Roosters schaffen im letzten Drittel mit vier Treffern den Befreiungsschlag

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Mit rund 25- minütiger Verspätung begann das Westderby zwischen den Iserlohn Roosters und den Krefeld Pinguinen. Hauptschiedsrichter Chvatal war vermutlich wegen eines „Kommunikationsfehlers“ nicht nach Iserlohn angereist. Nach Absprache zwischen den Linesmen und den Trainern wurde das Match mit nur zwei Schiedsrichtern über die Bühne gebracht. Die beiden verantwortlichen Linesmen Gregorius und Jablukow bewiesen viel Mut und machten ihre Sache insgesamt sehr ordentlich. Das Spiel wurde über zwei Drittel von beiden Teams sehr verkrampft geführt und war geprägt von der großen Abschlussschwäche beider Teams. Erst im letzten Drittel platzte bei den Roosters der Knoten. Vier Gegentreffer schenkten die Sauerländer den Pinguinen noch ein. Am Ende hieß es vor rund 3700 Zuschauern 5:1 für die Gastgeber.



Schon nach 45 Sekunden hatte Krefelds Gosdeck die erste Gelegenheit. Er vergab aber aus aussichtsreicher Position am linken Pfosten.

In der fünften Minute sprachen die beiden verbliebenen Referees die erste Strafe gegen Krefelds Wright aus. Adams' Break und Etz' Rückhandschuss waren die besten Iserlohner Chancen für die Roosters in diesem Powerplay. Es schien, als wolle auch in diesem Match der Knoten im Iserlohner Sturm noch immer nicht patzen. Krefeld machte es aber nicht besser. Brule vergab völlig frei vor Kotschnew. Iserlohns Etz hatte sogar in Unterzahl mit einem schnellen Break die Chance zur Iserlohner Führung, scheiterte aber an Müller. Ein Tor wert gewesen wäre auch eine schöne Kombination zwischen Verwey, Adams und York, aber auch hier war Müller im Weg. Pech für den KEV in der 13. Spielminute, dass der heranstürmende Kunce übers Tor schoss. Wenig später schickte das Schiedsrichtergespann Fritzmeier auf die Sünderbank. Aber auch hier bekleckerten sich die Seidenstädter nicht mit Ruhm. Der an seiner alten Wirkungsstätte unauffällig agierende King vergab in diesem Powerplay die einzige nennenswerte Torchance für den KEV.

Besser machte es dann Ivo Jan in der 17. Spielminute. Als Bernhardt zwei Minuten wegen Haken absaß. Mitchells Befreiungsschlag war zu kurz und landete genau beim Krefelder Verteidiger. Der passte zu Selivanov, der zu Kurtz weiterleitete und dessen Schuss fälschte Jan zwischen Kotschnews Schienen in die Maschen zur Krefelder Führung ab. Die Roosters zeigten sich weiter bemüht. Intranuovo scheiterte mit einem Break an Müller und auch York scheiterte in der 20. Minute im Fallen an Müller. Ärgerlich, dass Knolds Schuss mit der Schlusssirene zu spät bei York landete. Dieser hätte keine Mühe gehabt die Scheibe einzunetzen, aber die Schlusssirene des ersten Drittels war schon ertönt.



Das zweite Drittel schien in Punkto Ausnutzen der Torchancen eine Fortsetzung des ersten Drittels zu werden. Fast sträflich, wie beide Teams mit guten Torgelegenheiten umgingen.

Einige Beispiele: Während der noch weiter laufenden Überzahl scheitert Knold an Müller (21.), Krefelds Schnitzer scheitert an Kotschnew (23.), Adams schließt ein schönes Break mit einem Schuss über das Tor ab (26.), Lysak vertändelt den Puck auf dem Weg zum Tor (27.), Krefelds Hyun scheitert an Kotschnew (27.), Kurtz Schüsschen ist kein Problem für Iserlohns Goalie (29.), Intranuovo und York scheitern mit Schüssen an Müller (30.), Gordon schießt aus guter Position am rechten Bullykreis satte zwei Meter am Tor vorbei (35.) und Gerbig haut freistehend über den Puck (38.). Und dennoch machte es einer aus dem Rooster-Team besser. Marc Etz setzte sich 49 Sekunden vor Drittelende sehr schön am rechten Flügel durch, umkurvte das Krefelder Tor und netzte über Müllers Stockhand ein. Endlich!

Im letzten Abschnitt wirkten die Roosters durch den Ausgleichstreffer wie ausgewechselt. Engagiert gingen die frischer als Krefeld wirkenden Roosters zu Werke und erarbeiteten sich weitere Chancen. Krefeld hatte nur wenig Gegenwehr. Genau 44 Minuten waren gespielt, als „Magic“ York zur Stelle war und nach toller Vorarbeit seines Kumpels Bryan Adams die erstmalige Iserlohner Führung im Spiel markierte. Krefeld baute nach dem Treffer mehr und mehr ab, während die Roosters sich ein deutliches Übergewicht erspielten. Der Einsatz wurde mit dem Treffer zum 3:1 belohnt. Erneut war es Bryan Adams, der diesmal Lysak mustergültig bediente. Nur 76 Sekunden später wirbelte Adams schon wieder die Krefelder Abwehr durcheinander. Nutznießer war diesmal Franz Fritzmeier, der Adams Zuspiel zum 4:1 einnetzte. Den Schlusspunkt setzte Verteidiger Brian White, der mit einem platzierten Schlagschuss von der blauen Linie das Tor des Tages. Zum 5:1 Endstand erzielte. Die Fans waren sichtlich angetan von der Wende im letzten Drittel und ließen die La-Ola Welle durchs weite Rund der „Puckhöhle“ schwappen.

Ein sichtlich gefrusteter KEV-Coach Simioni bemängelte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel die Fehler seiner Mannschaft. Iserlohns Coach Mason erklärte, dass er und sein Co Teal Fowler nach den letzten torarmen Spielen der Roosters mehr Verantwortung von den Spielern gefordert haben. Ein Sonderlob bekam Bryan Adams für seine gute Leistung.

Schon am Sonntag bestreiten die Iserlohner das nächste Match. Dann gastieren die Roosters im Mannheimer Friedrichspark. Ab 18:30 Uhr heißt der Gegner dort Adler Mannheim. (MK)


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