Saures statt SüßesMünchen - Krefeld 4:5 n.P.

Einen spannenden Kampf lieferten sich München und Krefeld - am Ende hatten die Pinguine die Nase vorn. (Foto: Imago)Einen spannenden Kampf lieferten sich München und Krefeld - am Ende hatten die Pinguine die Nase vorn. (Foto: Imago)
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Im Schlepptau der Krefelder befindet sich mit Martin Schymainski ein alter Bekannter. Der gebürtige Rheinländer spielte lange Zeit in der bayerischen Landeshauptstadt. Sowohl die Mannschaft von Rick Adduono als auch die Red Bulls absolvierten den vorgezogenen 26. Spieltag am vergangenen Dienstag mit einem Sieg. Krefeld siegte gegen Straubing und München in Schwenningen. In einer packenden Partie verloren die Münchner mit 4:5 nach Penaltyschießen gegen die Krefeld Pinguine vor 3416 Zuschauern.

Unter den Augen von Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch, Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger sowie DEB-Bundestrainer Pat Cortina begann das Duell des Tabellenzweiten gegen den Fünften mit hohem Tempo auf Seiten der Red Bulls die dank eines hervorragend agierenden Patrick Klein im Krefelder Tor ungenutzt blieben. Beide Teams spielten ein frühes Forechecking, sodass sich immer wieder große Freiräume auf dem Eis ergaben. Die Münchner waren optisch überlegen, es fehlte aber oft das nötige Scheibenglück, wie für Garrett Roe, der nur das Gestänge traf.

Nach einem torlosen ersten Drittel war es Michael Wolf, der eine Überzahlsituation gnadenlos ausnutzte und die zu diesem Zeitpunkt überfällige Führung für die Gastgeber erzielte. Krefeld, geschockt von dieser Führung, baute nun massiv ab. Das Tor von Patrick Klein wurde zunehmend ins Visier der Bullen genommen. Eine Folge davon war das 2:0 wenige Sekunden vor Ende des zweiten Drittels durch Daryl Boyle.

Wer gedacht hat, München würde das Spiel jetzt nicht mehr aus der Hand geben, wurde bitter enttäuscht. Innerhalb von 24 Sekunden erzielten die Pinguine den Anschluss- bzw. Ausgleichstreffer. Diese beiden Tore stellten den bisherigen Spielverlauf komplett auf den Kopf. Die Red Bulls schienen jetzt desorientiert und kassierten nur wenige Minuten später durch den Ex-Münchner Martin Schymainski gar den dritten Treffer. EHC-Coach Don Jackson zog die Notbremse und brachte Niklas Treutle für den unglücklich agierenden Florian Hardy. Doch das Glück wandte sich mit zunehmender Zeit auf die Seite der Red Bulls. Im Powerplay fälschte Robin Weihager den Schuss von Daniel Sparre unglücklich zum erneuten Ausgleich ab. Damit war aber immer noch nicht genug. Auf den Führungstreffer der Pinguine durch Andreas Driendl reagierten die Red Bulls prompt mit dem wiederholten Ausgleich durch den Extra Angreifer Mads Christensen, der diesem hochklassigen Eishockeyspie noch eine torlose Verlängerung aufsetzte.

Im anschließenden Penaltyschießen behielt Andreas Driendl als einziger die Nerven und bescherte den Gästen den süßen zweiten Punkt. Für den EHC Red Bull München gibt es heute an Halloween neben einem Punkt nur Saures. Entsprechend angesäuert zeigte sich Don Jackson: „Krefeld hat heute gut gekämpft. Jetzt müssen wir die Fehler analysieren und uns auf das nächste Spiel konzentrieren.“

Tore:
1:0 (22:21) Michael Wolf (Daryl Boyle, Jonathan DiSalvatore)
2:0 (36:37) Daryl Boyle (Michael Wolf, Felix Petermann)
2:1 (42:06) Kyle Sonnenburg (Daniel Pietta, Christian Kretschmann)
2:2 (42:30) Herberts Vasiljevs (Andreas Driendl, Francois Méthot)
2:3 (47:09) Martin Schymainski (David Fischer, Colin Long)
3:3 (56:02) Daniel Sparre (Garrett Roe, Michael Wolf)
3:4 (58:42) Andreas Driendl (Francois Méthot, Herberts Vasiljevs)
4:4 (59:10) Mads Christensen (Garrett Roe, Evan Brophey)
4:5 (65:00) Andreas Driendl (entscheidender Penalty)

Schiedsrichter: Simon Aicher / Lars Brüggemann
Strafen: München 4, Krefeld 8
Zuschauer: 3416

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