Rosters verlieren Westderby gegen Krefeld

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Die Iserlohn Roosters haben am Sonntagabend das Westderby gegen die Krefeld Pinguine mit 5:8 verloren. Für die Pinguine war es ein teuer erkaufter Sieg. Im zweiten Drittel verloren sie verletzungsbedingt Payer (Sprunggelenk) und Blank, der sechs Zähne verlor.



Sportlich konnten die Krefelder den vierten Rang verteidigen. Von diesen Tabellenregionen können die Roosters, die auf insgesamt fünf Spieler verletzungsbedingt verzichten mussten, derzeit nur träumen. Sie rutschten nach der Niederlage in der Tabelle erstmals aus den Play-off-Rängen auf Platz elf ab.



Zwei Hinausstellungen gegen die Krefelder Vasiljevs und Akdag bescherten den Roosters schon in der 5. Spielminute eine doppelte Überzahl. Roy scheiterte aber mit der besten Chance, als er nur die Maske von Krefelds Goalie Langkow anvisierte. Die im ersten Abschnitt frischer und agiler wirkenden Pinguine erarbeiteten sich immer mehr Chancen und gingen in der 13. Minute durch Stephens verdient in Führung. Drei Minuten später aber durfte auch der Iserlohner Anhang jubeln. Torjäger Wolf hatte Classens Zuspiel vor das Tor zum 1:1 Ausgleich über die Linie gebracht. Eine Unaufmerksamkeit in der Iserlohner Abwehr konnte in der 18. Minute Krefelds Verteidiger Fahey zum 1:2 Pausenstand nutzen. Piettas Querpass durch das Iserlohner Drittel verwertete er mit einem Schlagschuss durch die „Hosenträger“ von Torwart Stefaniszin.



Im Mitteldrittel lieferten sch beide Teams einen interessanten Schlagabtausch in Form von Toren. Zunächst waren die Gastgeber am Zug. Wren und Traynor wandelten den Rückstand bis zur 24. Minute in eine 3:2 Führung um. In den nachfolgenden Minuten Iserlohn am Drücker, aber es dauerte bis zur 33. Minute bis Wilford im Powerplay zum 4:2 traf. Apropos Powerplay. Während der zuvor ausgesprochenen Strafzeit gegen Krefelds Pavlikovsky verloren die Pinguine mit Payer und Blank gleich zwei Spieler aufgrund von Verletzungen. Die Pinguine steckten allerdings auch den Zwei-Tore-Rückstand gut weg und schafften in der 35. Minute durch Stephenson den Anschluss und nur 70 Sekunden später durch Pavlikovsky sogar den 4:4 Ausgleich. Und es kam sogar noch besser für die Gäste. Vier Sekunden vor der zweiten Pause konnte Pietta einen Abpraller vor dem Iserlohner Tor zum 4:5 verwerten.



Wer gedacht hatte, dass sich Iserlohns Minikader im letzten Drittel bis zum „Umfallen“ gegen die drohende Niederlage aufbäumen würde, der sah sich doch ein wenig getäuscht. Headcoach Stirling brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Wir haben die Tore zu leicht hergeschenkt. Einige haben im letzten Drittel gekämpft, aber von einigen Spielern bin ich sehr enttäuscht. Sie haben nicht alles gezeigt“, so der Kanadier, der im Schlussdrittel noch die Krefelder Treffer von Driendl (48.), Verwey (53.) und nochmals Pietta (59.) zum 4:8 mit ansehen musste. Der Torwartwechsel nach dem 4:6 - der wochenlang nicht berücksichtigte Maracle kam für Stefaniszin - brachte keine Wende. Zwar gelang Classen noch das 5:8, aber eine Sekunden vor Spielende war das natürlich nur noch Ergebniskosmetik.



Durch das sieglose Wochenende sind die Roosters erstmals aus den Play-off-Rängen gerutscht. Ein Sieg gegen den direkten Rivalen aus Ingolstadt am kommenden Freitag käme also gerade recht, wenn man während der Spielpause keine Unruhe im Umfeld haben will. Ob Trainer Stirling dann auf Hock und Danielsmeier wieder zurückgreifen kann, wird sich erst im Laufe der Woche zeigen.



Iserlohn Roosters – Krefeld Pinguine 5:8 (1:2/3:3/1:3)

Tore: 0:1 (12:11) Stephens (Vasiljevs/Blank), 1:1 (15:10) Wolf (Classen/Beechey), 1:2 (17:39) Fahey (Pietta), 2:2 (22:55) Wren (Schmidt/Ready), 3:2 (23:48) Traynor (Wren/Roy) 5-4PP, 4:2 (32:44) Wilford (Wren/Ready) 5-4PP, 4:3 (34:29) Stephenson (Driendl/Loyns), 4:4 (35:39) Pavlikovsky (Stephens/Vasiljevs) 5-4PP, 4:5 (39:56) Pietta (Verwey), 4:6 (47:03) Driendl (Heid), 4:7 (52:34) Verwey (Pietta/Fortin), 4:8 (58:35) Pietta (Fortin/Verwey) 5-4PP, 5:8 (59:59) Classen (Schmidt/Dück) 5-4PP



Strafen: Iserlohn 26 - Krefeld 20


Schiedsrichter: Reik vanGameren


Linienrichter: Daniel Ratz, Gregor Sochiera


Zuschauer: 3914

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