Roosters sind ''heiß'' auf den Start - Mike York zahlt Versicherung selbst

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Im Sitzungssaal der Mark-E Hauptverwaltung in Hagen stellten sich am Freitagvormitag die Iserlohn Roosters in Person von Manager Karsten Mende, Gesellschafter Wolfgang Brück, Chefcoach Doug Mason, Co-Trainer Teal Fowler und Verteidiger Erich Goldmann den Fragen der Presse. Als Gastgeber der Mark-E war Dr. Friedhelm Fülling, Vorstand der Mark-E Aktiengesellschaft, anwesend.



Natürlich wurde neben Sponsorenthemen auch die sportliche Seite während des Pressegesprächs beleuchtet. Manager Karsten Mende betonte noch einmal, dass das vorrangige Ziel der Klassenerhalt bleibt. Es dürfe natürlich auch mehr sein. "Schließlich wollen wir so hoch wie möglich", so der frühere Bundesligaverteidiger weiter. Trainer Doug Mason erläuterte, dass man besonders auf die charakterlichen Eigenschaften der neuen Spieler geachtet habe. Geht es nach seinem Willen, dann sollen die Roosters 2004/2005ein begeisterndes Hockey mit viel Energie spielen.

In dieser Woche standen bereits einige der Roostercracks im benachbarten Unna auf dem Eis. Unter ihnen auch Verteidiger Rick Goldmann, der berichtete, dass sich ein Teil des Teams in Unna schon etwas kennen lernen konnte und alle auf den Start "brennen" würden. Wichtig sei auch, dass alle am Anfang gemeinsam durch eine harte Zeit gehen. "Beim Blick auf den Trainingsplan für die kommenden zwei Wochen, glaube ich, dass es sogar eine sehr harte Zeit wird", fügte der sympathische Bayer mit einem Schmunzeln zu. Auch Co-Trainer Teal Fowler erläuterte, wie wichtig es sei, dass das Team viel Zeit zusammen verbringt. Die Vorbereitungszeit sei für alle ein hartes Stück Arbeit.

Auf Nachfrage berichtete Headcoach Doug Mason, dass es für ihn keinen großen Unterschied mache, ob er, so wie in der letzten Saison, eine Mannschaft während einer Serie übernehme oder sie nun von Beginn an trainieren könne. "Mannschaft ist Mannschaft", so der Holland-Kanadier.

Noch nichts Neues gibt es in Sachen Igor Alexandrov. Der Stürmer soll in der neuen Saison mit einem deutschen Pass auflaufen. Derzeit liegen die Unterlagen allerdings noch bei den Behörden in Moskau. Manager Karsten Mende hofft, dass es bis zum Saisonstart die Passangelegenheit erledigt ist. Eine Ausländerlizenz möchte man an den Deutsch-Russen voraussichtlich nicht vergeben.

Apropos Lizenzen: Mit einer Förderlizenz werden in der kommenden Saison auch die beiden Young-Roosters Sondermann und Lotte ausgestattet. Sie gelten als Spieler mit Perspektive und werden zum allergrößten Teil auch weiterhin im Juniorenteam Spielpraxis sammeln. Trainieren sollen die Hoffnungsträger aber auch regelmäßig mit der "Ersten". Außerdem spielen im DEL-Team Daniel Hatterscheid, Sven Gerbig, Roland Verwey und Dimitrij Kotschnew mit einer Förderlizenz.

Für einen weiteren positiven Effekt könnte dabei NHL-Star Mike York sorgen. Sollte York im Falle des NHL-Lockouts für Iserlohn spielen, dann dürfte noch einmal ein Ruck durch das eishockeyverrückte Sauerland gehen. Wie es zu dem Coup kam erklärte noch einmal Karsten Mende. "Bryan Adams hatte eigentlich im Scherz mit Mike über ein Engagement bei den Roosters gesprochen. Am nächsten Tag hatte Yorks Manager schon Kontakt zu Coach Doug Mason aufgenommen".

Doug Mason zeigte sich überzeugt davon, dass York dem Team helfen kann. Natürlich müsse auch er sich einordnen. "Das ist eine große Herausforderung und schwere Aufgabe für Mike, denn alle Gegner werden gegen ihn besonders motiviert sein", so der Holland-Kanadier. Gleichzeitig machte Mason dem Stürmer der Edmonton Oilers ein großes Kompliment. Es spreche für York, dass er zu den Roosters kommen will. Woanders hätte er sicherlich mehr verdienen können. York bereite sich gut vor und wolle sicherlich nicht nur kommen, um Europa zu sehen. Schließlich sei er kein 35- jähriger Veteran, der schon 100 Millionen verdient hat, sondern mit seinen 26 Jahren noch sehr hungrig, bestätigte Co-Trainer Teal Fowler. Einen nicht unerheblichen Teil seiner Versicherung bezahlt der Kanadier übrigens aus seiner eigenen Tasche. Zahlreiche Ligakonkurrenten hatten Probleme mit den Versicherungssummen ihrer „NHL-Stars“.

Gelüftet wurde auch das Geheimnis um das Design der Jerseys. In der kommenden Saison werden die Roosters vor heimischem Publikum in schlichten dunkelblauen Trikots auflaufen. Die Warmlauftrikots werden etwas heller gehalten sein. Während der Vorbereitung und zu "besonderen" Anlässen werden die Cracks das Jubiläumstrikot "10 Jahre IEC" überstreifen. (go/MK)