Playoffs greifbar nahe - Freezers erkämpfen sich 2:1-Sieg gegen Köln

Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“
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12.803 Zuschauer in der Color Line Arena sahen am Freitagabend ein enorm spannendes Eishockeyspiel zwischen den Hamburg Freezers und den Kölner Haie, welches die Freezers mit 2:1 nach Penaltyschießen für sich entscheiden konnte. Der Freezers-Sieg war durchaus verdient, denn die Hamburger waren fast über die komplette Spielzeit das dominierende Team. Im kämpferischen Bereich war dies wohl eine der besten Saison-Leistungen von den Hamburgern, alle Spieler gaben über 60 Minuten lang bedingungslosen Einsatz für ihr Team. Die Stimmung war ebenso grandios, über die gesamte Spielzeit feuerten die Freezers-Anhänger ihr Team sehr lautstark an. Auch NHL-Gast Jean-Sebastien Giguere, der wegen seiner Verletzung nur Back-Up für Boris Rousson war, schien beeindruckt von der großartigen Stimmung im Hamburger „Hexenkessel“.

Nach Verletzungen wieder mit dabei waren Brandon Reid und Nils Antons. Dave Tomlinson stand zwar auch auf dem Spielberichtsbogen, wurde von Mike Schmidt jedoch nicht eingesetzt. Nach dem Spiel beim obligatorischen Händeschütteln, benutze Tomlinson auch nur seine nicht verletzte linke Hand, einen Einsatz am Sonntag gegen Kassel scheint daher eher unwahrscheinlich zu sein. Das erste Drittel verlief ruhig. Hamburg konnte das Spiel zwar kontrollieren, kam selbst jedoch nur selten zu größeren Chance. Stark war, wie die Hamburger den Puck lange Zeit in ihren Reihen behaupten, jedoch kam der finale Pass das ein ums andere Mal nicht an. Trotzdem sah man schon in diesem Drittel einen deutlichen Fortschritt gegenüber den letzten Partien. Die Reihenzusammenstellung von Mike Schmidt zeigten zudem ihre Wirkung.

Mehrere große Chancen den Führungstreffer zu erzielen, bekamen die Hamburger dann im zweiten Spielabschnitt. Nachdem der schwache Schiedsrichter Petr Chvatal, der auf beiden Seiten immer wieder fragwürdige Entscheidungen traf, gleich zwei Kölner hintereinander auf die Strafbank schickte, kamen die Freezers zu einem 5-3 Überzahlspiel. Dieses spielten die Hamburger, im Gegensatz zu den weiteren der fünf Powerplaysituationen, auch sehr gut und brachten mehrmals Spieler in eine gute Schussposition, jedoch scheiterten unter anderem Bobby House und Darren van Impe am Kölner Schlussmann Chris Rogles. Fünf Minuten später in der 34. Minute erlöste dann Jacek Plachta die Freezers-Fans als er nach einem gelungenen Spielzug über Letang, House und Antons zum verdienten 1:0 traf. Die Hamburger spielten in den Folgeminuten weiter nach vorne, musste jedoch nach einer unnötigen Strafe von Clayton Young in Unterzahl verteidigen. Die Haie nutzen die sich bietende numerische Überlegenheit eiskalt aus. Jean-Yves Roy überwand Boris Rousson, der sonst eine sehr gute Partie machte, mit einem Handgelenkschuss und erzielte so den Ausgleich.

Im Schlussdrittel kam es dann zu einem großen Aufreger. Nachdem Jacek Plachta versuchte Rogles mit einem Bauerntrick zu überwinden, entschied sich Chvatal den Videobeweis zur Hilfe zu nehmen, womit er sich den Zorn der Fans und der Hamburger Spieler zuzog, die den Treffer bereits feierten. Nach Studium der Videobilder kam Chvatal zu der richtigen Entscheidung, auf kein Tor zu entscheiden. Der Puck war vom Pfosten auf die Linie gerutscht, aber hatte sie nicht überschritten. Unschön war, dass einige Hamburger Fans nun Gegenstände aufs Eis warfen, was einer der wenigen Negativpunkte an diesem Abend war.

Keine zwei Minuten später jubelten die Anhänger der Hamburger erneut, nachdem Robert Francz den Puck in das Netz drosch. Chvatal hatte aber bereits vorher abgepfiffen, da Rogles den Puck schon längere Zeit unter sich begraben hatte.

Bis zur Schlusssirene versuchten die Hamburger den so wichtigen Treffer zum 2:1 noch in der regulären Spielzeit zu erzielen, waren jedoch nicht mehr erfolgreich. Im Penaltyschießen ernteten die Freezers dann aber doch noch ihren Lohn für die harte Arbeit zuvor. Shane Peacock und Jacek Plachta trafen und sicherten ihrem Team so den Zusatzpunkt.

Auf Grund des Augsburger Sieges müssen die Freezers jedoch weiter um den Einzug in die Playoffs bangen und am Sonntag in Kassel gewinnen, um endgültig sicher in den Playoffs zu sein. (dp)

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