Scherben bringen Wolfsburg kein GlückNürnberg gewinnt das Auftaktspiel

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Nürnberg kam bis in die Haarspitzen motiviert aus der Kabine. Die erste gute Chance gehörte den Hausherren, die im weiteren Spielverlauf zwar immer wieder gut vor das Tor von Felix Brückmann kamen, jedoch den Puck nicht an ihm vorbeibrachten. Zwei Unterzahlsituationen überstanden sie schadlos, sie besannen sich auf ihre defensiven Qualitäten aus den letzten beiden Spielen gegen Augsburg. Besser als gegen Augsburg lief jedoch das Powerplay: Yasin Ehliz fälschte in der 17. Minute einen Puck unhaltbar ab und brachte seine Farben mit 1:0 in Führung.

Das zweite Drittel begann ähnlich – mit viel Druck der Nürnberger, den sie aber nicht in Tore ummünzen konnten. Auch das Unterzahlspiel wirkte nicht mehr so sicher wie noch im ersten Drittel, Jochen Reimer im Tor war es zu verdanken, dass Wolfsburg nicht zum Ausgleich kam. Generell war der Mittelabschnitt geprägt von vielen Ungenauigkeiten im Aufbau und Passspiel – hier eher der Gastgeber – aber beide Mannschaften schenkten sich nichts und agierten mit gesunder Play-off-Härte. Positiv hervorzuheben sind die Unparteiischen, die viel laufen ließen.

Die Grizzlys starteten in Überzahl ins letzte Drittel und die nutzte Tyler Haskins für den Ausgleich mit der Rückhand. Nürnberg war nur kurz geschockt und nahm das Heft wieder in die Hand und ging durch die nächsten beiden Powerplays durch Patrick Reimer bzw. Brandon Segal in Führung und baute diese weiter aus. Vor dem 3:1 konnte konnte David Steckel einen Penalty beim Versuch, Brückmann flach durch die Schoner zu überwinden, nicht nutzen. Nachdem Brandon Prust zum 4:1 getroffen hatte, setzte Rob Schremp den Schlusspunkt

Ein Offensivspektakel, wie es der Endstand ausdrückt, war es aber nicht – beide Mannschaften neutralisierten sich die meiste Zeit in der neutralen Zone.

Philippe Lotz