Roosters brechen nach gutem Start im letzten Drittel ein

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Ohne die verletzten James Black (Leiste) und Bryan Adams (Gehirnerschütterung) verloren die Iserlohn Roosters am Sonntagabend mit 2:7 bei den Nürnberg Ice Tigers. Nur zwei Drittel konnten die Sauerländer an der Noris mithalten, ehe im letzten Drittel die Kräfte schwanden und die Tore für Nürnberg fast wie reife Früchte fielen.

Einen blitzsauberen Start nach Maß erwischten die Sauerländer ins Match. Nach nur 21 (!) Sekunden war Christian Hommel zum 0-1 für die Gäste erfolgreich. Nürnbergs Keeper Michaud hatte kurz zuvor seinen Torraum verlassen und war nicht schnell genug auf seinem Posten zurück. Hommel nutzte die Unachtsamkeit und traf auf Zuspiel von King und Goldmann ins rechte Toreck. Michaud hatte den schnellen Gegentreffer noch gar nicht verdaut, da "klingelte" es schon wieder in seinem Kasten zum 0-2. Ganze 101 Sekunden waren gespielt, als Lars Brüggemann Roland Verwey in Überzahl bediente und dieser sein erstes DEL-Tor nach fast zwei Jahren erzielen konnte.

Die Ice Tigers zeigten "Nerven" und verzettelten sich immer wieder in Auseinandersetzungen mit ihren Gegenspielern. Brüggemann und Lehoux waren die ersten Kontrahenten, die sich "bekämpften" und dafür auf die Strafbank mussten. Die Roosters konnten sich im ersten Abschnitt auf ihre Defensive um Keeper Fountain verlassen und sogar einige gefährliche Konter fahren. Cipolla hatte in der sechsten und elften Minute fast sogar das 0-3 auf dem Schläger. Nürnberg stand durch das frühe Forchecking der Iserlohner stark unter Druck und auch in Überzahl gelang ihnen nicht viel. Die letzte große Torchance im ersten Drittel vergab Chris Straube, der urplötzlich völlig frei vor Michaud auftauchte, aber knapp scheiterte. Unter den rund 150 mitgereisten Fans herrschte Zufriedenheit, da wohl die wenigsten im Vorfeld mit einem derart guten Start ins Match gerechnet hatten.

Im zweiten Abschnitt überstanden die Iserlohner eine Überzahlsituation, Cooper saß noch 1:26 Minuten auf der Sünderbank, zunächst unbeschadet. Der Druck auf Fountains Tor wuchs aber von Minute zu Minute. Iserlohner Entlastungsangriffe wurden immer seltener. Schön allerdings anzusehen und sehr gefährlich tauchten Hommel und Cipolla in der 26. Minute vorm Nürnberger Tor auf. Der von Cipolla abgefälschte Hommel-Schuss ging allerdings knapp am Tor vorbei. Der Nürnberger Anschlusstreffer lag förmlich in der Luft. Nachden Sandrock eine ausgesprochen "dumme" Strafe wegen Hakens kassierte, drückten die Franken im Powerlay mächtig auf das IEC Tor. Marian Cisar brach in der 28. Minute den Bann und traf im Nachschuss zum 1-2. Das Spiel wurde ruppiger. Brüggemann und Firsanov kassierten nach einer Boxeinlage jeweils 2+2 Strafminuten. Cooper und Menauer kamen mit je zwei Strafminuten noch glimpflicher davon. Nur 17 Sekunden später bekamen die "Sünder" Gesellschaft von Matt Higgins, der wegen Beinstellens zwei Strafminuten bekam. Die Ice Tigers nutzten auch diese Überzahl. Nur 28 Sekunden später war der Ex-Iserlohner Lasse "Klasse" Kopitz mit einem Schlagschuss, der von Fountain abprallte und über die Linie "kullerte" zum Ausgleich erfolgreich. Die Nickeligkeiten gingen weiter. Strafen gegen Hommel, Cooper , Lehoux und Leeb sorgten wieder für eine gute Übersichtlichkeit auf den Spielerbänken. Die Tore gaben den Nürnbergern Auftrieb. In der 33. Minute gingen die Franken erstmals in Führung. Tomik und Fical bedienten Martin Jiranek. Dieser spielte den bereits am Boden liegenden Fountain herrlich aus und vollendete zum 3-2. Auch die Roosters hatten noch einmal eine Überzahlsituation im zweiten Drittel, ließen diese Gelegenheit aber ohne gefährlich vor das Tor zu kommen verstreichen. Somit ging es beim Stand von 3-2 in die zweite Drittelpause.

Die Vorentscheidung im Match fiel nach 17 (!) gespielten Sekunden im letzten Drittel. Tomik hatte auf Zuspiel von Jiranek und Garvey zum 4-2 getroffen und die wohl mit dem Kopf noch in der Kabine befindlichen Roosters damit auf die Verliererstraße geschickt. Die Ice Tigers spielten nun wesentlich disziplinierter, als noch in den ersten beiden Dritteln. Iserlohn schwächte sich durch teilweise unnötige Strafen selbst. Die mit vier Sturmreihen und sieben Verteidigern durchspielenden Ice Tigers bekamen von Minute zu Minute mehr Oberwasser. Die weiteren Nürnberger Tore durch Greilinger (Doppelschlag in der 46. und 50. Minute) und Rumrich (52.) waren die logische Folge des immer stärker werdenden Drucks auf das Iserlohner Tor. Der Iserlohner Anhang befürchtete noch Schlimmeres und machte seinem Unmut mit Schlachtrufen wie "So eine Sch... haben wir nicht verdient" (Zitat) erst einmal Luft. Der Torhunger der Franken war aber nach dem 7-2 gestillt. Die Roosters hatten den Ice Tigers im letzten Drittel spielerisch und kräftemässig nichts mehr entgegen zu setzen.

Nach dem Spiel lobte Nürnbergs Coach Greg Poss seine Mannschaft. Sie habe sich nicht aufgegeben und Charakter gezeigt. Er habe nie daran gedacht nach den beiden schnellen Toren der Roosters seinen Keeper auszuwechseln. Michaud habe sein Team nach den Gegentoren gut im Spiel gehalten, so Poss weiter. Durch die Niederlage rutschten die Sauerländer in dieser Saison erstmals auf einen Play-Down Platz ab.

Bereits am morgigen Dienstag wartet das nächste schwere Match auf die Roosters. In einem vorgezogenen Spiel vom 30.12. werden die Krefeld Pinguine am Seilersee erwartet. Spielbeginn ist um 20 Uhr.


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