehrt nach Nürnberg zurück: Der 28-jährige Stürmer Eugen Alanov wechselt von den Löwen Frankfurt zu den Nürnberg Ice Tigers und erhält einen Ver...

Overtime-Erfolg gegen die Straubing Tigers
Eisbären Berlin folgen Bremerhaven ins Play-off-Finale der DEL

​Das Play-off-Finale um die Deutsche Meisterschaft ist komplett. In einem umkämpften fünften Halbfinalspiel gewannen die Eisbären Berlin mit 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0)...

Finalerfolg gegen Berlin – erster DNL-Titel seit 13 Jahren
Die U 20 des EV Landshut ist Deutscher Meister

​Die U-20-Mannschaft von Meistercoach Ales Jirik gewinnt das entscheidende Finalspiel bei den Eisbären Juniors Berlin mit 3:2 und krönt sich nach 13 Jahren wieder zu...

3:0-Sieg im fünften Spiel
Fischtown im Finale – Bremerhaven wirft den Meister raus

​Der EHC Red Bull München ist raus aus dem Play-off-Rennen der Deutschen Eishockey-Liga – es wird also einen anderen Deutschen Meister geben. Und vielleicht sogar ei...

DEL-Halbfinale am Sonntag
Fischtown Pinguins Bremerhaven versetzen Meister in Schockstarre – Straubing Tigers stemmen sich gegen Halbfinal-Aus

Im vierten Spiel der Halbfinal-Serien in der Deutschen Eishockey-Liga wehrten die Straubing Tigers mit einem 3:2-Sieg den ersten Matchpuck der Eisbären Berlin ab. Im...

Den Hauptstädter fehlt nur noch ein Sieg zum Finale
Eisbären erkämpfen sich einen 3:2 Sieg gegen Tigers

​In der Hauptstadt fand das dritte Spiel der DEL-Playoffs zwischen den Eisbären Berlin und den Straubing Tigers statt, bei dem die Eisbären einen hart umkämpften 3:2...