Punkte verloren – Grand-Pierre verletzt

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Erst Daniel Kunce – und nun auch Jean-Luc Grand-Pierre. Für den kanadischen Eishockey-Verteidiger des EV Duisburg war das DEL-Spiel bei den Sinupret Ice Tigers in Nürnberg schon nach zehn Minuten vorbei. Scott King holte zum Schuss aus, rutschte dabei mit seinem Schläger am Spielgerät des Duisburgers hoch – und traf ihn so unter dem Visier am Auge. „Jean-Luc wurde sofort ins Krankenhaus gebracht”, sorgte sich EVD-Marketingleiter Bülent Aksen. Die Diagnose: Anriss der Netzhaut. Ein Einsatz am kommenden Wochenende ist nicht möglich. Neben ihrem Verteidiger verloren die Füchse auch das Spiel. Doch beim 1:2 (1:1, 0:0, 0:1) war deutlich mehr drin.Das sah auch Trainer Didi Hegen so.

„Wir hatten zweimal eine 5:3-Überzahlsituation. Aber außer Schönspielen war da gar nichts”, schimpfte der Coach. „Die Herren wissen anscheinend nicht mehr, wo das Tor steht.” Vom Einsatz her gab es allerdings keine Kritik. „Nach dem Ausfall von Jean-Luc hatten wir schließlich nur noch fünf Verteidiger.”

Das Spiel stand wahrlich auf keinem hohen Niveau. Wie in den letzten Spielen auch überzeugten auch die Nürnberger nicht, was die Füchse aber nicht zu nutzen wussten. Beim 0:1 in der 18. Minute hatten die Gäste Pech. Der Schuss von Brad Leeb blieb in der Stockhand von Lukas Lang stecken. Doch der EVD-Keeper merkte das nicht, ließ sich zur Sicherheit nach hinten fallen – doch dabei kam der Puck wieder frei und rutschte über die Linie. Das war jedoch nicht weiter schlimm. Denn 57 Sekunden vor der ersten Pause glichen die Duisburger aus. Eine schöne Kombination über Michal Sup und Daniel Kunce schloss Jan Alinc, der bereits am Freitag beim Sieg gegen Straubing in guter Form war, zum 1:1 ab.

Im Mitteldrittel „hielten” beide Mannschaften das Niveau, was für die gut 2700 Zuschauer nun wirklich nicht allzu schön war. Kaum Torchancen auf beiden Seiten. Da beide Teams nun öfter auf die Strafbank wanderten, gab es für die Goalies mehr zu tun. Aus Duisburger Sicht war Lukas Lang erneut stets zur Stelle. Nur die Abteilung Attacke hätte produktiver sein können. Wie im ersten verbuchten die Gäste auch im zweiten Drittel nur sieben offizielle Torschüsse.

Auch im Schlussabschnitt besserte sich das beim EVD nicht. Diesmal zählten die Statistiker nur sechs Versuche der Duisburger – aber auch nur acht auf Nürnberger Seite. Einer jedoch war drin. In Überzahl traf Björn Barta. „Zwei Minuten vor Schluss hätte Daniel Tkaczuk nur den Schläger hinhalten müssen”, ärgerte sich Hegen über verpasste Punkte.

Tore: 1:0 (17:17) Brad Leeb (Ancicka, King), 1:1 (19:03) Alinc (Kunce, Sup), 2:1 (43:03) Barta (Carter, Peacock/5-4). Strafen: Nürnberg 18 + 10 (Swanson), Duisburg 14. Zuschauer: 2723. (the / Foto: City-Press)


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