Robert Raymond: Können ein Dreamteam seinDer Verteidiger der Iserlohn Roosters im Interview

Robert Raymond - Foto © Ice-Hockey-Picture-24/US-SportsRobert Raymond - Foto © Ice-Hockey-Picture-24/US-Sports
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Was können Sie über diesen immens wichtigen Sieg im Spiel gegen Wolfsburg sagen?

Diese zwei Punkte waren mehr als wichtig. Es befinden sich noch drei Mannschaften in dem Rennen um zwei begehrte Plätze in den Play-offs. Dass wir das Shootout gewinnen konnten, brachte uns noch den Zusatzpunkt, der enorm wichtig für uns sein kann. Berlin hat gewonnen, Augsburg hat einen Punkt geholt, wir zwei – das Spiel am Sonntag wird noch interessanter, wenn wir die Panther empfangen.

Was sagen Sie zu Ihrem "Dreamteam" auf der Trainerposition? Seit Jamie Bartman die Position des Co-Trainers übernommen hat, läuft es mehr als rund!

Ja, aber es muss auch erwähnt werden, dass es für eine Person alleine ein zu großer, zu kompakter Job ist. Jamie Bartman hat die Aufgabe übernommen, sich vermehrt mit der Verteidigung zu befassen. Er hat mehr Verantwortung in das defensive Spielsystem und die Verteidigungsreihen gebracht. Erreichen wir die Playoffs, sind wir echt ein Dreamteam.

Wie können Sie Ihren Spielstil beschreiben? Sie sind mehr ein stürmender Verteidiger!

Ja, wann immer sich mir die Chance bietet, schalte ich mich in den Angriff ein. Dabei kommt mir meine Schnelligkeit zu Gute. Habe ich den Puck im Zweikampf ergattert, kann ich dann ganz schnell einen Gegenangriff starten.

Aber Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Verteidigung Ihres eigenen Tores!

Ja klar, wie heißt es doch so schön: Defence first! (Zuerst die Verteidigung!) – denn das ist der Schlüssel zum Erfolg!

Michael Wolf ist zurück im Team – was bedeutet dies für die Roosters!

Jeder weiß, dass er zu jedem Zeitpunkt ein Tor erzielen kann und fast jede sich ihm bietende Möglichkeit verwertet. Klar, haben wir seine Torgefährlichkeit und seine Durchschlagskraft vermisst. Er spielt mit so viel Einsatz, arbeitet auch zurück und sprüht offensiv nur so vor Gefährlichkeit.

Die abschließende Frage: Wer gewinnt das olympische Eishockey-Finale? Schweden oder Kanada?

Selbstverständlich bin ich seit jeher ein großer Fan der Kanadier – doch bei diesen Olympischen Spielen musste ich einmal in das andere Lager wechseln. Das war, als Mathias Lange nach zwei Dritteln ins Tor der Österreicher kam. Ich habe mich mit ihm gefreut, dass er eine blütenreine Weste behielt und keinen Gegentreffer kassierte. Aber ansonsten bin ich immer für Kanada und hoffe auch, dass sie die Goldmedaille gegen Schweden gewinnen!

Was war die größte Überraschung im Eishockeyturnier bei dieser Olympischen Spiele? Vielleicht das Ausscheiden Russlands?

Für mich war das Aus im Viertelfinale gegen Finnland keine allzu große Überraschung mehr – es war eigentlich das ganze Auftreten der Sbjonara während der Spiele vor heimischem Publikum. Wahrscheinlich war der selbst auferlegte Druck einfach zu groß. Vor dem Turnier hätte ich nie erwartet, dass Russland schon im Viertelfinale die Segel streichen muss – aber nach den enttäuschenden Auftritten in der olympischen Vorrunde kam die Niederlage gegen Finnland (1:2) nicht von ungefähr!

Vielen Dank und viel Erfolg!