Podhradsky mit Doppelpack – Lions 2:1 gegen die DEG

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Zwei Powerplaytreffer von Peter Podhradsky

entschieden das Spiel der Lions gegen die DEG MetroStars. Die DEG muss sich am

Ende den Vorwurf gefallen lassen, in den entscheidenden Situationen zu

fahrlässig mit ihren Torchancen umgegangen zu sein.

 

Die DEG erwischte den besseren Start in das Spiel.

Vor allem im ersten Drittel waren die Gäste meist einen Schritt schneller, als

die Lions, die in vielen Situationen einfach zu weit von ihren Gegenspielern

entfernt standen. Nachdem in den letzten Spielen von den Schiedsrichtern sehr

kleinlich gepfiffen wurde, leitete Rick Looker heute ganz anders und ließ viel

laufen. Dies kam den MetroStars mehr entgegen, da sie im Gegensatz zu den Lions

ihre Checks zu Ende fuhren und sich dadurch auch hier ein Übergewicht

erarbeiteten. Folgerichtig ging die DEG nach sieben Minuten auch in Führung. Bei

angezeigter Strafe gegen die Lions schoss Klaus Kathan aus Mittelstürmerposition

hoch zum 1:0 ein.

 

Danach war es meist die Paradereihe der DEG um

Kathan, Vikingstad und Kreutzer, die für viel Gefahr vor dem Frankfurter Tor

sorgten. Von den Lions ging erstmals ernste Torgefahr nach 16 Minuten aus, als

Podhradsky und Armstrong in Überzahl mit Distanzschüssen das Düsseldorfer Tor

knapp verfehlten. Ein ähnliches Bild sahen die 5.900 Zuschauer in der

Eissporthalle am Ratsweg zu Beginn des Mitteldrittels. Beste

Einschussmöglichkeiten von Collins, Panzer und später Schneider, der in

Unterzahl auf und davon geeilt war, vergaben die MetroStars. In dieser Phase

versäumten es die Gäste ein zweites Tor nachzulegen. Die Lions konnten sich nach

27 Minuten erstmals so richtig aus der Klammerung lösen, und erspielten sich

ihrerseits ein Übergewicht. Begünstigt durch gleich zwei Strafen gegen die DEG

hatten Peacock und Norris rießen Chancen bei fünf gegen drei Überzahl, um

auszugleichen. Nachdem schon Brown auf Düsseldorfer Seite wieder als vierter

Mann von der Strafbank zurückgekehrt war, fehlten der DEG 14 Sekunden, bis auch

Johnston regulär hätte zurückkommen dürfen, da ließ Lions Verteidiger Podhradsky

fulminanten Weitschuss los, der zum 1:1 Ausgleich im Tor DEG einschlug. Zu

diesem Zeitpunkt sicher ein wenig schmeichelhaft für die Lions.

 

Die DEG nach dem Ausgleich wieder stärker, aber

einfach zu fahrlässig bei der Verwertung ihrer Großchancen. 75 Sekunden lang

hatten sie die Möglichkeit bei einem fünf gegen drei Powerplay wieder in Führung

zu gehen. Hier agierte die Reihe um Vikingstad nicht konsequent genug und man

nutzte diese numerische Überlegenheit nicht aus. Auf der anderen Seite stimmte

nun der Einsatz und Wille bei den Lions, die mit viel Energie und Biss einen

Rückstand verhinderten. In den letzten 20 Minuten agierten die Lions bewusst

defensiv und man überlies den Rheinländern die Spielgestaltung. Bis zwei Minuten

vor Schluss sah es so aus, als würde auch das vierte der letzten fünf Spiele

unentschieden enden, bis die Lions noch einmal im Powerplay zuschlugen. Erneut

war es Peter Podhradsky, der von der blauen Linie abzog und Jamie Storr zum

zweiten Mal überwinden konnte. Dieser Schuss sollte den Schlusspunkt setzen

unter dieses Spiel, denn es blieb beim 2:1 für die Lions, denn auch die

Herausnahme von Storr auf Düsseldorfer Seite brachte keine Ergebnisänderung

mehr.

 

Nach dem Spiel erneute Hiobsbotschaft für

die Lions. Stürmer Michael Hackert schied während des Spiels mit Verdacht auf

Mittelhandbruch aus. Genaueres werden die Untersuchungen in den nächsten Tagen

zeigen.   

 

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans

Peter Podhradsky.

 

0:1 (06:16) Kathan (van Impe)  

1:1 (28:30) Podhradsky (Taylor) 5-4

PP

2:1 (57:59) Podhradsky (Peacock, Norris) 5-4

PP

 

Strafminuten:

Lions: 18 Minuten

Düsseldorf: 20 Minuten

 

Schiedsrichter: Rick Looker

 

Zuschauer: 5.900

 

(Frank Meinhardt)

Jetzt die Hockeyweb-App laden!