Roosters weisen Verlust aus

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Erstmals in ihrer DEL-Geschichte müssen auch die Iserlohn Roosters nach einem Geschäftsjahr einen deutlichen Verlust ausweisen. Das wurde am Abend im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Stammvereins, des Iserlohner EC e.V., bekannt. Insgesamt beläuft sich der Verlust der Iserlohn Roosters GmbH auf 155.420,84 €. Zum ersten Mal seit der Spielzeit 1999/2000 musste auch der Iserlohner EC e.V. ein negatives Ergebnis bekannt geben. Insgesamt beliefen sich die Verluste im vergangenen Geschäftsjahr auf 128.492,26 €.

„Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.“ Mit diesen Worten beruhigte Clubchef Wolfgang Brück die anwesenden 55 Mitglieder des Iserlohner EC. Viele Probleme, die es bei anderen Vereinen gebe, werde es trotz der Verluste bei den Iserlohnern nicht geben. Dennoch sei es an der Zeit, aus unternehmerischer Sicht die Notbremse zu ziehen. „Wir werden in der kommenden Saison in allen Bereichen, bei GmbH und Verein, einen rigorosen Sparkurs fahren – das nimmt keinen, auch nicht den sportlichen Bereich, aus!“ Allerdings machte Brück unmissverständlich klar, dass der Sparkurs der Roosters nicht zu Lasten des Saisonziels, Platz 10, gehen werde. „Wir werden uns bemühen, den sportlichen Bereich so weit wie möglich auszuklammern.“ Im kommenden Jahr werde der Club auf keinen Fall eine weitere rote Zahl schreiben. Details, wie die Verluste des vergangenen Geschäftsjahres aufgefangen werden, wollte Brück nicht sagen. „Seien Sie versichert, die Lücke wird geschlossen“, versicherte der Rechtsanwalt den Mitgliedern, die den Vorstand dennoch entlasteten.

„Ich breche auch aufgrund dieser Zahlen für Karsten Mende eine besondere Lanze – er schafft es trotz der finanziellen Situation immer wieder eine wettbewerbsfähige Mannschaft aufzubauen“, sagt Brück mit Blick auf die kommende Saison. Der Club stehe immer im Zwiespalt zwischen sportlichem Erfolg und wirtschaftlichem Handeln, werde aber den eingeschlagenen Weg in keinem Fall verlassen. „Mir ist es lieber, Platz 10 zu verpassen, als in einigen Jahren keine DEL mehr zu spielen“, so Brück.

Die Fans forderte Brück auf, diesen Kurs mit dem Kauf von Karten oder Fanartikeln zu unterstützen. Auch die Sponsoren würden ihren Teil leisten, was man an den gut bis sehr gut laufenden Sponsorengesprächen ablesen könne. „Es scheint in der Wirtschaft wieder ein etwas besseres Klima zu existieren!“ Sorgen um den möglichen Ausfall von Heimspielen aufgrund der finanziellen Entwicklung anderer Clubs macht der Vereinschef sich nicht. „Ich kenne unseren neuen Spielplan und der ist gut.“ Außerdem geht Brück von 15 bis 16 Teams aus, die zumindest die kommende DEL-Saison beginnen werden.