Red Bulls besiegen Freitags-Fluch 3:2-Erfolg gegen Ingolstadt

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Mit dem Rückenwind von zwei gewonnen Spielen gingen die Red Bulls München in das Derby gegen den ERC Ingolstadt. Im Hinblick auf die Austragungen in der großen  Olympiahalle am 26. und 28. Dezember sollte unbedingt ein Sieg her – auch ohne die verletzten Jeremy Dehner und Florian Kettemer. Vor 4068 Zuschauern konnten die Red Bulls endlich einmal wieder an einem Freitag gewinnen. Gegen die Schanzer stand es am Ende 3:2 (0:2, 1:0, 1:0, 1:0) nach Verlängerung. „Das war ein fantastisches Spiel von beiden Teams und ein tolles Derby“, so ERC-Coach Kurt Kleinendorst.

Die Partie begann, wie es zu erwarten war, mit hohem Tempo und viel Einsatz auf beiden Seiten. Früh wurden die Abschlüsse gesucht und kein Check wurde ausgelassen. Ingolstadt agierte zunächst ein wenig zielstrebiger, ließ aber bis zur 17. Minute zu viele Chancen liegen. Dann aber begann das Offensivfeuerwerk mit freundlicher Mithilfe der Münchner Hintermannschaft. Zuerst verlud Björn Barta Danny aus den Birken, der diesmal erneut den Vorzug vor David Leggio im Tor der Gastgeber bekam und ganze fünf Sekunden später erhöhte Tomas Kubalik gar auf 2:0. „Wir haben in dieser Phase zu sehr geschlafen“, so Don Jackson.

München zeigte sich sichtlich geschockt von diesen beiden Gegentreffern. Die Schuld dafür mussten sie allerdings ausschließlich bei sich selbst suchen. Die Gäste nahmen daraufhin das Spiel in die Hand und die Red Bulls hatten so ihre liebe Mühe, sich nicht von den Schanzern überrollen zu lassen. Erst der Anschlusstreffer von Frederic St. Denis ließ wieder etwas mehr Hoffnung für die Gastgeber aufkeimen.

War da vielleicht noch etwas möglich für die Hausherren? Es sah danach aus: die Red Bulls erhöhten die Schlagzahl, fanden aber oft ihren Meister in der Defensive der Schanzer, die jetzt zunehmend auf Konter lauerten. Welche Gefahren eine solche Spielweise birgt, konnten die 4068 Zuschauer schon bald sehen, als Youngster Dominik Kahun Timo Pielmeier nicht gut aussehen ließ und durch den Ausgleich die Partie wieder offen gestaltete. „Das war eine starke Leistung, wie München zurück ins Spiel kam“, so ERC-Coach Kleinendurst. Was lange Zeit nach einer eindeutigen Sache aussah, entwickelte sich zu einem Derby mit Hochspannung.

Als bei den Gästen die Kräfte schwanden zog Coach Kleinendorst eine Auszeit, um seine Spieler neu zu sortieren und den Münchner Sturmlauf zu unterbrechen. Mit vereinten Kräften schafften es die Ingolstädter, die Verlängerung zu erzwingen. Dort fuhr Keith Aucoin  einen mustergültigen Konter zu Ende und sorgte so für den Extra-Punkt für die Red Bulls. Den Gastgebern gelang damit nach beinahe acht Wochen wieder ein Sieg an einem Freitag.

Tore: 0:1 (16:56) Björn Barta (Martin Davidek, Thomas Pielmeier), 0:2 (17:01) Tomas Kubalik (Brandon McMillan, Jared Ross), 1:2 (32:48) Frédéric St-Denis (Daryl Boyle, Michael Wolf/5-4), 2:2 (47:48) Dominik Kahun (Mads Christensen, Daryl Boyle), 3:2 (60:26) Keith Aucoin (Yannic Seidenberg). Strafen: München 4, Ingolstadt 6. Zuschauer: 4060.

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