Roosters rücken bis auf vier Zähler an Krefeld heran

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Durch

einen überzeugenden 6:3 Heimerfolg gegen die Hamburg Freezers und die

gleichzeitige Niederlage der Krefeld Pinguine in Straubing ist das Rennen um

Platz zehn noch einmal richtig spannend geworden. 3241 Zuschauer bejubelten in

der Eissporthalle am Seilersee beim Sieg gegen Hamburg die Treffer von Hock,

Purdie (je 2), Greig und Schymainski. Vier Punkte beträgt der Abstand zwischen

Krefeld und Iserlohn noch.

Das Spiel begann mit etwas

Verspätung, weil Hamburg nur seine „mausgrauen“ Jerseys dabei hatte. Iserlohn

wich auf schwarz aus und so konnte das Match endlich

beginnen.

Für Hamburg war es ein Start nach

Maß, denn nach nur 40 Sekunde vollendete Beaucage ein Zuspiel von Fortier direkt

zum 0:1 in den rechten Torwinkel.

Iserlohn brauchte einige Minuten, um

das schnelle Tor zu verdauen und fand ab der 7. Minute langsam zu seinem Spiel.

In Überzahl lief „saisonal bedingt“ nicht viel zusammen. Hock schien das auch so

zu sehen und zog deshalb in der 10. Minute die Scheibe führend von linksaußen

einfach mal ab. Zur Verwunderung aller schlug der Puck im linken Torwinkel zum

1:1 ein. Rousson schien nicht völlig schuldlos. Zwar war der Schuss hart und

platziert, aber die linke Ecke war „seine“.

In der Folgezeit ein ausgeglichenes

Spiel. Schade aus Iserlohner Sicht, dass Purdies Break (19.) von Furey nicht

erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Das zweite Drittel hatte Rasse und

Kasse. Zugleich war es ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst zogen die Roosters

bis zur 23. Minute auf 3:1 davon. Greig mit einem Schlagschuss von der blauen

Linie, der genau in den rechten Torwinkel passte und nur 41 Sekunden später

Schymainski per Abstauber, sorgten für einen komfortablen zwei Tore

Vorsprung.

Hamburg kam aber zurück. Mehrere

Hinausstellungen gegen Iserlohn brachten den Hamburgern immer wieder

Überzahlsituationen ein. Bei doppelter Überzahl konnte Kotschnew noch gegen

Smyth mit einem super Reflex retten. Mit einem Mann mehr traf dann aber doch

Fortier zum 3:2 in der 27. Minute. Brandner gelang in der 29. Minute der

keinesfalls unverdiente Ausgleich. Alles wieder offen, wenn da nicht ein Mann

gewesen wäre: Brad Purdie! Zunächst stand er in der 36. Minute am linken Pfosten

„goldrichtig“ und brachte die Roosters wieder mit 4:3 in Führung. Knapp zwei

Minuten später düpierte er dann auf Zuspiel von Karlsson und Roy Keeper Rousson

zum 5:3 Pausenstand. Mit tosendem Applaus wurde die Mannschaft in die Kabine

verabschiedet.

Das Schlussdrittel wurde von beiden

Teams offensiv deutlich zurückhaltender geführt. Großchancen waren Mangelware.

Allerdings ging es spannend und kämpferisch weiter. Unschön Leasks Check gegen

den Kopf Purdies, wofür er zur Recht eine Spieldauerstrafe kassierte. Mit der

Überzahl konnten die Roosters wenig anfangen. Hamburg rannte gegen die

defensivstarken Roosters und gegen die Uhr an. Irgendwie erwarteten wohl alle

der 3241 Zuschauer die Hamburger Schlussoffensive. Gegen Beaucage und Aab (56.)

parierte Kotschnew einmal mehr glänzend.

Dreieinhalb Minuten vor Spielende

stellte Referee Hascher Iserlohns Furey vom Eis. Hamburg versuchte alles, nahm

Rousson für einen weiteren Spieler vom Eis und musste  mit ansehen, wie die mit

Mann und Maus kämpfenden Roosters bei einem Befreiungsschlag nur den Pfosten

trafen.

Den endgültigen Knock-out besorgte

dann Robert Hock mit seinem Treffer zum 6:3 Endstand ins leere Hamburger

Tor.

Iserlohns Headcoach Geoff Ward

freute sich nach dem Spiel vor allem darüber, dass sein Team nach dem 3:3 wieder

zurück ins Spiel gefunden habe. Sein Gegenüber Bill Stewart attestierte den

Sauerländern ein intensiv geführtes Spiel mit einer kompakten

Leistung.

So soll es am liebsten auch am

Sonntag weitergehen, wenn es im Krefelder KönigPalast zum direkten Duell um

Platz zehn zwischen Krefeld und Iserlohn kommt. Erstes Bully ist um 18:30

Uhr.

(MK)


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