Rob Wilson: „Ein Spiel für Fans, nicht für Trainer“Ice Tigers drehen Spitzenderby gegen München

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Das ist Eishockey! Ein Kollege verspürte sogar einen Hauch von Play-offs – im November. Beide Teams taten wahrlich alles dafür, das Publikum zu unterhalten. Das perfekte Match also? Ice-Tigers-Coach Rob Wilson gesteht: „Das war ein Spiel für die Fans, nicht für die Trainer.“ Denn auch beide Übungsleiter durchlebten am Sonntag im Nürnberger Tigerkäfig ein Wechselbad der Gefühle. Nach dem Führungstor der Franken durch Leo Pföderl (4.), der kurz darauf beinahe einen weiteren Treffer erzielte, legten die Roten Bullen in der eh schon temporeichen Partie so richtig los. Vor allem im zweiten Abschnitt netzten die Gäste alle paar Minuten ein, so dass es bis kurz vor der zweiten Drittelpause 5:1 für München hieß. Da kam Marco Pfleger gerade noch rechtzeitig zum Zug und verkürzte auf 2:5 (39.).

Der Vorsprung der Landeshauptstädter war zwar immer noch eindeutig. Doch das hat ja im Eishockey bekanntlich nichts zu bedeuten, was die Nürnberger erst am Mittwoch gegen Düsseldorf erlebten. Sollte den Münchnern Gleiches widerfahren? Auf den Rängen wurde diskutiert, spekuliert und gewettet. Wieder ein Kollege meinte scherzhaft: „Nach 60 Minuten steht’s 5:5.“ Wirklich ernst nahm er seine Aussage nicht. Daher konnte er nach dem dritten Spielabschnitt auch nur mit dem Kopf schütteln.

It’s Hattrick-Time! Verteidiger als Tormaschinen

Gleich nach der zweiten Pause zeigten die Gastgeber, dass sie noch nicht aufgegeben hatten. Keeper Jochen Reimer, der zuvor noch eine Strafe wegen übertriebener Härte kassiert hatte, machte Andreas Jenike zwischen den Nürnberger Pfosten Platz. Ein Wechsel, der Wunder bewirkte. Denn die Ice Tigers hatten den Schalter umgelegt, womit die Red Bulls wohl nicht mehr gerechnet hatten. Neben Andrew Kozek war es vor allem Jesse Blacker, der das Heimpublikum nicht nur zum Jubeln, sondern auch zum Staunen brachte. Ein Abwehrspieler erzielt einen Hattrick? Das kommt nicht oft vor. An diesem Tag allerdings gleich zweimal. Denn zuvor hatte bereits Bullen-Verteidiger und Ex-Ice-Tiger Derek Joslin dreimal eingenetzt. Ja, es war ein besonderes Derby, in dem keiner dem anderen etwas schenkte. Körperlich dagegen teilten beide Teams gut aus. Da blieb der eine oder andere Gegner auf dem Marsch zum Tor schon mal auf der Strecke.

Nach der Overtime, die Nürnberg für sich entschieden hatte, waren es dann die Münchner, die auf dem Eis lagen. „Wir haben unsere Lektion gelernt“, erklärt Bullen-Coach Don Jackson, der weiß, dass ein Drittel genügt, um ein solches Spiel am Ende noch zu verlieren. Am Tabellenstand änderte das Ergebnis nichts. Die Münchner führen nach wie vor die Liga an, die Ice Tigers folgen ihnen weiter auf Rang zwei. Und für die heißt es jetzt erst einmal: regenerieren. Denn am Freitag wartet vor Heimpublikum mit Ingolstadt das nächste Derby. Der EHC Red Bull München muss erst am Sonntag wieder bei den Adlern in Mannheim ran.

Das Spiel im Überblick:

Tore: 1:0 (4.) Pföderl, 1:1 (13.) Joslin, 1:2 (22.) Joslin (PP1), 1:3 (29.) Pinizzotto, 1:4 (32.) Joslin, 1:5 (37.) Flaake (PP1), 2:5 (39.) Pfleger, 3:5 (42.) Blacker, 4:5 (45.) Blacker, 5:5 (53.) Kozek, 6:5 (63.) Blacker

Strafen: Nürnberg 6 + 10, München 6

Schiedsrichter: Brüggemann, Hoppe

Zuschauer: 6.037


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