Red Bulls München besiegen die Eisbären Berlin im SpitzenspielAller guten Dinge sind drei

Nach dem dritten „Hockey-Halleluja“-Spiel verabschiedeten sich die Red Bulls München von den zahlreichen Fans. (Foto: GEPA pictures/ Markus Fischer)Nach dem dritten „Hockey-Halleluja“-Spiel verabschiedeten sich die Red Bulls München von den zahlreichen Fans. (Foto: GEPA pictures/ Markus Fischer)
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Ebenso war es in dieser Saison das dritte Aufeinandertreffen der beiden Top-Mannschaften in der DEL. München konnte im Direktvergleich drei der letzten vier Begegnungen gegen die Eisbären für sich entscheiden. Am 5. Januar stand wieder ein anderer Torhüter im Gehäuse der Red Bulls: nach David Leggio am 30. Dezember und Kevin Reich am 21. Januar stand am Freitag Danny aus den Birken im Tor der Red Bulls.

Eine derartige Rotation gab es bei den Eisbären bislang nicht. Dort durfte Petri Vehanen eventuell für einen Unterschied sorgen, wie auch die über 1000 mitgereisten Fans, die die Mannschaft von Uwe Krupp aus der Bundeshauptstadt zur Unterstützung mitgebracht hat. „Wir haben uns viel vorgenommen“, so Eisbären-Coach Uwe Krupp. Schon bei der Anreise zum Stadion bevölkerten die Berliner Fans scharenweise die öffentlichen Verkehrsmittel.

Die heitere Stimmung der Eisbären-Fans auf dem Weg zum Stadion ließ während des Spiels schon relativ bald nach, als die Red Bulls in eigener Unterzahl in Führung gingen. „Wir haben in den Schlüsselmomenten die Tore geschossen“, erklärte Red-Bulls-Trainer Don Jackson. Berlin machte jedoch weiter Druck und ließ den Hausherren phasenweise kaum Luft zum Atmen. Die Münchner Defensive stand aber wie ein Bollwerk und konnte über weite Strecken Schlimmeres verhindern. Auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Daniel Fischbuch hielt die Red Bulls nicht davon ab, ihre Führung auszubauen. Die Fans der Eisbären hielten dennoch die Stimmung und den Geräuschpegel hoch und feierten in der Kurve ihre eigene Party. Nach Party durfte Eisbären-Coach Uwe Krupp nach den beiden Dritteln nicht zu sein.

Zu Beginn des dritten Abschnitts zog Krupp dann noch einmal alle Register und brachte Marvin Cüpper für den unglücklichen Petri Vehanen. Zwar fingen sich die Eisbären jetzt ein wenig, aber München schaltete jetzt einen Gang zurück und versuchte, das restliche Spiel jetzt immer schöner zu gestalten. Mittendrin wurde das Spiel dann von einer  Meinungsverschiedenheit zwischen Keith Aulie und Louis Aubry unterbrochen. Ansonsten sahen die 10.000 Zuschauer, zu denen auch Ski Ass Felix Neureuther und DEB-Bundestrainer Marco Sturm gehörten, eine durchweg faire Partie, in der alles vorhanden war, was zu einer hochklassigen Eishockey-Begegnung gehörte: Tore, schnelle Spielzüge, eine kleine Keilerei auf dem Eis, sowie das Heranziehen des Videobeweises, der den möglichen Anschlusstreffer der Hauptstädter prompt annullierte.

Die Red Bulls bleiben damit im dritten Spiel in der Olympiahalle bei der dritten Ausgabe von „Hockey-Halleluja“ sowie dem dritten dortigen Aufeinandertreffen mit den Eisbären Berlin unbesiegt. „Das war ein echtes Spitzenspiel. Berlin hat uns das Leben sehr schwer gemacht“, erklärte Don Jackson. „Wir können rundum zufrieden sein. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber die Stimmung war super“, so Münchens Konrad Abeltshauser.

Im Trio der Besten der Liga bleiben die Eisbären weiterhin dritte Kraft, während München nur noch einen Punkt von Spitzenreiter Nürnberg entfernt ist. „Ich kann nicht sagen, dass ich unzufrieden bin. Wir hatten hochkarätige Chancen. München hat Kapital aus unseren Fehlern geschlagen. Mit einem Drei-Tore-Vorsprung spielt München das dann clever herunter. Die Mannschaften haben sich auf Augenhöhe begegnet, aber München hat eben Tore gemacht und wir nicht“, so Eisbären-Coach Uwe Krupp.