Preibisch erlöst die DEGDüsseldorf - Straubing 6:3

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Es war ein wegweisendes Spiel. Denn wenn die DEG an der Qualifikation zu den Vor-Play-offs schnuppern will, dann durften gegen die doch eher schwächer besetzten Straubinger auf keinen Fall Punkte liegen gelassen werden. Entsprechend engagiert legten die Hausherren los. Schon nach kurzer Zeit wusste sich Harrison Reed nicht anders als mit einem Foul zu helfen und wanderte dafür in die Kühlbox. Sofort formierten sich bei der DEG die Überzahl-Spezialisten auf dem Eis: Ken-André Olimb, Andreas Martinsen und Michael Davies. Ein Fall für drei, der recht zügig gelöst wurde. Davies legte ab auf Olimb, der Norweger bediente Landsmann Martinsen und der schlenzte den Puck nach 186 Sekunden zum 1:0 ins Netz.

Die DEG blieb tonangebend, doch drohte ihr durch eine Strafe für Stephan Daschner plötzlich Ungemach. Allerdings leistete sich Straubings Laurent Meunier umgehend ebenso ein Foul und dann ging es ganz schnell. Rob Collins gewann das Bully, Kapitän Kreutzer passte zu Tim Conboy und dieser hämmerte den Puck nach lediglich vier Sekunden der Strafzeit ins Netz (10.). Die DEG nun wie im Rausch. 91 Sekunden nach dem 2:0 umkurvte Olimb mit einer tollen Bewegung Straubings Torhüter Jason Bacashihua und schob zum 3:0 ein. Die Fans im Rather Dome tobten.

Das taten sie kurz nach Beginn des zweiten Drittels erneut, aber diesmal wegen einer äußerst unschönen Szene. Im Anschluss an das überraschende 3:1 von Karl Stewart (22.) hatte Strodel den Puck verpasst und war dabei ins Tor der Tigers gerutscht, wo er am Boden liegend von Keeper Jason Bacashihua den riesigen Fanghandschuh ins Gesicht gedrückt bekam. Für Straubings Schlussmann war das Spiel damit beendet, die DEG aber verpasste es, im folgenden fünfminutigen Überzahlspiel den Sack vorzeitig zuzumachen. Dafür bedankten sich die Niederbayern mit dem 2:3 durch den Ex-Düsseldorfer Thomas Gödtel (30.) und plötzlich war Spannung im Spiel, nach der es bis hierher nicht im Geringsten aussah.

Zwar gelang Martinsen das 4:2 (33.), doch nun waren die Gäste von der Donau im Spiel. Brandt verkürzte in der 37. Minute erneut und fortan ergab sich ein Kampf auf des Messers Schneide. Bis Ken-André Olimb mit einem überragenden Pass in die Gasse Preibisch auf die Reise schickte, der den Puck völlig humorlos zum 5:3 ins Netz drosch.

Tore: 1:0 (3:06) Martinsen (Olimb, Davies/5-4), 2:0 (9:46) Conboy (Kreutzer, Collins/4-4), 3:0 (11:17) Olimb (Martinsen, Ficenec/5-4); 3:1 (21:45) Stewart (Gödtel), 3:2 (29:50) Gödtel (Brandt, Röthke/ 5-4), 4:2 (32:10) Martinsen (Olimb, Davies/5-4), 4:3 (36:48) Brandt (Reed, Flache/5-4); 5:3 (56:37) Preibisch (Olimb, Conboy), 6:3 (57:57) Turnbull (Ebner, Davies/5-6)

Schiedsrichter: Stephan Bauer (Nürnberg) und Stefan Vogl (München)
Strafen: Düsseldorf 10 + 10 (Conboy), Straubing 19 + Matchstrafe Bacashihua
Zuschauer: 5070

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