Pokal: Ersatzgeschwächte Roosters ohne Chance gegen Düsseldorf

Roosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubelnRoosters: Fünf Tore im Schlussdrittel lassen die Fans jubeln
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Die Iserlohn Roosters setzen ihre Achterbahnfahrt fort. Konnten die Sauerländer am vergangenen DEL-Wochenende nach dem 2:9 Debakel von Nürnberg und dem 4:1 Heimsieg gegen die Hannover Scorpions eine ausgeglichene Punktebilanz aufweisen, so blieben sie am Dienstag im Pokal-Achtelfinale gegen die DEG Metro Stars bereits im ersten Drittel sehr viel schuldig. Zwei Treffer von Thomas Jörg und ein Tor des österreichischen Nationalspielers Martin Ulrich sorgten für einen komfortablen 0:3 Vorsprung der Gäste nach zwanzig Minuten. Düsseldorf nutzte seine technischen Vorteile eiskalt aus und war auch läuferisch den Roosters überlegen. Iserlohn, das ohne Matt Higgins, Bryan Adams und Brett Lysak stark ersatzgeschwächt antrat, hatte zwar auch einige gute Gelegenheiten, erwies sich aber als nicht kaltschnäuzig genug, um Trefilov im DEG-Kasten zu überwinden. Die Metro Stars hingegen deckten jede Lücke in der löchrigen Abwehr der Roosters auf und führten verdient mit 0:3 nach dem ersten Drittel.



Mit Leo Conti für Dimitrij Kotschnew im Tor begannen die Roosters das zweite Drittel. Verletzungsbedingt musste auch noch Defender Mike Martin aussetzen. Für ihn rückte Youngster Nils Sondermann in die Abwehr. Es änderte sich zunächst aber wenig im Spiel. Düsseldorf war das abgeklärtere Team und setzte in der 23. Spielminute noch einen Treffer drauf. Oldie Christian Brittig erhöhte nach schönem Dandenault-Pass zum 0:4. Das war bereits die Entscheidung im Match. Iserlohn mühte sich auch nach dem 0:4 weiter nach Kräften. Nach Danielsmeiers schönem Treffer zum 1:4 keimte sogar noch einmal Hoffnung auf. Es folgte die beste Phase der Sauerländer in diesem Drittel. Knold (32.), Gordon (33.) - beide im Powerplay - und White in der 36. Minute hatten den zweiten Treffer auf dem Schläger, scheiterten aber am souveränen Trefilov. Der Ex-Kaufbeurer Reimer wischte mit dem 1:5 in der 38. Minute aber spätestens alle Hoffnungen der Iserlohner Fans wieder weg.



Das letzte Drittel ist schnell erzählt. Beide Teams mühten sich, ohne jedoch körperlich und läuferisch ihr ganzes Leistungsvermögen auszuschöpfen. Den Roosters merkte man den Kräfteverschleiß durch die Ausfälle immer deutlicher an. Jörg hatte noch eine nennenswerte Chance (46.) auf Düsseldorfer Seite. Iserlohn bekam bei einer fünf gegen drei Überzahl die Chance zur Ergebnisverbesserung. Daraus wurde allerdings nicht viel, denn die DEG-Cracks Dandenault und Jakobsen hatten sich Iserlohns Gordon als „Opfer“ ausgeguckt. Zunächst provozierte Dandenault und dann kam es mit Jakobsen zu einer handfesten Schlägerei. Die drei Heißsporne kamen aber mit 2+2+2+2+10 Strafminuten relativ glimpflich davon. Als beide Teams wieder vollzählig waren machte Nationalstürmer Klaus Kathan mit dem Tor zum 1:6 das halbe Dutzend voll. Er hatte einen von der Bande zurückspringenden Schuss blitzschnell an Conti vorbei eingenetzt. Wenig später flogen dann mal wieder die Fäuste. Diesmal versuchte sich Nationalstürmer Kreutzer in einem Faustkampf an Mike York. Beide Kontrahenten erhielten zwei plus zwei Strafminuten. Düsseldorf erhielt zusätzlich noch eine Bankstrafe und bei Iserlohn erhielt Verwey wegen Checks von hinten eine zehnminütige Disziplinarstrafe obendrein. Für Düsseldorfs Dandenault war dann in der 56. Minute vorzeitig Feierabend. Er erhielt wegen Reklamierens eine Disziplinarstrafe. Beide Teams spielten danach ihren Schlittschuh herunter. Düsseldorf wollte nicht mehr und Iserlohn konnte nicht mehr.

Das nächste Heimspiel bestreiten die Roosters bereits am kommenden Freitag. Dann gastieren die Hamburg Freezers ab 19:30 Uhr am Seilersee.

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