Saisonauftakt im Geist der Worte von Marcel MüllerKrefeld besiegt Bad Nauheim deutlich

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Schon nach 13 Sekunden wären sie beinahe in Führung gegangen und setzten Nauheim danach schwer unter Druck, erst in der vierten Minute kamen die Nauheimer zum ersten Torschuss. Durch einen Wechselfehler geriet Krefeld in Unterzahl, in der Marco Rosa einen schönen Konter nicht in ein Tor ummünzen konnte. Überhaupt machten alle Neuzugänge frühzeitig mit schönen Aktionen auf sich aufmerksam, und es war Mike Little, der die erste Strafzeit der Hessen mit dem 1:0 für Krefeld in Minute 10 beendete. Trotz mehrerer guter Chancen, die allesamt ungenutzt blieben (Rosa, Hambly, Umicevic) konnte Nauheim durch Vitalij Aab in Minute 13 ausgleichen, als er eine unübersichtliche Situation vor dem Pinguin-Kasten ausnutzte und Patrick Galbraith die Scheibe durch die Hosenträger schob. Der stärkste Spieler auf Seiten der Gäste war zweifelsohne Torwart Rämö.

Das in Drittel 1 noch fehlende Zielwasser war offensichtlich im Pausentee der Pinguine gewesen. Es dauerte noch bis zur 28. Minute, ehe der Erstligist seine Überlegenheit zu Papier brachte. Kyle Klubertanz leitete eine schöne Kombination der ersten Reihe ein, die Marcel Müller mit dem 2:1 abschloss. Marco Rosa erhöhte noch in der gleichen Minute mit einer schönen Direktabnahme auf 3:1. Nach acht Sekunden Nauheimer Strafzeit in Minute 30 erhöhte Marc Mancari mit einer weiteren Direktabnahme auf 4:1. Kurz darauf wanderte Klubertanz auf die Strafbank, und auch die Hessen brauchten nur 34 Sekunden, um den guten Galbraith zum zweiten Mal zu überwinden. Mittlerweile stand Guryca im Tor der Hessen, der wie sein Gegenüber trotz guter Chancen für z.B. Daniel Pietta und Herberts Vasiljevs bis zur Pause kein Tor mehr zuließ.

Im Schlussdrittel besann sich Marcel Müller darauf, dass nach seiner eigenen Aussage die Zuschauer Tore von ihm erwarteten. In Minute 42 schlug er nach Zuspiel von Klubertanz zum zweiten Mal zu, danach gab auch Pinguine-Coach Franz Fritzmeier seinem zweiten Torhüter Gelegenheit, erste Wettkampfluft zu schnuppern. Zwei Minuten später bewies Marcel Müller seine Erfahrung: nach gutem Anspiel zog er aus zentraler Position sofort auf die Brust des Torwarts ab, ging dem unvermeidbaren Abpraller hinter her und versenkte den Puck zum 6:2 im Nauheimer Netz. Eine schöne Kombination über Little und Mancari schloss Rosa zum 7:2 ab. In der Verteidigung entschärfte Patrick Klein die wenigen Nauheimer Chancen, im Angriff konnten Orendorz, Mieszkowski und Hauner den Puck nicht im Tor unterbringen. Die im letzten Drittel hoch überlegenen Pinguine schraubten durch den ersten Treffer von Dragan Umicevic für die Niederrheiner  in Minute 59 das Ergebnis auf 8:2.

Fazit: Alle Tore der Pinguine wurden durch Neuzugänge erzielt, die auch bei den Assists zahlreich vertreten waren. Die neuen Abwehrspieler machten deutlich auf sich aufmerksam. Natürlich war der Gegner unterklassig, aber man hat in den Vorbereitungsspielen der Vergangenheit – auch gegen unterklassige Gegner – schon bedeutend schwächere Spiele der Frackträger gesehen. Mal sehen, wie sie sich am Donnerstag gegen den CHL-Champion des Vorjahrs schlagen. Man darf gespannt sein.

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