Roosters: Auch Fountains Paraden können Panther nicht stoppen

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Auch durch einen Rückstand von zwei Toren ließen sich die Augsburger Panther nicht beirren und besiegten am Dienstagabend die Iserlohn Roosters im altehrwürdigen Curt Frenzel Stadion hochverdient mit 5:3.

Fast 5000 Zuschauer, darunter rund 150 Schlachtenbummler aus dem Sauerland, sorgten bei klirrender Kälte für eine prächtige Kulisse.

Schon nach 48 Sekunden schickte Schiedsrichter Schütz Augsburgs Lukes wegen Ellbogen-Checks für zwei Minuten auf die Strafbank. Das in den letzten Spielen eher schwache Powerplay der Roosters war dieses Mal schon nach 2:22 Minuten von Erfolg gekrönt. Ausgerechnet der ehemalige Augsburger Chris Straube hatte vom linken Bullykreis abgezogen und konnte Eriksson im Panther-Tor mit seinem platzierten Schuss zum 0:1 überwinden.

In der Folgezeit wurde das Match etwas ruppiger, so dass Schiedsrichter Schütz immer wieder Hinausstellungen aussprechen musste. Augsburg drückte die Roosters weiter in die Defensive. Den Ausgleich vergaben Moeser (6.), der direkt vor Fountain scheiterte und Carter (7.), der nur um wenige Zentimeter das Tor verfehlte. Fountain im Iserlohner Tor zeigte ein ums andere Mal seine Klasse. So auch gegen den ehemaligen Iserlohner Ronny Arendt, der sich in der elften Minute wunderschön von der rechten Seite kommend "durchtankte", aber scheiterte. Panther-Torjäger Fortier fand ebenfalls in Fountain seinen Meister, als er völlig frei vor dem Iserlohner Tor auftauchte. Die Roosters versuchten mit schnellen Kontern dagegen zu halten. Völlig überraschend fiel in der 16. Minute das 0:2 für die Gäste. Henderson hatte Higgins bedient, der die Scheibe an Eriksson vorbei ins Tor spitzelte. Die Panther waren nach diesem Treffer geschockt. Angefeuert vom Publikum fanden sie aber schnell wieder zu ihrem Spiel zurück. Zum psychologisch günstigen Zeitpunkt konnten sie sogar noch verkürzen. Zehn Sekunden vor Drittelende zog der stark spielende Francois Fortier allen Iserlohnern auf und davon. Sein "Knaller" zum 1:2 in den rechten Winkel ließ Fountain keine Chance.

Im zweiten Abschnitt legten die Panther gleich nach. Nach nur 29 Sekunden fiel schon der Ausgleich. Der überragende Bob Wren stürmte von der rechten Seite auf das Roosters-Tor zu und traf mit einem fulminanten Schuss ins linke Eck zum verdienten Ausgleich. Beflügelt durch den schnellen Treffer wuchs der Druck der Panther auf das Tor der Roosters immer mehr. Dank eines Mike Fountain in Galaform wankte die Iserlohner Abwehrmauer, aber sie fiel noch nicht. Gleich reihenweise entschärfte der Keeper die Schüsse der Fuggerstädter durch Beardsmore, Delisle oder Miner. Als der Druck immer stärker wurde nahm Iserlohns Coach Doug Mason in der elften Minute eine Auszeit, um das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Ohne Erfolg, denn Augsburg stürmte weiter mit herrlich anzusehenden Angriffen auf das Iserloner Tor. Den erlösenden und hochverdienten Treffer zum 3:2 erzielte erneut Wren mit seinem Konteror in der 37. Minute. Eine der wenigen guten Iserlohner Cancen vegab Matt Higgins kurze Zeit später. Er scheiterte am souveränen Eriksson im Panthr-Tor. Sein Gegenüber Fountain musste dagegen weiterhin Schwerstarbeit leisten. So bügelte er wenige Sekunden vor Ende des Drittels einen Cooper-Fehlpass glänzend aus.

Ohne den verletzt ausgeschiedenen Melanson (Leiste) gingen die Roosters ins letzte Drittel. Augsburg war weiterhin die tonangebende Mannschaft. Iserlohn stand in der Defensive und lauerte auf Konter. Die Vorentscheidung im Spiel hätte schon nach 57 gespielten Sekunden fallen können, als Wren nach schöner Kombination den vierten Panther-Treffer auf dem Schläger hatte. Die vergebenen Chancen sollten sich rächen. Als Miner eine umstrittene Strafe absitzen musste, waren die Roosters erneut zur Stelle. Higgins hatte den vor dem Tor lauernden Henderson bedient und der klinkte zum schmeichelhaften 3:3 (45.) Ausgleich ein.

Ärgerlich für die Sauerländer, dass Black kurz danach eine zehnminütige Disziplinarstrafe wegen unsportlichen Verhaltens "abbrummen" musste und seinem Team damit schadete. Unbeirrt zogen die Schwaben weiter ihr Spiel auf, vergaben aber weiterhin beste Chancen oder scheiterten am Iserlohner Zerberus Mike Fountain.

Die Entscheidung fiel dann in einem furiosen Endspurt der Panther. Den längst fälligen Führungstreffer erzielte in der 55. Minute Delisle auf Zuspiel von Wren und Lukes. Die Roosters hatten zwar wegen Torraumabseits reklamiert, aber nach mehrminütigem Videostudium fand der Treffer seine Anekennung durch Schiri Schütz. Den Schlusspunkt unter einen, trotz der frostigen Temperaturen, sehr unterhaltsamen Abend setzte 88 Sekunden vor Spielende Francois Forier mit seinem Powerplaytor zum 5:3 Endstand. Den deutlichen Erfolg erkannte auch Iserlohns Coach Mason auf der Pressekonferenz an. Auf dieser gab - unter dem Applaus der Anwesenden - Panther-Coach Laporte zum ersten Mal sein Statement in sehr gutem Deutsch ab. (MK)

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