Pinguins wieder siegreich in KrefeldBremerhaven gewinnt das Duell der Pinguine

Chad Costello traf für die Krefeld Pinguine. (Foto: dpa/picture alliance/Revierfoto)Chad Costello traf für die Krefeld Pinguine. (Foto: dpa/picture alliance/Revierfoto)
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Seit dem  Auswärtssieg am 18. Oktober 2016 im ersten Aufeinandertreffen warten die Niederrheiner auf einen Sieg gegen den Namensvetter von der Nordsee, wobei die Fans in der heimischen Arena überhaupt noch keinen Sieg gesehen haben. Heute mussten die Seidenstädter ohne Kai Hospelt, der sechs bis ahct Wochen fehlen wird und in der vierten Reihe von Arturs Kruminsch vertreten wurde, und mit den angeschlagenen Mark Cundari und Vinny Saponari antreten, was sicher nicht die besten Voraussetzungen für eine Beendigung des Heimfluchs darstellte. Im Tor stand Jussi Rynnäs, ihm gegenüber der wegen der Verletzungen der Stammtorhüter von Bremerhaven neu verpflichtete Lette Kristers Gudlevskis.

Schon nach 22 Sekunden musste Gudlevskis das erste Mal eingreifen, danach konnte er sich den Rest der ersten fünf Minuten ausruhen, da die Angriffsversuche der Krefelder alle bei den Bremerhavenern endeten. Nach fünf Minuten musste Rynnäs zum ersten Mal eingreifen, zwei Minuten später verhinderte er mit einem tollen Save die Führung der Pinguins, war aber chancenlos, als Jan Urbas in neunten Minute mitten im Slot seinen Schläger in einen Schuss von Maxime Fortunus hielt und unhaltbar abfälschte. In zehnten Minute gab es die erste Strafe gegen die Norddeutschen, und Chad Costello glich nach 65 Sekunden aus, nachdem Gudlevskis zwei Schüsse von  Vinny Saponari hatte abprallen lassen müssen. Die Pinguine überstanden ihre erste Strafe in Minute 16 schadlos, und so ging es mit einem gerechten Unentschieden in die Pause.

Nach verteiltem Beginn des Mitteldrittels musste Daniel Pietta in Minute 23 auf die Strafbank, und kurz vor Ende der Unterzahl kopierten die Norddeutschen ihren Spielzug aus dem ersten Drittel: von der Blauen Linie kam die Scheibe genau auf die Kelle von Stefan Espeland, und wieder war Rynnäs chancenlos. Nach einer überstandenen Strafzeit legte Bremerhaven sofort das 1:3 nach: Cory Quirk postierte sich vor dem Tor, bekam von hinter dem  Tor die Scheibe genau auf die Kelle gespielt und wieder war Rynnäs geschlagen. Wenig später wanderte Phillip Bruggisser wegen Behinderung in die Kühlbox. Die Pinguine verhinderten den nächsten Gegentreffer, ebenso bei einer weiteren Strafe gegen Riefers. Zwischendurch verpasste Saponari den Anschlusstreffer trotz einer Riesenchance. Kurz vor Drittelende gab es eine weitere Strafe gegen Bremerhaven, so dass Krefeld in Überzahl das Schlussdrittel begann, allerdings ohne besonderen Druck zu entfalten. Die erste gute Chance hatte Bremerhaven in Minute 44, doch Rynnäs rettete, ebenso wie Sekunden später nach einem Onetimer von Dietz. Bei einem schönen Angriff der Pinguine wurde Martin Schymainski wie im 1. Drittel beim Torschuss regelwidrig behindert, und es gab die nächste Überzahl für Krefeld, die wieder nicht genutzt wurde. Krefeld bemühte sich zwar, aber die den Zuschauern schon längst bekannten individuellen Fehler und Fehlentscheidungen – z.B. zu passen statt zu schießen – verhinderten ein flüssiges Spiel oder nahmen der Situation die Gefährlichkeit, so dass Bremerhaven die Verwaltung des Vorsprungs sehr erleichtert wurde. Allein Jussi Rynnäs zeigte eine gute Leistung und bewahrte die Pinguine vor einem größeren Rückstand, wie auch in Minute 58. In der 59. Minute verließ er sein Tor, und 57 Sekunden vor Schluss erzwangen die Pinguine tatsächlich den zweiten Treffer. Aber das reichte natürlich nicht zum Punktgewinn.

Tore: 0:1 (9.) Urbas (Fortunus, Horschel), 1:1 (11.) Costello (Saponari, Noonan) PP1, 1:2 (24.) Espeland (Friesen, Urbas) PP1, 1:3 (29.) Quirk (Hooton), 2:3 (60.) Costello (Pietta, Besse). Strafen: Krefeld 10, Bremerhaven 8. Schiedsrichter: Rantala – Wilk. Zuschauer: 3076.