Red Bulls stehen vor dem Halbfinal-EinzugDritter Sieg gegen Bremerhaven

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Gerade die Mannschaft aus dem hohen Norden zeigte durchweg eine respektable Leistung über die ganze Saison und sogar in der ersten Play-off-Runde, als die Fischtown Pinguins gegen Ingolstadt den Einzug ins Viertelfinale perfekt machten. Bremerhaven bot München lange Paroli, konnte aber den 3:2 (1:1, 1:0, 1:0)-Sieg der Gastgeber nicht verhindern.

„Wir müssen versuchen, München immer wieder zu ärgern“, so Bremerhavens Coach Thomas Popiesch nach dem ersten Viertelfinalspiel. Auch wenn das nach den ersten beiden Partien noch nicht ganz gelungen ist, wollten die Nordlichter am Sonntag wieder von neuem angreifen, denn Bremerhaven kann nur noch gewinnen und hat nichts mehr zu verlieren. Die Saison war bis dato ein voller Erfolg und alles was jetzt noch kommen sollte, ist das Sahnehäubchen auf der Torte des Einstiegs in die DEL. 

Nach dem Münchner ersten Drittel kann man beinahe schon die Uhr stellen, denn es läuft annähernd ähnlich ab. Die Red Bulls beginnen stark, bringen sich aber mit einem frühen Gegentor immer wieder in die Bredouille. Danach folgt wie meist der Ausgleich noch bis zur ersten Drittelpause.  Auch heute war das Drehbuch des dritten Viertelfinals so gestaltet. In einem hart umkämpften zweiten Drittel hatten die Münchner zwar die zwingenderen Chancen, versäumte es aber, mehr als nur ein Tor zu erzielen.

Somit ging es mit einer hauchdünnen Führung in den Schlussabschnitt. Unter den Augen des ehemaligen EHC- und Nationaltrainers Pat Cortina versuchten die Red Bulls weiterhin die Führung auszubauen, trafen aber auf erheblich mehr Widerstand der Bremerhavener als bisher. Die Gäste konnten nach stetiger Druckerhöhung sogar den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielen. In der wenig später folgenden Überzahlsituation leistete sich Bremerhavens Goalie Nieminen einen folgenschweren Schnitzer, als er einen Break nicht konsequent unterbinden konnte. Aucoin nutzte den Abstauber zur Führung in Unterzahl. Diese konnten die Red Bulls gegen eine wie entfesselt spielende Bremerhavener Mannschaft bis zuletzt verteidigen. München gewinnt das dritte Spiel dieser Best-of-Seven-Serie und kann am Mittwoch den Einzug ins Halbfinale schon perfekt machen. Den Fischtown Pinguins tut diese Niederlage besonders weh, denn sie waren heute den Münchnern über weite Strecken ebenbürtig.

„Nach diesem Einsatz heute nichts mitzunehmen, ist schon bitter. München war heute das entscheidende Bisschen besser“, so Gästecoach Thomas Popiesch. „Bremerhaven hat uns heute lange das Leben schwer gemacht.  Am Mittwoch müssen wir wieder bereit sein“, so Don Jackson.