Scharfe Kritik von Chernomaz in Richtung Pat Lebeau

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
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Vier Spieltage vor Schluss belegen die

Frankfurt Lions den 7. Platz in der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Ein Punkt beträgt der Rückstand auf die Hamburg Freezers, die derzeit den Platz

belegen, der zur direkten Qualifikation für die Play-offs berechtigt. In dieser

entscheidenden Situation platzte nun Lions Trainer Rich Chernomaz der Kragen.

Ziel seiner Kritik ist Pat Lebeau. Nach der Heimniederlage gegen Köln wurde

Chernomaz befragt, ob Lebeau Magen Darm Probleme hatte, und deshalb nicht mehr

so viel Eiszeit gehabt hätte. Chernomaz antwortete direkt: "Schwachsinn! Lebeau

hat nicht gut genug gespielt und deswegen habe ich umgestellt." Staunen in der

Runde, denn diese Aussage des Kanadiers überraschte alle.

 

Lebeau hatte nach der Länderspielpause ein

überragendes Spiel gezeigt und mit vier Scorerpunkten maßgeblichen Anteil am

Auswärtssieg in Krefeld gehabt. Gegen die Eisbären Berlin war Lebeau ok, aber

nicht so stark, wie in Krefeld. Ab Samstag klagte der 36-jährige Franko-Kanadier

über Magen Darm Probleme, die bis Sonntag anhielten. Co-Trainer Pavel Gross

bestätigte, dass sich Lebeau noch vor dem Spiel übergeben hatte. Die Leistung

von Lebeau litt daher gegen Köln. Kein Torschuss, keine Torvorlage und keine

produktiven Aktionen waren von Lebeau zu sehen. Rich Chernomaz wollte die

gesundheitlichen Probleme seines sensiblen Stars aber nicht hören: "Ich bin

müde, mir immer die Ausreden von Lebeau anzuhören. Wenn er schlecht spielt, hat

er eine Ausrede. Es sollte mal die Schuld bei sich suchen, und nicht immer eine

Ausrede finden, wenn es nicht läuft."

 

Harte Worte von Chernomaz, an denen er auch

am Montag festhielt. "Wir haben viele Spieler, die krank oder verletzt sind.

Aber alle spielen besser wie Lebeau. Sie arbeiten hart und geben alles für das

Team. Frag mal einen Sebastian Osterloh. Er hat eine Kopfverletzung und nimmt

keine Rücksicht auf sich. Er fährt seine Checks zu Ende, spielt und kämpft toll

für die Mannschaft. Da höre ich keine Ausreden", sagte Chernomaz. Der Trainer

wirft Lebeau weiter vor, nicht hart genug zu spielen, "einfach nicht effektiv

genug". "Ich erwarte von jedem Spieler, dass er alles für die Mannschaft gibt.

Wenn dann was nicht gelingt ist das kein Problem, aber wenn einer nicht alles

investiert, und sich dann noch beschwert, werde ich sauer. Es zählt 100% die

Mannschaft. Auf einzelne kann ich keine Rücksicht nehmen. Lebeau kann wichtig

sein für unser Spiel, aber wir haben auch schon viele Spiele ohne ihn gewonnen",

schoss Chernomaz weiter in Richtung von Lebeau.

 

Angesprochen, ob der Zeitpunkt nicht sehr

unglücklich ist, so kurz vor den Play-offs, sagte Chernomaz, dass man als

Trainer jederzeit kritisieren muss, wenn man ein Defizit feststellt. Manchmal

eben auch öffentlich. "Es liegt alles an den Spielern, in dem Fall an Lebeau. Er

ist einer unserer Schlüsselspieler und muss besser spielen, ganz einfach", sagte

Chernomaz abschließend. Es bleibt abzuwarten, wie der äußerst sensible Lebeau

auf diese scharfe Kritik seines Trainers reagiert. In den letzten 12 Monaten hat

Chernomaz mit seiner öffentlichen Kritik an Spielern nicht wirklich viel

erreicht. Aus Sicht der Frankfurt Lions bleibt zu hoffen, dass dies kein

Eigentor des sportlichen Alleinverantwortlichen Rich Chernomaz war und die

Mannschaft weiter für sich selbst, den

Trainer und den Klub läuft und die Leistung bringt. Sonst könnte die Saison

schon nach der Play-off-Qualifikation vorbei sein. (Frank Meinhardt)


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