Roosters verstärken Frust beim Meister Berlin – Iserlohn 2:3 n.P.

Mark Bell sorgte für den Iserlohner Sieg in Berlin. (Foto: Sebastian Sendlak - US-Sports.TV)Mark Bell sorgte für den Iserlohner Sieg in Berlin. (Foto: Sebastian Sendlak - US-Sports.TV)
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„Es war heute zum ersten Spiel in Berlin, das wir durch ein schlechtes letztes Drittel mit 1:7 verloren haben, eine Wendung um 180 Grad. Wir haben über die volle Zeit hart gearbeitet und uns so in die Position gebracht zu gewinnen“, freute sich Gästecoach Doug Mason über den zweiten Erfolg an diesem Wochenende über einen Gegner aus dem Kreis der Meisterschaftsfavoriten. Nach dem aus Eisbärensicht inzwischen leider gewohnten Strickmuster gingen die Roosters durch Michael Wolf in der 12. Minute in Führung: unnötiger Puckverlust in der neutralen Zone – Gegenstoß – Tor.

Wie am Freitag gegen Augsburg gingen die Berliner engagiert ins Spiel. Doch die Dinge wollen derzeit einfach nicht rund laufen beim Meister, es fehlt an Präzision und zunehmend wohl auch am Vertrauen in die eigenen Mittel. Frust war nach der Niederlage eines der meist gebrauchten Vokabeln beim Verlierer. „Dieser Frust ist die Schwelle, über die meine Spieler jetzt springen müssen“, befand auch Berlins Chefcoach Don Jackson, der am Einsatzwillen seiner Spieler nichts auszusetzen hatte. „Wir müssen insgesamt als Team unsere Defensivarbeit verbessern. Ein einzelner neuer Verteidiger hätte da nicht viel geändert“, reagierte Jackson zugleich auf das Unverständnis der Öffentlichkeit über die Verpflichtung von Offensivkraft Corey Locke. Soll heißen: Ein Gruppenproblem ist auch nur durch die Gruppe zu lösen.

Immerhin haben die Berliner erkannt, dass es momentan nicht auf die Schönheit ihrer Treffer ankommt. Nach Ablauf einer Strafe, welche die Gäste mit ins zweite Drittel brachten, bugsierte Frank Hördler (21.) die Scheibe zum Ausgleich über die Linie. Der Nationalverteidiger erwartet einiges von der bevorstehenden Woche: „Die wird wichtig für uns. Wir werden im Training arbeiten und auch ein paar Sachen offen ansprechen.“ Bei zwei Mann mehr auf dem Eis brachte Jeff Guiliano (25.) die Sauerländer wenig später erneut in Front. Ebenfalls in einem Powerplay Mitte des zweiten Abschnitts fasste sich Eisbärenkapitän André Rankel (31.) ein Herz und zog aus Halbdistanz ab, der Puck landete zum Ausgleich im Netz der Iserlohner.

Zählbares brachten beide Mannschaften im Schlussdrittel nicht mehr zustande. Matt Foy hatte Sekunden vorm vermeintlichen Ende Berlins Siegtreffer auf dem Schläger. Doch nach einigen Wochen Verletzungspause fehlte es dem Kanadier am Tag seines Comebacks noch an Zielgenauigkeit. Das Happy End blieb den Eisbären so verwehrt. Wiedergutmachung für zwei versiebte Großchancen in der Verlängerung betrieb indessen Iserlohns Mark Bell, der den entscheidenden Penalty für die Roosters versenkte. „Das war ein ganz starkes Spiel meiner Mannschaft. Wir bleiben dran, verlieren Platz zehn nicht aus den Augen und kämpfen weiter“, versicherte Doug Mason dem treuen Roosters-Anhang für den Rest der Vorrunde. Die Auftritte seiner Mannschaft an diesem Wochenende nähren die Play-off-Hoffnungen im Sauerland durchaus zu Recht.

Tore: 0:1 (12.) Wolf – Bell/York; 1:1 (21.) Hördler – Busch/Tallackson; 1:2 (25.) Giuliano – York/Wolf PP2; 2:2 (31.) Rankel PP; 2:3 (PS) Bell

Schiedsrichter: Aumüller/ Sicorschi
Strafen: 16/18
Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

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