Roosters unterliegen Krefeld 0:4 - Playoff-Chancen nur noch minimal

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Die große Möglichkeit doch noch an die Play-offs heranzurücken haben die Iserlohn Roosters am Sonntagabend vertan. Gegen den direkten Konkurrenten Krefeld setzte es eine deftige 0:4 Pleite. Krefeld war in allen Belangen überlegen. Die Roosters kamen offenbar mit dem Druck nicht klar und spielten über weite Strecken wie gelähmt. Das große Ziel ist nach der Niederlage in weite Ferne gerückt und dürfte nur noch mit größten Anstrengungen und der Mithilfe einiger Konkurrenten möglich sein.

Im Anfangsdrittel lief praktisch alles nach Plan für die Gäste aus Krefeld, die auf Konter lauernd versuchten den Gegner ins offene Messer laufen zu lassen. Vasiljevs gab schon nach 90 Sekunden seine Visitenkarte bei Iserlohns Keeper Kotschnew ab.

Ein Verlegenheitsschuss von Krefelds Sturmtalent Huebscher brachte die Gäste in Führung. Iserlohn bekam die Scheibe an der Bande nicht unter Kontrolle. Huebscher sprang die Scheibe vor die Füße, Schuss ins rechte Eck und Kotschnew im Iserlohner Kasten hatte zum ersten Mal das Nachsehen. Seinen Fehler machte der Goalie dann in der nächsten Szene aber wieder wett. Gegen den völlig frei heranstürmenden Selivanov rettete er in höchster Not.

Iserlohn agierte bemüht, aber auch hypernervös. Einzig sehenswert Purdies Einzelaktion, bei der er gleich zwei Krefelder aussteigen ließ, um dann an Keeper Pavoni zu scheitern.

Krefeld dagegen mit mehr Übersicht und zielstrebiger im Abschluss. Jan scheiterte zunächst in der 13. Minute. Sekunden später konnte er Vasiljevs aber doch noch bedienen, der keine Mühe hatte zum 0:2 Pausenstand einzunetzen. Iserlohns Fanschar verabschiedete ihr Team mit Pfiffen in die Kabine.

Auch im zweiten Drittel lief es nicht besser für die Roosters. Einzig Goldmanns Schlagschuss (23.), den Karlsson an den Außenpfosten leitete war eine nennenswerte Chance. Krefelds Keeper Pavoni war zur Stelle, wenn es mal brenzlig vor dem KEV-Kasten wurde. Sturmkollege Jan düpierte in der 31. Minute die tatenlose Iserlohner Abwehr einmal mehr. Zwar blieb er vor Kotschnew hängen, aber den Rest zum 0:3 besorgten dann Pavlikovsky und Pietta. Für den enttäuschenden und enttäuschten Kotschnew rückte Ersatzmann Franek zwischen die Pfosten, der in der Folgezeit einige gute Saves zeigte. Vor allem gegen Selivanov und den von der Strafbank heranstürmenden DiLauro war er zur Stelle. DiLauro bekam es nach dieser Szene mit Iserlohns Furey zu tun. Der russische Schiedsrichter Bulanov verhängte gegen beide Streithähne nach überstandener Rauferei eine Matchstrafe. Gegen diese legten beide Klubs nach Schlusspfiff aber einen Einspruch ein.

Wer im Schlussdrittel doch noch das große Aufbäumen erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Zwar zeigten sich die Roosters bemüht, aber insgesamt lief nicht mehr viel zusammen. Auch bei einer Hinausstellung gegen Martinovic boten die Roosters das übliche und unkreative Powerplay.

Goldmann hatte in der 50. Minute Glück, dass er wegen seines hoch angesetzten Bandenchecks nur mit zwei Strafminuten bedacht wurde. Krefeld ließ Spiel und Gegner laufen ohne die eigene Defensive zu vernachlässigen. Der am rechten Pfosten lauernde Ex-Iserlohner Verwey zirkelte den Puck völlig unbedrängt an den Pfosten, von wo aus die Scheibe irgendwie von Franeks Ausrüstung ins Tor zum 0:4 rutschte. Wenn es nicht läuft, dann passieren wohl auch solche Gegentore.

Iserlohns Fans hatten genug. „Wir haben noch neun Freundschaftsspiele“ und mit einem hämischen „Oh wie ist das schön“, kommentierten die sichtlich frustrierten Fans daraufhin das Geschehen auf dem Eis.

Der Rest des Spiels war nur noch Formsache. Krefeld gewann am Ende hochverdient mit 0:4 am Seilersee.

Während sich KEV-Coach Jiri Ehrenbürger hoch zufrieden zeigte, war sein Gegenüber Geoff Ward enttäuscht über die Einstellung seiner Spieler.

(MK)