Robert Hock: "Ich will Eishockey spielen"

Klare Worte bei den AdlernKlare Worte bei den Adlern
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"Ich will Eishockey spielen und nicht Eishockey sitzen", sagt Robert Hock. Hockeyweb erwischt ihn bei seinem Abschiedsessen von Mannheim: "In zehn Minuten geht mein Zug nach Hannover." Der Spieler ist hörbar enttäuscht, er hatte in der vergangenen Adler-Saison 40 Punkte und leitet damit "den Anspruch ab, eingesetzt zu werden." Innerhalb von zwei Tagen habe sich entschieden, dass er den Arbeitgeber wechseln werde, erzählt er, zu Hannover ging er wegen des Trainers gerne: "Gunnar wollte mich schon länger und ich

freue mich auf die Zusammenarbeit." Andere Vereine hätten ebenfalls

angeklopft, der Coach aber habe den Ausschlag gegeben.

Apropos Trainer: Menschlich habe er überhaupt nichts gegen Adler-Headcoach Helmut de Raaf, betont Hock, aber sportlich wären die Auffassungen einfach zu unterschiedlich gewesen. In der vergangenen Saison "habe ich in Unterzahl gespielt, das war meine Eiszeit, das wollte Helmut mir nun auch noch streichen." Und eine Besserung wäre seiner Meinung nach in Sicht gewesen, meint Hock, der mit dem Trainer in Schweden ein längeres Gespräch geführt hat, "eine ganze Saison im vierten Sturm, das ist nicht nach meinem Geschmack."

Torwart-Trainer Mike Rosati, der fürs Trainer-Trio sprach: "Die Reihen

sind nicht in Stein gemeißelt, da ändert sich doch dauernd etwas in einer Saison. Robert ist ein großartiger Mann, hinter den Kulissen und auf dem Eis, doch er fand, dass es besser für ihn war zu gehen. Es war letztendlich seine Entscheidung."

Hock, dessen Möbel schon nach Hannnover vorgereist waren, geht mit einem weinenden Auge aus Mannheim weg: "Das ganze Team war sehr traurig, ich bin eigentlich mit jedem gut ausgekommen. Manager Marcus Kuhl hat mich verstanden, er hat gesagt, dass jeder Crack natürlich spielen will."

Spielen wollen auch die beiden Goalies, die derzeit im Test-Training sind. Steve Passmore fand den Weg nach Mannheim und stand heute bereits auf dem Eis. Für Rosati ist es interessant, ihn und Karol Krizan zu beobachten. "Das sind beide vollkommen unterschiedliche Charaktere, sowohl auf dem Eis als auch außerhalb." Beide zeigten gute Züge im Tor, sagt Rosati, und würden jeweils bei einem Spiel am Wochenende eingesetzt. Dann müsse man weiter sehen. Auch bei der vakanten Stelle von Robert Hock: "Im Moment sind wir noch sehr gut besetzt," betont Rosati, "wir haben sogar mehr Spieler als wir

eigentlich bräuchten." Das aber kann sich schnell ändern, das haben die Adler in dieser Vorsaison schon mehrfach feststellen müssen. (Angelika von Bülow)

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