Red Bulls starten mit Heimsieg ins neue JahrFlorian Hardy feiert drittes Shutout beim 3:0 gegen Wolfsburg

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Toni Ritter erzielte vor 3.264 Zuschauern im Olympia-Eisstadion den ersten Münchner Treffer des neuen Jahres. Die weiteren Tore zum 3:0-Endstand steuerten Garrett Roe und Michael Wolf bei. Mit einer starken Defensivleistung und einem glänzenden Florian Hardy im Kasten sicherten sich die Red Bulls den zweiten Sieg in Folge. In der Tabelle rangiert die Mannschaft von Don Jackson weiterhin auf Rang drei, mit einem Punkt Rückstand auf die Hamburg Freezers.

Die Red Bulls gingen mit dem gleichen Kader in die Partie, der drei Tage zuvor gegen die Augsburger Panther siegreich war. Mit einem Unterschied: Florian Hardy feierte nach auskurierter Verletzung sein Comeback zwischen den Pfosten. Er erlebte einen ruhigen Auftakt, denn in der Anfangsphase passierte nicht viel. Dann zielte Alex Barta in Überzahl nach einer schönen Kombination mit mehreren Direktpässen knapp über den Kasten (5.). Die erste Wolfsburger Chance hatte Marco Rosa, der alleine vor Hardy mit der Rückhand am Pfosten scheiterte (7.). Zwei Minuten später brach Matt Smaby bei einem Klärungsversuch in Unterzahl der Stock. Die Wolfsburger nutzten den Moment und spielten Matt Dzieduszycki halbrechts vor dem Tor frei, der traf die Scheibe allerdings nicht richtig, so dass Florian Hardy ohne Probleme parieren konnte. Nach der Powerbreak neutralisierten sich beide Mannschaften, Chancen hatten Seltenheitswert.

Ein ähnliches Bild bot sich den Zuschauern auch nach dem Seitenwechsel. In der 24. Minute hatte Yannic Seidenberg die erste Gelegenheit für die Münchner. Er tauchte alleine vor Felix Brückmann auf, scheiterte allerdings beim Versuch, Wolfsburgs Goalie mit der Rückhand zu bezwingen. Eine Zeigerumdrehung später erzielte Toni Ritter mit einem Schuss von der blauen Linie ins rechte Eck den ersten Münchner Treffer des Jahres 2015 und brachte sein Team mit 1:0 in Führung (25.). Dann begann die Zeit des Münchner Penaltykillings. Zwischen der 27. und 35. Minuten spielten die Red Bulls fast durchgehend in Unterzahl, teilweise sogar mit nur drei Mann. Mit großem Einsatz, vielen geblockten Schüssen und einem gut aufgelegten Florian Hardy im Tor verteidigten sie den knappen Vorsprung gegen das beste Powerplay der Liga. Als die Münchner wieder komplett waren, schlug Garrett Roe zu. Die Red Bulls eroberten hinter dem Tor der Gäste die Scheibe, Neuzugang François Méthot spielte auf Garrett Roe, der alleine vor Brückmann zum 2:0 vollstreckte (38.).

Im Schlussabschnitt erspielten sich die Gäste aus Niedersachsen ein optisches Übergewicht. Das Geschehen spielte sich hauptsächlich in der Münchner Zone ab. Die Hausherren verteidigten geschickt und ließen kaum Schüsse aufs eigene Tor zu. In der 45. Minute hätten die Grizzly Adams dennoch um ein Haar verkürzt, als Marco Rosa in Überzahl auf Robert Bina spielte. Der hatte das leere Tor vor sich, scheiterte aber an einer Weltklasseparade von Florian Hardy. Auf der anderen Seite hielt Felix Brückmann mit einer Parade gegen Thomas Holzmann seine Mannschaft im Spiel (53.). Fünf Minuten vor dem Ende setzte Gästetrainer Pavel Gross alles auf eine Karte, und nahm in Überzahl seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Grizzly Adams kamen zu einer guten Chance, fanden aber erneut kein Mittel gegen Münchens französischen Schlussmann. In der 57. Minute machten die Red Bulls den Sack endgültig zu: Garrett Roe spritzte an der eigenen blauen Linie in einen Wolfsburger Pass, so dass eine 3-auf-1-Situation entstand. Dann spielte er auf den mitgelaufenen Michi Wolf, der mit einem Direktschuss ins Fanghandeck von Brückmann für den 3:0-Endstand sorgte und damit für einen Heimsieg zum Jahresauftakt 2015.


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