Playdowns: Freiburger Lazarett vor Spiel 4

Freiburger Rumpftruppe verliert 5:6 in HannoverFreiburger Rumpftruppe verliert 5:6 in Hannover
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Am heutigen Dienstag findet um 20 Uhr in der Freiburger Franz-Siegel-Halle Spiel 4 in der Play-Down-Runde zwischen den Wölfen und den Hannover Scorpions statt. Nach dem 2:1-Overtime-Sieg vom Sonntag liegen die Niedersachsen in dieser Serie mit 2:1-Siegen in Führung.

Die Wölfe Freiburg müssen für den Rest dieser Saison auf Peter Mares und Daniel Willaschek verzichten. Beide Spieler waren am Sonntag bei der 1:2-Overtime-Niederlage bei den Hannover Scorpions nach Fouls von Scorpions-Stürmer David Haas mit einer Schultereckgelenksprengung vorzeitig verletzt ausgeschieden. Dabei ist die Verletzung bei Willaschek gravierender als bei Mares, der theoretisch in drei Wochen wieder spielen könnte. Glücklicherweise nicht bestätigt hat sich der Verdacht auf Lungenriss bei Petr Korinek. Der Center erlitt gestern nach einem Foul von Nationalspieler Len Soccio eine schwere Rippenprellung und fällt vorerst aus. Noch unklar ist, woran Henrik Hölscher laboriert. Der Mittelstürmer wurde am Sonntag von akuten Magenschmerzen heimgesucht und in Hannover in ein Krankenhaus gebracht, außerdem weist er schlechte Blutwerte auf. Offen ist, ob Hölschers Beschwerden mit einem Stockcheck von Scorpions-Torwart Kauhanen zusammen hängen. Wie das Video vom Freitags-Spiel beweist, hatte Kauhanen Hölscher seine Kelle nach dem Tor zum 6:2 in die Nieren gerammt. Ob Hölscher in den restlichen Playdown-Spielen eingesetzt werden kann, ist ungewiss. Außerdem ist bekanntlich auch die Saison für Jiri Zelenka (dreifacher Kieferbruch) nach einem Stockschlag ins Gesicht beendet.


Das Freiburger Lazarett im Überblick:

- Peter Mares (Schultereckgelenksprengung, Saison beendet)

- Daniel Willaschek (Schultereckgelenksprengung, Saison beendet)

- Jiri Zelenka (Dreifacher Kieferbruch, Saison beendet)

- Petr Korinek (Schwere Rippenprellung, fällt bis auf weiteres aus)

- Henrik Hölscher (Möglicherweise Milz- oder Nierenverletzung, fällt bis auf weiteres aus)


Der Disziplinarausschuss der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat heute auf Hannovers brutale und unsportliche Spielweise reagiert und Scorpions-Verteidiger Jakobsson für acht Spiele gesperrt. Die Wölfe Freiburg haben darüber hinaus auch ein Video vom Sonntags-Spiel als mögliches Beweisdokument in die DEL-Zentrale nach Köln geschickt und weitere Sperren gegen die Spieler David Haas und Len Soccio beantragt, deren Fouls am Sonntag in der Preussag-Arena Verletzungen von drei Freiburger Spielern zur Folge hatten. Vermutlich wird der DEL-Disziplinarausschuss aber nicht vor dem morgigen Dienstags-Heimspiel gegen die Scorpions (Beginn: 20 Uhr) tagen, so dass mit einer Entscheidung im Laufe der Woche zu rechnen ist.

Die Badische Zeitung titelte am Montag angesichts der Vorfälle in Hannover: "Schlägerbande mit Sieg belohnt". Die dpa meldete: "Brutales Abstiegs-Playoff: Freiburg beklagt fünf Verletzte". Nach all dem mutet es geradezu grotesk an, dass den Wölfen Freiburg am heutigen Montag in Hannovers Stürmer Jeff Christian ausgerechnet einer jener Spieler von seinem Agenten als Neuzugang angeboten wurde, der am Freitag Wölfe-Keeper Hugo Haas mit einem Stockfoul aus dem Verkehr ziehen wollte. (ehcf.de)

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