Rückkehr zu alten Stärken

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Geht es zum Ende der Vorrunde hin gegen direkte Konkurrenten um die Playoff-Ränge, spricht man gerne von Sechs-Punkte-Spielen, und ein solches hatten Panther und Haie demnach am heutigen Abend vor sich, auch wenn die Augsburger als Zehnter selbst mit einem Sieg nicht an den derzeit achtplatzierten Kölnern in der Tabelle vorbei kommen konnten. Dessen ungeachtet schienen sie sich endlich ihrer Stärken wieder zu besinnen und fertigten nach einer konzentrierten Leistung die Gäste aus dem Rheinland mit 4:1 ab.

Das Panther-Lazarett hatte sich wieder etwas gelichtet: Dennis Endras und Uli Maurer waren ebenso mit dabei wie der zuletzt gesperrte Chris Heid, dafür musste Trainer Larry Mitchell neu auf seinen Kapitän Steve Junker verzichten. Bei den Haien fehlten Mirko Lüdemann und Marc Chouinard.

Hatten sich die Augsburger in den letzten Spielen in der Anfangsphase mit dem Toreschießen immer schwer getan, sah das diesmal ganz anders aus. Die erste große Chance der Hausherren nach 60 Sekunden konnte Matt Ryan, der ein Zuspiel von Brett Engelhardt unhaltbar für Norm Maracle abfälschte, bereits zur Führung nutzen. Pech hatten die Gäste in der achten Minute, als Martin Bartek nach einem Konter nur den Pfosten traf, auf der anderen Seite scheiterte kurz darauf Rhett Gordon, der an diesem Abend das „C“ an der Brust trug. Beide Mannschaften hielten sich nicht lange mit taktischem Geplänkel auf, sondern suchten den Weg nach vorne, so dass sich ein munteres Spiel entwickelte. Gute Chancen gab es auf beiden Seiten, doch die Hausherren erwiesen sich als effektiver im Abschluss. So konnte Tyler Beechey schließlich im Nachschuss unter dem bereits liegenden Kölner Goalie hindurch auf 2:0 erhöhen. Die Kölner konnten von Glück sagen, dass sie angesichts des in dieser Phase druckvollen Powerplays der Augsburger bis zur ersten Pause nicht noch weiter zurücklagen.

Zu Beginn des Mittelabschnittes wurden die Gäste regelrecht eingeschnürt, doch das dritte Augsburger Tor wollte einfach nicht gelingen. Nachdem die Haie dann zeitweilig wieder etwas mitspielen durften, erhöhten die Panther dann wieder die Schlagzahl und entfachten vor dem Kölner Tor ein richtiges Feuerwerk. Doch es sollte bis zur 36. Minute dauern, ehe das längst überfällige 3:0 fiel. Tyler Beechey tankte sich an seinem Gegenspieler vorbei und schloss seinen Alleingang erfolgreich ab. Wollte man den Panthern überhaupt einen Vorwurf machen, dann höchstens, dass sie ihre Chancen nicht besser nutzten, ansonsten boten sie eine kämpferische und spielerische Leistung, die wohltuend an die ersten Wochen der Saison erinnerte.

Eigentlich war nicht davon auszugehen, dass im Schlussdrittel noch einmal etwas anbrennen würde, denn die Hausherren zogen ihr Spiel souverän durch. Als sie den Kölner in deren Überzahl dann doch noch den Ehrentreffer durch Marcel Müller durch eine unglückliche Aktion in der Defensive quasi schenkten, glich das Brett Engelhardt mit einem Solo in Unterzahl umgehend wieder aus. Zu Recht ließ sich die Mannschaft im Anschluss ausgiebig von ihren Anhängern feiern.

Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle die Leistung von Schiedsrichter Jablukov und seiner Assistenten, die nahezu fehlerlos agierten und sehr viel Augenmaß bewiesen.



Bill Stewart: „Die Augsburger waren sehr engagiert, mental stark, gut in den Zweikämpfen und hatten eine richtige Playoff-Mentalität. Wir dagegen hatten nichts davon und deshalb haben wir verloren.“ Auf Deutsch fügte er noch in hinzu: „Ich bin stinksauer.“



Larry Mitchell: „Wir hatten uns viel vorgenommen und waren hungrig. Heute konnten wir unsere Ziele über die volle Zeit umsetzen und haben mit Biss gespielt. Auch die Varianten in Überzahl haben gut funktioniert. Dennis Endras hat nach seiner Rückkehr stark gespielt, besonders hervorheben möchte ich aber Jeff Likens, der sich – obwohl krank – 50 Minuten in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, bevor er dann in die Kabine gegangen ist.“ (mor)

Tore: (2:0 / 1:0 / 1:1)


1:0 (01:00) Ryan ( Engelhardt ; Murphy )

2:0 (14:41) Beechey ( Collins )

3:0 (35:35) Beechey ( Jörg ; Heid )

3:1 (54:54) Müller Marcel 5:4

4:1 (56:51) Engelhardt ( Chartier ; Ryan ) 4:5



Zuschauer: 4034

Strafzeiten: Augsburger Panther 8, Kölner Haie 10


Schiedsrichter: Georg Jablukov, Berlin

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