Roosters schaffen "big points" gegen Hannover

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Iserlohns Co-Trainer Teal Fowler hatte vor dem wichtigen Match gegen die Hannover Scorpions angekündigt, dass die Mannschaft für das Match bereit sei. Die Roosters ließen diesen Worten, mit einem auch in der Höhe verdienten 7:1 Sieg, Taten folgen. Durch den Erfolg konnten die Roosters den Abstand zu den Scorpions und damit zu den Play-Down Rängen wieder auf fünf Punkte ausbauen.



Die Scorpions starteten vor 3760 Zuschauern mit einem für sie in Iserlohn fast schon traditionell schwachen ersten Drittel ins Spiel. Iserlohn kaufte dem Leidborg-Team schnell durch sein dynamischeres Auftreten und die größere Spielfreude den Schneid ab. Einen Konter nach dem anderen fuhren die Roosters auf das von Ilpo Kauhanen gehütete Tor der Hannoveraner. Vier Minuten und eine Sekunde waren gespielt, als James Black die Überlegenheit der Roosters in einen Treffer ummünzte. Nach schönem Zuspiel von King zog der Kanadier von halblinks ab und traf mit seinem glasharten Schuss ins rechte Eck zur 1:0 Führung. Die Scorpions kamen nur sporadisch vor das Tor der Sauerländer. Die wenigen guten Gelegenheiten waren eine sichere Beute des überragenden Dimitrij Kotschnew im Iserlohner Kasten. Auf der anderen Seite vergaben Higgins, Cipolla, Verwey und Henderson gute Gelegenheiten. Es dauerte bis zur 15. Minute bis das 2:0 fiel. Higgins lauerte hinter dem Tor und bediente Cipolla mustergültig. Dessen Schuss zum 2:0 passte genau. Der Torhunger der Roosters war damit aber noch nicht gestillt. Henderson "stocherte" in der 17. Minute die Scheibe zum 3:0 über die Linie. Beide Treffer fielen im Powerplay. Scorpionstrainer Gunnar Leidborg nahm nach dem dritten Treffer eine Auszeit. Sein Team spielte im ersten Drittel in der Abwehr zu nachlässig und im Sturm trotz einiger guter Gelegenheiten viel zu harmlos im Abschluss.

Im zweiten Drittel veränderten sich die Gewichte. Hannover kam immer stärker auf und schaffte durch Dolaks trockenen Schuss in den Winkel (24.) den Anschlusstreffer. Die Roosters wurden mehr und mehr zurück gedrängt. Hannover bekam immer mehr Oberwasser und brachte die Roosters verstärkt in Verlegenheit. Unerklärlich warum auf einmal die Iserlohner Defensivabteilung so verunsichert agierte. Nedved, Öberg und Soccio hatten den zweiten Treffer auf dem Schläger, aber auch sie fanden in Kotschnew ihren Meister. Als der zweite Scorpionstreffer nur noch eine Frage der Zeit schien, schlugen die Roosters eiskalt zu. Verwey setzte sich auf der rechten Seite schön durch und brachte die Scheibe irgendwie an Freund und Feind vorbei vors Tor. Hommel war der Nutznießer und klinkte zum vorentscheidenden 4:1 ein. Der Treffer fand allerdings erst nach Ansicht des Videobeweises durch den gut leitenden Schiedsrichter Hellwig seine Anerkennung. Beflügelt durch den vierten Treffer, der genau in eine Druckphase der Scorpions fiel und damit psychologisch sehr wichtig für die Roosters war, setzten die Roosters sogar noch einen drauf. Im Powerplay erhöhte Cipolla 98 Sekunden vor Drittelende sogar auf 5:1.

Auch im letzten Drittel steckten die Scorpions keineswegs auf. Allerdings blieb ihnen ein weiterer Treffer auch hier verwehrt. Iserlohn kontrollierte das Spiel aus einer starken Defensive, die auch in Unterzahl absolut zu überzeugen wusste. Hannover spielte zwar ansehnlich, aber im Abschluss waren die Scorpions einfach zu harmlos. Iserlohn hatte nur wenig Torchancen, konnte diese aber in Tore direkt ummünzen. Fritzmeier in der 46. Minute zum 6:1 und Melanson, der, nachdem er einen Hannoveraner Spieler schön ausgetanzt hatte zum 7:1 Endstand traf, setzten den Schlusspunkt unter eine aus Iserlohner Sicht sehr erfolgreichen Eishockeyabend. Bezeichnend für die Abschlussschwäche der Niedersachsen, dass Jakobsons Schuss kurz vor Spielende nur an den Pfosten ging.

Durch den Erfolg gegen die Scorpions konnten die Roosters nach fünf Heimniederlagen hintereinander endlich wieder einen Erfolg in der heimischen "Puckhöhle" feiern. Der Abstand zu den Niedersachsen beträgt nun wieder fünf Punkte. Am Sonntag reisen die Roosters in die Kurpfalz zu den Adlern Mannheim. Erstes Bully ist dort um 18:30 Uhr.

Tore:

1:0 (4:01) Black (King, Adams); 2:0 (14:43) Cipolla (Higgins, Henderson) 5-4; 3:0 (16:55) Henderson (Cooper, Higgins) 5-4; 3:1 (23:32) Dolak (Christian, Jakobsson); 4:1 (36:34) Hommel (Verwey); 5:1 (38:22) Cipolla (Sandrock, Henderson) 5-4; 6:1 (45:27) Fritzmeier (Straube, Goldmann); 7:1 (54:07) Melanson (Cooper, Black)

Schiedsrichter: Wolfgang Hellwig

Strafminuten: Iserlohn Roosters 14 - Hannover Scorpions 12

Zuschauer: 3760


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