Roosters kämpfen Adler nieder

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Durch einen tollen Kraftakt besiegten die Sauerländer am Sonntagabend den DEL-Rekordchampion Mannheim mit 3:2.

Ohne Kapitän Hock, Beechey und später auch ohne Roy kämpfte das Iserlohner (Sch)Rumpfteam die Kurpfälzer regelrecht nieder. 3472 Zuschauer sahen ein sehr kampfbetontes Match, in dem vor allem die Torhüter hervorstachen.

Im torlosen Anfangsdrittel erregte Gastschiedsrichter Reiber (USA) erstmals in der 12. Minute die Gemüter, als er mit Wren und Ready zwei Iserlohner auf die Strafbank schickte und Mannheim eine doppelte Überzahl dadurch zusprach. Die Adler bissen sich an Iserlohns Keeper Maracle aber die Zähne aus.

Besser machten es dann die Roosters im zweiten Abschnitt in Person von Interimskapitän Wolf. Martinec und Sloan saßen für die Gäste draußen und Wolf nutzte Iserlohns doppelte Überzahl zur 1:0 Führung. Ab etwa Mitte des Drittels legten die Adler zu. Methot glich mit seinem Schuss aus der Drehung (32.) zum 1:1 aus. Alles wieder offen. Doch es kam noch besser für die Gäste: Zunächst scheiterte Wolf direkt und per Nachschuss an Brathwaite. Den über Jaspers und King eingeleiteten Gegenangriff verwertete Corbet (35.) zum 1:2 Pausenstand nach vierzig Minuten.

Im Schlussdrittel dann die eigentlich nur schwer vorstellbare Wende. Traynor nutzte in der 45. Minute erneut eine doppelte Überzahl mit einem wuchtigen Schlagschuss zum 2:2 Ausgleich. Iserlohns Rumpfteam kaufte den Adlern nun regelrecht den Schneid ab. Daran änderten auch die vielen umstrittenen Strafen des Schiedsrichters nichts. Für die Entscheidung sorgte dann wieder einmal Michael Wolf. In der 57. Minute bekamen die Roosters eine 2-1 Situation. Anstatt auf den links am Tor lauernden Ready zu passen versenkte Wolf die Scheibe rotzfrech aus spitzem Winkel direkt zum 3:2.

Mannheims Coach Dave King nahm zwar eine Minute vor Ende der Partie noch Keeper Brathwaite für einen weiteren Feldspieler vom Eis, aber auch das half nicht mehr. Iserlohn verteidigte den Vorsprung mit Mann und Maus und gewann am Ende aufgrund der wahnsinnigen Moral und eines schier unbändigen Kampfgeistes glücklich, aber verdient drei Punkte.

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