Red Bull München und die Eisbären Berlin legen erneut vorZweimal Verlängerung im DEL-Halbfinale

Kampf pur zwischen München und Mannheim. (Foto: GEPA pictures/ Markus Fischer)Kampf pur zwischen München und Mannheim. (Foto: GEPA pictures/ Markus Fischer)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

EHC Red Bull München – Adler Mannheim 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 0:0, 1:0) n.V.

Play-off-Stand: 2:1

Eine gute Nachricht gab es bereits vor dem dritten Duell der Kontrahenten aus München und Mannheim: Matthias Plachta konnte nach dem in Spiel eins nicht geahndeten Foul von Steve Pinizzotto, das ihm bekanntlich im Nachgang eine Fünf-Spiele-Sperre eingebracht hat, wieder mitwirken. Doch so ganz ist die Sache nicht ausgestanden, da die Liga nach der öffentlichen und klaren Kritik von Bill Stewart nun gegen den Adler-Trainer ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. Der Empfang für Plachta durch die Münchner Fans war zudem nicht gerade freundlich. Man fragt sich: Warum eigentlich?

Auch auf dem Eis ging es von Beginn an zur Sache – ein Beispiel dafür war der Check von David Wolf gegen Münchens Kapitän Michael Wolf, der dem Mannheimer eine Zwei-Minuten-Strafe einbrachte. Die Führung für München fiel allerdings schon in der neunten Minute – per Kontertor in Überzahl. Yannic Seidenberg spielte aus dem eigenen Drittel einen Sahnepass auf Michael Wolf, der eiskalt zum 1:0 verwandelte. Weitere Chancen wurde Beute der guten Torhüter Dennis Endras (Mannheim) und Danny aus den Birken (München). Am Spielstand änderte sich im zweiten Drittel nichts – dennoch blieb die Partie mit vielen Rangeleien weiterhin intensiv. In der 50. Minute nahm die Spannung noch weiter zu, als Devin Setoguchi der 1:1-Ausgleich für die Adler gelang. So ging es in die Overtime, die 25 Minuten und 30 Sekunden dauerte – dann traf Mads Christensen zum Sieg für die Red Bulls.

Eisbären Berlin – Thomas Sabo Ice Tigers 4:3 (1:1, 2:1, 0:1, 1:0) n.V.

Play-off-Stand: 2:1

Draußen „Frostern“, drinnen heißkalte Leidenschaft. Auch das dritte Halbfinale zwischen den Eisbären Berlin und den Nürnberg Ice Tigers wurde eine hart umkämpfte, sehr intensive Partie. Das Hauptstadt-Team investierte zu Beginn mehr und geht verdient in Führung. Mark Olver legte quer zu Rihards Bukarts, der keine Mühe hatte zu vollenden – 1:0 (11.). Die Tigers nicht geschockt, zeigten schnell wieder Zähne. Steven Reinprecht sorgte bei Überzahl der Franken für den Ausgleich (14.). „Die Serie ist eng. Und sie wird eng bleiben“, erkannte Eisbär James Sheppard zum Pausentee.

Aber die Eisbären haben ja Louis-Marc Aubry, das ultimative Play-off-Monster. Der Topscorer der Meisterrunde zimmerte den Puck zur erneuten Führung in die Maschen. Der Jubel war noch gar nicht verklungen, da stand es schon 3:1 für den EHC. Marcel Noebels hatte nur 22 Sekunden später getroffen (beide 23.). Die Mercedes-Benz-Arena stand Kopf. Und auf dem Eis verloren einige Spieler selbigen. Was die Strafbänke beider Seiten füllte. Die Bären hatten so mit ihrem Doppelschlag keinen Wirkungstreffer erzielt. Im Gegenteil. Reinprecht (28.) mit seinem zweiten Treffer und Yasin Ehliz (41.) sorgten für den Ausgleich für Nürnberg. Und so kam es, wie es kommen musste. Verlängerung. Fast schon Routine zwischen beiden Teams. Drei der vier Hauptrundenspiele bekamen eine Zugabe. Das letzte Spiel in Nürnberg ebenfalls. Diesmal hatten die Bären das bessere Ende für sich. Nach nur 23 Sekunden der Overtime traf Nicholas Pedersen zum 4:3 (61.). Am Mittwoch geht die Serie in Nürnberg weiter. 

Berlins Trainer Uwe Krupp sagte: „Beide Mannschaften kämpfen um jeden Zentimeter. Beim letzten Mal hatte Nürnberg das bessere Ende für sich. Diesmal wir. Die Spiele sind sehr ausgeglichen.“ Ice-Tigers-Coach Rob Wilson erklärte: „Wir wissen, dass wir einen Sieg in Berlin brauchen. Heute haben wir es nicht geschafft. Dann eben am Freitag.“

Ronald Toplak und Friedhelm Thelen


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