Roosters erkämpfen drei wichtige Punkte gegen die DEG - Adams bleibt

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Vor ausverkauftem Haus schlugen die Iserlohn Roosters am Sonntagabend die DEG Metro Stars knapp mit 3:2. Nach dem Spiel machten beide Trainer die an diesem Abend besseren Special-Teams der Roosters für den Spielausgang verantwortlich.


Ohne den gesperrten Intranuovo und die verletzten Adams und Lysak legten die Roosters gleich los wie die Feuerwehr. Zwei Strafzeiten gegen Jakobsen (5.) und Tory (6.) wussten die Mannen um Denker und Lenker Mike York prompt zu nutzen. Tory hatte gerade einmal 17 Sekunden auf der Sünderbank Platz genommen, als Knolds Schlagschuss bei 5-3 Überzahl hinter DEG-Keeper Jung einschlug. Nur 29 Sekunden später war Rhett Gordon zum 2:0 zur Stelle. Start nach Maß nennt man so etwas wohl. DEG-Trainer Goring nahm nach den beiden Treffern sofort eine Auszeit, um seine Cracks wach zu rütteln. Nur mühsam kam die DEG in Tritt. Die wenigen Düsseldorfer Chancen von Floria Jung (10.), Kathan, Sulzer und Reimer (16.-18.) waren kein ernsthaftes Problem für Dimitrij Kotschnew. Auf der anderen Seite vergaben Gerbig und Verwey aus guter Position.


Im zweiten Abschnitt nahm die DEG deutlich Fahrt auf. Bedingt durch mehrere Iserlohner Strafen wegen Spielverzögerung ging dieses Drittel klar an die Landeshauptstädter. Insgesamt sprach Hauptschiedsrichter Dimmers vier Strafen in diesem Drittel aus. Alle gegen Iserlohn und allein drei davon wegen Spielverzögerung, nachdem der Puck über die Bande befördert wurde. Mehr als Kathans Anschlusstreffer im Powerplay sprang aber für Düsseldorf in diesem Drittel nicht heraus. Zu wenig, denn die DEG war phasenweise drückend überlegen und vergab beste Chancen durch Schneider, Tory und Jörg, der am Pfosten scheiterte.



Iserlohn war mit nur einem Gegentreffer im zweiten Drittel gut bedient und überstand gleich zu Beginn des letzten Abschnitts die letzten Sekunden einer Alexandrov-Strafe unbeschadet.

Iserlohn konnte das Match nun wieder etwas ausgeglichener gestalten. Kotschnew vereitelte in der 45. Minute gegen den stark spielenden Jörg den Ausgleich. Ärgerlich, dass die Roosters in der 46. Spielminute zum vierten Mal im Spiel eine Strafe wegen Spielverzögerung kassierten. Dieses Mal traf es Mitchell. Kathan krönte seine gute Leistung mit seinem zweiten Treffer (46.) zum verdienten 2:2 Ausgleich. Aus kurzer Distanz hatte der Nationalstürmer eingenetzt.


Aber auch die Roosters hatten im weiteren Verlauf ihre Chancen. So scheiterte Alexandrov (50.) an Jung. Eine Bankstrafe gegen die DEG konnten die Sauerländer nicht nutzen. Viele der Zuschauer hätten den dezimierten Roosters in der Schlussphase einen konditionellen Einbruch prophezeit. Diese Fans mussten sich aber eines Besseren belehren lassen. Pellegrims kassierte die nächste Strafe für Düsseldorf und dann wurde wieder einmal die Extraklasse von Mike York demonstriert. Zunächst brachte er mit Gordon per Doppelpass die Scheibe ins Drittel der DEG, dann legte er traumhaft für Knold auf, der mit einem schönen Schuss zur 3:2 Führung (53.) traf. Das war einfach nur sehenswert, mussten auch die mitgereisten Düsseldorfer anerkennen. Spannung pur in den Schlussminuten: Sulzer per Schlagschuss (54.), Higgins für die Roosters, Reimer mit Schlagschuss und Düsseldorfs Kreutzer mit einem Lattenschuss hatten allesamt einen weiteren Treffer auf dem Schläger. 67 Sekunden vor Spielende nahm Butch Goring DEG Keeper Jung für einen sechsten Feldspieler vom Eis.


Eine Zitterpartie wurde es für die Roosters nicht, denn Dandenault schwächte sein Team 30 Sekunden vor Spielende mit einer weiteren Strafe. Unsportlich hingegen das Verhalten von Sulzer 4 (!) Sekunden vor Spielende, Als er Mike York mit einem Check gegen den Kopf foulte. Mit 2+10 Strafminuten kam der Sünder noch glimpflich davon.

Der Freude der Fans tat dies keinen Abbruch. Sie feierten die verdienten Sieger gebührend und ausgiebig.


Durch den Sieg kamen die Roosters in der Tabelle bis auf zwei Zähler an die Metro Stars heran. Der Abstand zu den Kassel Huskies beträgt nun durch die gleichzeitige Niederlage der Hessen in Mannheim wieder drei Punkte. Am kommenden Dienstag reisen die Roosters zum Aufsteiger nach Wolfsburg, ehe sie einen AG VOR Silvester den ERC Ingolstadt erwarten. Am zweiten Januar kommt es an der Düsseldorfer Brehmstraße schon zum nächsten Duell gegen die DEG.



Zudem haben die Roosters die erste wichtige Personalentscheidung für die kommende Saison getroffen. Mannschaftskapitän Bryan Adams hat seinen Vertrag bei den Sauerländern um ein weiteres Jahr verlängert und wird bis zum Ende des Jahres 2005/2006 das Trikot des Klubs vom Seilersee tragen. Am 2. Weihnachtsfeiertag unterzeichnete Adams vor dem Match gegen die DEG Metro Stars einen neuen Kontrakt. „Ich bin sehr glücklich über das Interesse der Iserlohn Roosters an meiner Person und den Wunsch von Doug und Karsten, mich ein weiteres Jahr an den Verein zu binden“, so Adams. Zudem fühlten sich er und seine Ehefrau sehr wohl am Seilersee.

Für die Iserlohn Roosters hatte die Vertragsverlängerung mit Adams höchste Priorität. „Bryan ist der Motor dieser Mannschaft und damit Vorbild für die gesamte Mannschaft“, unterstreicht Roostertrainer Doug Mason. Dem kann Manager Karsten Mende nur beipflichten. Er bezeichnet Adams auf und abseits des Eises als absolute Führungspersönlichkeit, zudem habe Adams mehr für den Verein getan, als man von einem Arbeitnehmer erwarten könne.



Bryan Adams kam im Sommer 2003 vom AHL-Club aus Grand Rapids nach Iserlohn. Seine kurze aber erfolgreiche Karriere begann 1995 an der Michigan State University. 1999 unterzeichnete er einen Vertrag beim neu gegründeten NHL-Team Atlanta Thrashers. Zweimal stand er in seinem ersten Profijahr für die Thrashers auf dem Eis, den Großteil dieser ersten Saison aber absolvierte Adams im Farmteam aus Orlando. In Florida avancierte der damals 22-jährige zum zweitbesten IHL-Rookie. Kein Wunder also, dass die Solar Bears an einer Weiterverpflichtung interessiert waren. Adams unterzeichnete, gewann in der darauf folgenden Saison den IHL-Turner-Cup und stand weitere neun Mal in der NHL auf dem Eis. Der Erfolg in Orlando sollte aber nicht der Letzte gewesen sein. Nur ein Jahr später, nach seinem Wechsel zu den Chicago Wolves, gewann Adams die AHL-Meisterschaft. Aufgrund seiner guten Leistungen waren auch andere NHL-Clubs interessiert. In Detroit fand Adams eine neue Heimat. Zwar kam er dort nur im Farmteam in Grand Rapids zum Einsatz, aber auch hier waren seine Trainer mehr als zufrieden. Dennoch riet ihm sein Management zu einem Wechsel nach Europa, wo er bei den Roosters eine neue Heimat fand und abermals zu einem Topspieler avancierte. Weitere Vertragsverlängerungen werden möglicherweise schon in den kommenden Tagen folgen.

(MK - Foto: City-Press)


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