Powerplay als Erfolgsgeheimnis

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Da die Kölner Haie am Nachmittag dank eines Sieges die rote Laterne fürs erste nach Augsburg weitergereicht hatten, bestand zusätzlicher Handlungsbedarf.
Immerhin standen die zuletzt durch eine Grippewelle ausgefallenen Panther wieder zur Verfügung, sodass Larry Mitchell nur auf die verletzten Riley Armstrong, Justin Fletcher, Chris Heid und Thomas Jörg verzichten musste.

Hatte man in Straubing einmal mehr die Anfangsphase verschlafen, erwischten die Hausherren diesmal einen Start nach Maß. Nach 34 Sekunden verwertete Darin Olver ein Zuspiel von Barry Tallackson, dreieinhalb Minuten später waren bei doppelter Überzahl die Rollen dann genau andersherum verteilt. Doch eine Unaufmerksamkeit in der Panther-Defensive brachte die Freezers dann zurück in die Partie, da Aleksander Polaczek aus spitzem Winkel einen Abpraller von Dennis Endras zu Anschlusstreffer verwerten konnte. In der Folge verpassten es die Panther, ihren Vorsprung wieder auszubauen, wobei auf der Gegenseite auch die Hamburger durchaus weitere Chancen hatten, aber den gut aufgelegten Augsburger Torhüter nicht überwinden konnten.

Allerdings wurden die Freezers im Mittelabschnitt immer stärker und bekamen Zug um Zug das Übergewicht. Insofern war der Ausgleich fast nur noch eine Frage der Zeit. Im Powerplay schließlich ließ Jason King Dennis Endras aus der Halbdistanz keine Abwehrmöglichkeit und nun war die Partie wieder völlig offen. Als die Hamburger dann in bereits in Unterzahl beim Wechseln nicht aufpassten, bescherten sie den Augsburgern erneut doppelte Überzahl. Darin Olver nutzte das aus und brachte seine Mannschaft dadurch wieder in Front.

Auch wenn die Freezers im Schlussabschnitt zunächst optisch überlegen wirkten, effektiver im Umgang mit ihren Chancen waren die Panther. Gerade einmal fünf Sekunden saß Jerome Flaake auf der Strafbank, dann hatte ihn Sean O’Connor bereits wieder erlöst, indem er eine schöne Einzelleistung zum 4:2 abschloss. Doch die Augsburger Defensive war an diesem Abend nicht immer ganz sattelfest und so vergaß sie Jason King, der allein vor Endras stand und die Scheibe mit Gewalt durch dessen Schoner über die Linie presste. Letztlich entschied das bessere Powerplay die Partie für die Panther. Verhinderte beim ersten Versuch das Gestänge den Treffer von Mike Radja, schlug es beim zweiten Mal hinter Niklas Treutle zur endgültigen Entscheidung ein.  (mor).

Benoit Laporte (Hamburg): „Es ging heute Abend um wichtige Punkte. Augsburg war sehr heiß, wir dagegen haben ohne Disziplin gespielt. Das Überzahlspiel der Augsburger war heute sehr stark. Zwar haben wir gut gespielt und uns sehr viele Chancen erarbeitet, konnten diese aber nicht nutzen. Wenn wir die Playoffs noch erreichen wollen, müssen wir disziplinierter spielen.“

Larry Mitchell (Augsburg): „Jeder Punkt ist für uns Gold wert und nach Freitag war dieser Sieg sehr wichtig. Die special teams haben den Ausschlag gegeben, unsere zweite Überzahlformation hat für die entscheidenden Tore im letzten Drittel gesorgt. Ein großes Lob geht an unseren Arzt, der sich intensiv um unsere kranken spieler gekümmert hat.“

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