Roosters schlagen Augsburg zum Saisonabschluss

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Im letzten Saisonspiel feierten die Iserlohn Roosters vor ausverkauftem Haus einen 6:5 Penaltysieg gegen die ebenfalls bereits geretteten Augsburger Panther. Beide Teams spielten mit dem sicheren Gefühl des Klassenerhalts noch einmal ein technisch gut anzuschauendes und zugleich sehr faires Spiel. Die Roosters drehten dabei einen 1:3 Rückstand noch um und bereiteten ihren Fans und ihrem scheidenden Trainer Doug Mason noch einmal ein schönes Geschenk.

Durch den Sieg beenden die Roosters die Saison auf Tabellenplatz elf vor den Panthern, die sich durch den starken Saisonendspurt noch auf Platz zwölf retten konnten.

Im ersten Abschnitt agierten beide Teams dem Stellenwert des Spiels angepasst. In den Aktionen fehlte nach 51 Kraft –und Nervenraubenden Spielen der letzte Biss. Und so beschränkten sich beide Teams darauf gelungene Spielzüge mit dem nötigen Einsatz zu kreieren.

Rich Parent begann wieder im Tor der Roosters und parierte einige gute Gelegenheiten der Panther durch Eklund (2.), Henderson (10.) und Mayr (11.). Gegen Savards Schuss (16.) vom rechten Bullypunkt aus zum 0:1 hatte er keine Chance.

Die besten Iserlohner Chancen hatten in diesem Drittel Dmitriev (4.), Trygg (4.), Greig (13.), Aab (14.) und Intranuovo (15.), die aber allesamt den Puck nicht am von Wanhainen gehüteten Panthertor unterbringen konnten. Iserlohns Trainergespann gönnte den Youngstern Potthoff, Sondermann und Schwab viel Eiszeit.

Im Mittelabschnitt legten beide Teams dann ihre Ladehemmung endgültig ab. Schin nach acht Sekunden glich Higgins auf Zuspiel von Wolf aus. Nur weitere acht Sekunden später entschied Hauptschiedsrichter Dahle auf Penalty. Diesen vergab Endraß aber für die Panther.

Besser machte es dann 28 Sekunden später Steve Potvin, der an seiner alten Wirkungsstätte zum 1:2 für die Panther traf. Ganze 52 Sekunden nach Potvins Treffer vollendete dann Menauer ein Break sehr schön zum 1:3. Der im zweiten Abschnitt für Wanhainen im Augsburger Tor spielende Dennis Endras hatte Glück, dass im weiteren Verlauf Intranuovo (23.), Purdie (27.) und Adams (28.) vergaben.

Rich Parent verhinderte af der Gegenseite eine Breakchance von Savard. 84 Sekunden vor Ende des Drittels ging das muntere Toreschießen dann wieder weiter. Zunächst brachte Lindmann mit einem platzierten Schlagschuss die Panther mit 2:4 in Führung. Wolfs Abstaubertor vom rechten Bullykreis aus brachte die Roosters aber wieder auf 3:4 heran.

Den Ausgleich schafften die Roosters in der 44. Minute. In Überzahl, Mayr saß draußen, staubte Intranuovo einen Abpraller Endras’ zum 4:4 ab. Und es kam noch besser für die Roosters. Trygg der in der 48. Minute von der Strafbank kommend mustergültig von Purdie bedient wurde verzog knapp, wurde aber zuvor behindert. Erneut entschied Referee Dahle auf Penalty. Endras war zwar dran, aber Tryggs Penalty rutschte dennoch zum 5:4 über die Linie. Nur Sekunden später scheiterte Intranuovo aus spitzem Winkel (48.).

In den Schlussminuten taten beide Teams nur noch das Nötigste, ließen Puck und Gegner laufen. Intranuovo (53.), Purdie (55.) und Aab (56.) hatten die endgültige Entscheidung auf dem Schläger, scheiterte aber. Stattdessen konnte Kofler in der 58. Minute für die Panther ausgleichen.

Im anschließenden Penaltyschießen trafen Adams und Trygg für die Roosters, während für die Panther lediglich Eklund seinen Penalty verwandeln konnte. Insgesamt war der knappe Sieg verdient. Die 4500 Zuschauer in der ausverkauften Eissporthalle hatten ein unterhaltsames Match gesehen. Nach der Schlusssirene war ohnehin nur noch Partystimmung angesagt. Die Fanklubs ehrten die Spieler. Einzig die Entscheidung von Headcoach Doug Mason seinen Vertrag am Seilersee nicht zu verlängern machte den einen oder anderen doch ein wenig nachdenklich. (MK)

Iserlohn Roosters – Augsburger Panther 6:5 n.P. (0:1/3:3/2:1/1:0)

Tore:
0:1 (15:24) Savard (Yarema), 1:1 (20:08) Higgins (Wolf), 1:2 Potvin (Henderson), 1:3 (21:36) Menauer (Rau), 2:3 (22:22) Wolf (Adams), 2:4 (38:36) Lindman (Henderson/Eklund), 3:4 (39:19) Wolf (Aadams/Pöttinger), 4:4 (43:37) Intranuovo (Trygg/Fagemo) 5-4PP, 5:4 (47:230) Trygg PEN, 5:5 (57:38) Kofler (Mayr), 6:5 Trygg (60:00) PEN

Strafen: Iserlohn 6 – Augsburg 10

Schiedsrichter: Heiko Dahle

Zuschauer: 4500