Schlimmer gehts nimmer - Desaströses 1:5 gegen Augsburg

Lesedauer: ca. 1 Minute

Wer dachte das 1:4 gegen Straubing am vergangenen Sonntag sei der negative Höhepunkt gewesen, wurde gegen die Augsburger Panther eines Besseren belehrt. Der erste Augsburger Sieg seit dem 9. Januar 2000 auf Nürnberger Eis scheint letztendlich nur ein Spiegelbild der internen Situation bei den Ice Tigers.

Dass finanziell seit längerem einiges im Argen liegt, ist nichts Neues. Dass die Zukunft der Ice Tigers weiterhin unklar ist und wohl am seidenen Faden hängt, lässt ebenfalls kaum noch jemand aufhorchen. Das Missverhältnis zwischen Trainer und Manager ist nun auch spätestens seit der Samstagsausgabe der Nürnberger Nachrichten jedem bekannt. Alles Faktoren, die im Zusammenhang ihren Teil zu der derzeitigen Schieflage beitragen.

Wie diese Schieflage wieder gerade gerückt werden soll? Diese Frage wird unbeantwortet bleiben, solange niemand kompetent die Strippen zieht. Der Fisch stinkt derzeit an vielen Enden, aber niemand hat die Angel in Händen.

Gegen die Panther begannen die Ice Tigers zumindest ok, aber was in den letzten beiden Dritteln passierte, veranlasste Trainer Andreas Brockmann hinterher dazu, sich bei Fans und Zuschauern zu entschuldigen. "Wir sind so auseinander gebrochen, das ist Wahnsinn." "Wie ein Deja-vu, uns fehlt die Effektivität und das Selbstvertrauen im Powerplay. Dazu nehmen wir saudumme Strafzeiten", analysierte Brockmann zutreffend.

Wie man Überzahl spielt, demonstrierten in den ersten zehn Minuten des zweiten Drittels die Panther in Perfektion. Fünf Nürnberger Strafzeiten nutzten die Mannen von Larry Mitchell zu vier Treffern. Vor allem bei doppelter Überzahl erhielten die Ice Tigers Anschauungsunterricht von den Augsburgern. "Das sollten wir uns öfter auf Video anschauen", so Brockmann weiter.

An Diskussionen zu seiner Position will sich Brockmann nicht beteiligen. "Dazu sage ich nichts mehr. Es gibt derzeit Wichtigeres. Ich werde mein Bestes geben, will meinen Vertrag hier erfüllen und alles versuchen, dass die Ice Tigers eine Zukunft haben."

Tore:
0:1 (20.25) Gordon (Engelhardt, Hunt) 5:3
0:2 (21.45) Olimb (Hunt, Murphy) 5:3
0:3 (23.04) Barney (Likens, Gordon) 5:4
0:4 (29.35) Likens (Barney, Chartier) 5:3
1:4 (36.20) Polaczek (Ondruschka, Carter)
1:5 (38.21) Hunt (Olimb, Engelhardt)

Strafen: Nürnberg 20 min. - Augsburg 14 min.
Zuschauer: 4829
Schiedsrichter: Oswald


(Foto: www.foto.hm)

Jetzt die Hockeyweb-App laden!