SC Riessersee: Wenig Erfolg im Kampf um Platz vier

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
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Vor der Saison hätten es die Wenigsten erträumt, dass der SC Riessersee um Platz vier, der das Heimrecht in den Play-Offs garantiert, mitspielt. Das Verfehlen dieses kurzfristig gesteckten Ziels stört Geschäftsführer Ralph Bader kaum: „Man kann ja nicht immer alle Ziele erreichen“. Pech und mangelnder Wille – die Gedanken waren vermutlich bereits in den Play-Offs – führten zu einer Heimniederlage gegen die Moskitos Essen. Während es die Stürmer nicht schafften, ihre teils hochkarätigen Chancen zu nutzen, machten auch die Verteidiger bei den Gegentoren, die allesamt verhinderbar gewesen wären, keine gute Figur. 46 Minuten lang hielten die Werdenfelser dank Toren von Self und Paderhuber ein 2:2, mussten sich nach zwei weiteren Treffern für die Gäste aber schlussendlich verdient mit 2:4 (1:2,1:0,0:2) geschlagen geben. „Es lief einfach nicht so gut wie in den letzten Heimspielen. Essen hat dies eben ausgenutzt“, resümierte Bader und machte seinen Spielern keinen Vorwurf. Kapitän Paderhuber wirkte dagegen ratloser: „Ich weiß nicht, was heute los war“.

Besserung gab es auch in Regensburg nicht. Mit der schlechtesten Leistung der vergangenen Wochen verloren die Garmischer gegen ebenfalls schwache Eisbären in Regensburg. Als Erklärung sah Bader die Einstellung: „Der Unterschied war, dass die Mannschaft gewonnen hat, die die Punkte unbedingt brauchte und dies eben auch sehr gut gezeigt hat“. Erneut mit an Bord war aber auch das Pech. Dreimal streifte die Scheibe das Aluminiumgehäuse, zweimal scheiterte man bei Alleingängen und unzählige Male trudelte der Puck nur knapp am Tor vorbei. Schon nach einer Minute offenbarte die Defensive erstmals große Schwächen, was sogleich zum ersten Gegentreffer führte. Zwei Drittel änderte sich am Spielstand nichts, bis der starke Thomas Oppenheimer endlich den Bann brach. Nach einer feinen Kombination in doppelter Überzahl musste er nur noch zum Ausgleich einschieben. Eine Minute später wurde Brad Self schön freigespielt und plötzlich führte der SC Riessersee. Lange jubeln durfte man aber nicht. Nach einem katastrophalen Fehlpass im eigenen Drittel glichen die Eisbären aus. Und weil es mit der Passgenauigkeit nicht weit her war, legten die Werdenfelser gleich einen weiteren Gegentreffer mustergültig auf. Anschließend verhinderten zwei unnötige Strafzeiten einen möglichen Ausgleich. Nicht mehr dabei war in der Schlussphase Mats Lindmark, der im Training am Knöchel getroffen wurde und nur unter Schmerzen spielen konnte. Schlimmer erwischte es Ken Magowan. Dessen Hüftverletzung ließ den Kanadier schon kurz nach Spielbeginn ans Aufhören denken. So blieb es am Ende beim 3:2-Sieg (1:0,0:0,2:2) für die Regensburger, die im Abstiegskampf die Punkte dringend benötigen. Die zwei letzten Partien gegen Bremerhaven und Landsberg sieht Bader als gute Vorbereitung: „Wir schauen nach vorne und werden am Ende sehen, wo wir stehen, und uns optimal auf die Play-Offs vorbereiten“. Und spätestens dann wird der SC Riessersee seine Fans wieder begeistern, auch wenn man als klarer Außenseiter in die Finalrunde geht. (AL)