Red Bulls München siegen bei Jaffray-Comeback3:1 im Derby gegen die Straubing Tigers

Mark Voakes ist Topscorer des EHC Red Bull München. (Foto: GEPA pictures/EHC Red Bull Muenchen/Andreas Gebert)Mark Voakes ist Topscorer des EHC Red Bull München. (Foto: GEPA pictures/EHC Red Bull Muenchen/Andreas Gebert)
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Die Mannschaft aus Niederbayern ist bislang auf dem zweiten Platz zu finden. Für manche mag das eine Überraschung sein. Nicht jedoch für Münchens Topscorer Mark Voakes: „Für mich ist die Leistung keine Überraschung. Gegen Straubing zu spielen, war hart. Bei Straubing passt viel zusammen. Sie haben viele gute Spieler und arbeiten wie ein gut geölter Motor.“

Für die Red Bulls galt es, diesen Motor aus dem Takt zu bringen. Genau das taten sie. Vor der mit 6142 Zuschauern ausverkauften Olympia-Eishalle gewannen die Münchner mit 3:1 (0:0, 1:0, 2:1).

Mit von der Partie war nach mehrmonatiger Verletzungspause Jason Jaffray auf Seiten der Red Bulls. Entsprechend frenetisch wurde er von den Münchner Fans beim Aufwärmen auf dem Eis empfangen. Besonders Chefcoach Don Jackson zeigte sich sehr erfreut über Jaffrays Rückkehr.

Auf der Eisfläche zeigte Jaffray seine alt bekannten Qualitäten an der Scheibe in einer derartigen Manier, als ob er nicht lange Zeit verletzungsbedingt gefehlt hätte. Er ging jeder Scheibe nach, sorgte für Zug zum gegnerischen Tor, bereitete die ein oder andere Torchance vor und ging auch in diverse Zweikämpfe. „Ich bin sehr froh, dass er wieder auf dem Eis ist. Er hat ebenfalls eine gute Leistung gezeigt. Er bringt viel Erfahrung mit“, so Jackson über Jaffray.

Seine Mitspieler spielten jene Torchancen aber oft nicht konsequent genug zu Ende, vor allem im Powerplay, welches schon seit längerem ausbaufähig ist. Erst in der 25. Minute durften die Münchner Fans dann zum ersten Mal jubeln, als Christopher Bourque die Scheibe im Tor der Tigers versenkte.

Das Spiel gestaltete sich überwiegend ausgeglichen mit vielen Torchancen und Emotionen bei beiden Teams. Im dritten Drittel flachte das Spiel dann etwas ab, dafür schaukelten sich auf beiden Seiten die Emotionen noch weiter hoch. Sechs Minuten vor Ender der 60 Minuten durften die Münchner Fans noch einmal jubeln, als Daryl Boyle auf 2:0 für die Red Bulls erhöhte. Für die endgültige Entscheidung sorgte Münchens Kapitän Patrick Hager, der den Spielstand auf 3:0 herauf schraubte. Das einzige Tor der Gäste erzielte Marcel Brandt.

Die Red Bulls verschaffen sich mit diesem Derbysieg gegen den Lokalrivalen aus Straubing wieder ein wenig Luft im direkten Duell gegen den Tabellenzweiten, während die Gäste nur noch drei Punkte Vorsprung auf den drittplatzierten aus Mannheim haben.

Tom Pokel zeigte sich dennoch nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Ich bin zufrieden mit unserem Spiel. Zu Beginn des zweiten Drittel war München besser. Wir konnten unser Spiel durchziehen und uns im letzten Drittel gut festsetzen. Wir müssen schauen, dass wir so weiterspielen.“

Jackson: „Das war ein echtes Spitzenspiel. Im entscheidenden Moment waren wir da. Chris Bourque hat ein schönes Tor geschossen. Kevin hat ein super Spiel gemacht.“