Roosters: Kampfgeist wird mit 3:2 Sieg gegen Frankfurt belohnt

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Durch eine kämpferisch überzeugende Leistung bezwangen die Iserlohn Roosters

am Mittwochabend die Frankfurt Lions mit 3:2. Noch vor acht Tagen hatten die

Roosters in Frankfurt mit 1:6 verloren und nicht wenige Beobachter sprachen

damals von einem Klassenunterschied.


Ähnlich wie am 2. Weihnachtsfeiertag in Krefeld konnten die Roosters wieder

einen 3:0 Vorsprung herausschießen. Intranuovo hatte seine Farben in der 5.

Minute in Unterzahl in Führung gebracht. Und auch in der 16. Spielminute war es

wiederum Intranuovo, der Gordon im Lions-Tor keine Chance ließ. Als Wolf dann

auch noch kurz nach Wiederbeginn im zweiten Drittel auf 3:0 erhöhen konnte,

schien die Vorentscheidung im Match bereits gefallen zu sein.


Frankfurts Trainer wechselte nach dem dritten Treffer vorübergehend seinen Torhüter.

Boris Ackers rückte für Ian Gordon zwischen die Pfosten. Und wie durch einen

Weckruf sprang die Lions-Tormaschinerie wieder an. Der mit einem speziellen

Gesichtsschutz spielende Lebeau (24.) zum 3:1 und sein kongenialer Sturmpartner

Norris in der 27. Minute zum 3:2 brachten Frankfurt wieder ins Spiel, Gordon

wieder zurück ins Tor und die urplötzlich hypernervös agierenden Roosters in

der Folgezeit des Drittels oft von einer Verlegenheit in die nächste. Mit Glück,

Geschick und einer riesigen Portion Kampfgeist bleib es aber bis zur zweiten

Pause beim knappen Vorsprung.


Im Schlussabschnitt agierten die Roosters insgesamt etwas disziplinierter als

die Lions. Zwar gelang im Powerplay nicht alles, aber auf die Defensive um Leo

Conti war Verlass. Gegen Strakhov (47.) rettete der Pfosten für den schon

geschlagenen Goalie.


Frankfurt hatte zwar die besser Spielanlage, allerdings war das größere Kämpferherz

an diesem Abend auf Seiten der Roosters, die sich auch durch zum Teil haarsträubende

Fehlentscheidungen des Schiedsrichtertrios um Profireferee Looker nicht aus dem

Konzept bringen ließen.


In der Schlussphase des Spiels schwächten sich die zu diesem Zeitpunkt immer stärker

aufspielenden Lions bezeichnenderweise durch eine Strafe selbst. Frankfurt nahm

zwar noch seinen Goalie für einen fünften Feldspieler in den Schlusssekunden

vom Eis, aber auch das half nicht mehr. Die Roosters zitterten sich letztlich zu

einem verdienten 3:2 Sieg, der wieder etwas Luft im Abstiegskampf und

hoffentlich sehr viel Selbstvertrauen für die kommenden schweren Aufgaben gibt.

(MK)


Iserlohn Roosters - Frankfurt Lions 3:2 (2:0/1:2/0:0)


Tore:

1:0 (04:35) Intranuovo (Wolf) 4-5SHG, 2:0 (15:29) Intranuovo (Aab/Knold), 3:0

(22:38) Wolf (Furey/Higgins) 5-4PP, 3:1 (23:31) Lebeau (Norris/Boileau), 3:2

(26:26) Norris (Kelly/Lebeau)


Strafen: Iserlohn 28 - Frankfurt 30

Schiedsrichter: Rick Looker

Zuschauer: 3525

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