Pokal: Ice Tigers kommen mit blauem Auge davon

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Knapp an einer Pokalpleite vorbeigeschlittert sind die Nürnberg Ice Tigers

beim Zweitligisten Eisbären Regensburg. Nach einem spannenden Pokalfight behielten

die Ice Tigers mit 3:2 (1:1,0:0,2:1) letztendlich die Oberhand und zogen in

die zweite Runde des Deutschen Eishockey Pokals ein. Allerdings war es ein

schweres Stück Arbeit für die Franken gegen aufopferungsvoll kämpfende

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Ähnlich wie am Freitag in Landshut erwischten die Ice

Tigers einen guten Start und konnten gleich in der zweiten Minute eine

doppelte Überzahl zur ersten Führung nutzen. Ein verunglückter Schuss von

Petermann wurde von Lasse Kopitz aus kurzer Distanz verwertet. Danach war es

allerdings mit der Herrlichkeit der Franken schnell aus: Unkonzentrierter

Spielaufbau, die ein oder andere Unsicherheit der Defensivabteilung sowie

unverständliche Passivität erlaubten den Regensburger munter mitzuspielen.

Jiri Cmunt hatte in der 9. Minute den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte

aber aus kurzer Distanz an Chabot. Nachdem noch einige überflüssige

Strafzeiten dazu kamen, war der Spielfluss endgültig weg. Erst gegen

Drittelende agierten die Ice Tigers wieder offensiver und kamen zu einigen

gelungenen Aktionen: Thomas Greilinger scheiterte 20 Sekunden vor der

Pausensirene am Torgestänge. Allerdings stand es da schon 1:1, nachdem Markus

Rohde in der 18. Minute einen schönen Konter gekonnt abschloss und auch

Chabot eiskalt aussteigen ließ.

Scheinbar hatte Trainer Greg Poss in der Pause einige

passende Worte gefunden, jedenfalls kamen die Ice Tigers engagierter aus der

Kabine und hatten gleich zu Beginn zwei gute Gelegenheiten: Erst scheiterte

Kopitz aussichtsreich aus der Mitteldistanz, danach hatte Marian Cisar nach

tollem Tomik-Zuspiel bei einem Alleingang alle Möglichkeiten. Eisbären-Keeper

Mark Cavallin, der insgesamt einen sicheren 

Eindruck hinterließ, war aber auch hier zur Stelle. Danach ließen

sich die Gäste wieder zu einigen überflüssigen Strafzeiten hinreißen und

gaben so dem EVR die ein oder andere Schusschance. Erneut wachten die Ice

Tigers erst wieder gegen Drittelende auf: Leeb, Cisar und Greilinger zogen

sehr aussichtsreich gegen Cavallin den Kürzeren.

Im Schlussabschnitt stand die Partie nach dem bisherigen

Spielverlauf auf des Messers Schneide, aber ein schneller Treffer von Seppi

Menauer, der von Rumrich freigespielt im kurzen Eck erfolgreich war, schien

dem Favoriten in die Karten zu spielen. Allerdings nutzten die Regensburger

nur 37 Sekunden später eine Unsicherheit von Chabot, der dem Eisbären-Kanadier

John Spoltore einen einfachen Treffer im kurzen Eck erlaubte. Der Puck kam von

hinter dem Tor. Jetzt entwickelte sich ein echter Pokalfight mit Stimmung auf

den Rängen, der gut besetzten Donau-Arena. Nur 95 Sekunden nach dem

Ausgleichstreffer brachte Aab mit einer schönen Einzelleistung den DEL-Club

wieder in Führung. Danach wogte die Partie weiter hin und her, aber die Ice

Tigers kontrollierten die Partie. Beide Teams hatten Gelegenheiten zu weiteren

Treffern, aber richtig spannend wurde es erst wieder gegen Ende des

Schlussabschnitts: Bei einer Strafzeit gegen Lasse Kopitz versammelte Eisbären-Coach

Erich Kühnhackl seine Mannen um sich, aber weder diese Auszeit noch die

Herausnahme von Cavallin 32 Sekunden vor Spielende fruchtete nicht mehr.

Ice Tigers Trainer Greg Poss war dennoch mit seiner

Mannschaft und vor allem dem Endergebnis nicht gänzlich unzufrieden: „Uns

hat das letzte Quäntchen Konzentration gefehlt. Nach der schnellen Führung

waren wir vielleicht auch ein bisschen überheblich. Trotzdem war es für ein

sehr gutes Spiel. Dieses knappe Ergebnis ist mir lieber als ein hoher Sieg.

Regensburg war heute sehr stark und hat uns alles abverlangt. Es war ein härteres

Spiel für uns als gegen manche DEL-Gegner in der Saisonvorbereitung.“ Für

Erich Kühnhackl, Übungsleiter der Eisbären, war des Lob des Gegners

sicherlich schön, aber „dennoch hätte ich lieber drauf verzichtet, wenn

wir gewonnen hätten“. „Wenn jeder Spieler und auch ich aus dem Spiel

seine Lehren zieht, sind für den Start der Zweitliga-Saison gutgerüstet“,

so Kühnhackl weiter

Tore:

0:1 (01.51) Kopitz (Petermann) 5:3

1:1 (17.59) Rohde (Cmunt)

1:2 (42.25) Menauer (Rumrich)

2:2 (43.02) Spoltore

2:3 (44.37) Aab (Greilinger)

Strafen: Regensburg 12 min. – Nürnberg 16 min.

Zuschauer: 3.412

Schiedsrichter:

Schimm


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