Rhett Gordon erlöst Roosterfans beim 18. Penalty

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nach dem 3:2 Sieg nach Penaltyschießen in Augsburg am vergangenen Freitag hatten die Iserlohn Roosters alles andere als eine gute Vorbereitung auf das „Sechs-Punkte Match“ am Sonntag gegen Kassel. Eine Buspanne in der Nähe von Würzburg zwang die Roosters zu einer ungewollten zusätzlichen Übernachtung. Durch den Zeitverlust fiel das Training am Samstag obendrein aus.

Dennoch starteten die Roosters gut ins Match. Von Beginn an erarbeiteten sie sich einige gute Chancen, scheiterten aber zunächst an Gage im Kasseler Tor. Als Dean Melanson, in Iserlohn noch bestens aus der letzten Saison bekannt, in der siebten Spielminute in die Kühlbox musste, fiel der Iserlohner Führungstreffer. Fünf Sekunden vor Ende der Strafe erzielte Matt Higgins mit einer schönen Direktabnahme nach „Sahnepass“ von Mike York die verdiente 1:0 Führung der Hausherren. Iserlohn bestimmte im ersten Drittel das Spiel, machte allerdings zu wenig aus seinen Chancen. Die wenigen Kasseler Torchancen durch Greig (10.), Corso (15.) und Valenti (18.) waren kein Problem für Rooster-Goalie Dimitrij Kotschnew, der nach überstandener Krankheit wieder den Vorzug vor Leo Conti erhielt. Verzichten mussten die Roosters schon nach wenigen Minuten auf Kapitän Bryan Adams und etwas später auch auf Abwehrstratege Martin Knold.

Im zweiten Abschnitt gerieten die Huskies mächtig unter Druck. Verdienteraßen konnten die Roosters durch Gordon in der 26. Minute auf 2:0 erhöhen. Erneut fiel der Treffer in Überzahl. Kassel konnte sich auch vollzählig kaum vom Iserlohner Druck befreien. Schultz scheiterte in der 31. Minute mit einem der wenigen Kasseler Entlastungsangriffe. Sinnbildlich für die Iserlohner Überlegenheit eine Szene in der 34. Spielminute, als York Kassels Abwehr schwindelig spielte, aber letztlich keinen „Abnehmer“ vor dem Tor fand. Iserlohn hatte ein deutliches Übergewicht und profitierte dabei nicht selten von Kasseler Fehlpässen, die zum Teil haarsträubend waren. Nur die Iserlohner Abschlussschwäche verhinderte das vorentscheidende 3:0.

Das sollte sich dann auch im letzten Drittel rächen. Die Huskies warfen alles nach vorne und spielten auf einmal wie ausgewechselt auf. Ärgerlich für die Roosters, dass Hauptschiedsrichter Chvatal die nach den Ausfällen von Adams und Knold ohnehin schon geschwächten Roosters durch eine zehnminütige Disziplinarstrafe gegen Lysak noch weiter schwächte. Prompt kam Kassel in der 46. Minute durch Melanson zum Anschlusstreffer. Und nur 54 Sekunden später drehte Furey mit seinem Ausgleichstreffer das Spiel. Iserlohn zeigte Wirkung und nahm direkt eine Auszeit. Das half aber zunächst nicht. Nur 170 Sekunden nach dem Ausgleich konnten die Huskies erneut jubeln. Valenti hatte auf Zuspiel von Gosselin die erstmalige Führung (50.) der Nordhessen erzielt.

Iserlohn gab sich aber keinesfalls geschlagen und kämpfte mit Mann und Maus gegen die drohende Niederlage. Rhett Gordon nutzte in der 55. Minute einen Abpraller Gage’s und staubte zum 3:3 ab. Nun entwickelte sich das Match sogar zu einem echten Krimi. Kassel hatte in der hochspannenden Schlussphase die besseren Gelegenheiten. So tankte sich Gosselin in der 56. Minute durch und scheiterte völlig frei vor Kotschnew. Schultz´ Gewaltschuss in der letzten Spielminute fand nicht den Weg durch die vielbeinige Iserlohner Defensive. Die kräftemäßig abbauenden Roosters wankten, aber sie fielen nicht. Allerdings musste bis zur letzten Sekunde gezittert werden. Gosselin scheiterte drei Sekunden vor Spielende an Kotschnew und mit der Schlusssirene schlug Valenti über die Scheibe vor der freien Torecke. Iserlohn rettete also ein nach zwei Dritteln als sicheres Spiel mit Glück und Geschick noch ins Penaltyschießen.

In diesem wurde die Geduld der 3342 Zuschauer auch auf die Folter gespannt. Den insgesamt 18. Penalty verwandelte Rhett Gordon zum letztendlich glücklichen, aber aufgrund der ersten zwei Drittel verdienten Iserlohner Sieg. In der Tabelle konnten die Roosters durch den Sieg den alten Abstand von sechs Punkten zu den Huskies wieder herstellen. Am kommenden Wochenende reisen die Sauerländer am Freitag zu den Haien nach Köln und am Sonntag empfangen die Mannen von Doug Mason den deutschen Meister Frankfurt Lions. (MK – Foto: www.eishockey-magazin.de)

Iserlohn Roosters - Kassel Huskies 4:3 n.P. (1:0, 1:0, 1:3, 1:0)

Tore:

1:0 (8:38) Higgins (York, Knold - 5:4), 2:0 (25:04) Verwey (Intranuovo, Goldmann - 5:3), 2:1 (45:54) Melanson, 2:2 (46:48) Furey (Schultz, Corso), 2:3 (49:38) Valenti (Furey), 3:3 (54:55) Gordon (White, York), 4:3 (60.) Gordon GWS

Strafzeiten: Iserlohn 26 - Kassel 14

Zuschauer: 3.342


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Mittwoch 30.11.2022
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6 : 2
Eisbären Berlin Berlin
Straubing Tigers Straubing
4 : 3
Fischtown Pinguins Bremerhaven
Iserlohn Roosters Iserlohn
0 : 5
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Donnerstag 01.12.2022
Kölner Haie Köln
- : -
Löwen Frankfurt Frankfurt
Freitag 02.12.2022
Fischtown Pinguins Bremerhaven
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Eisbären Berlin Berlin
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Straubing Tigers Straubing
Iserlohn Roosters Iserlohn
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Samstag 03.12.2022
Kölner Haie Köln
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