Pinguine üben sich in Wiedergutmachung und erkämpfen Platz 10Berlin - Krefeld 4:6

Yared Hagos erzielte sein erstes Tor für Krefeld. (Foto: Imago)Yared Hagos erzielte sein erstes Tor für Krefeld. (Foto: Imago)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

In der O2-World trafen zwei von Verletzungen erheblich gebeutelte Teams aufeinander, die außerdem erheblich unter Druck standen: ging es für die Berliner um Tabellenplatz sechs, den man im Falle einer Niederlage gegebenenfalls an die DEG verlieren würde, mussten die Pinguine nicht nur die Klatsche in Iserlohn vergessen machen, sondern auch die Chance nutzen, nach Spielen endlich mit den Kölnern gleich zu ziehen und sie durch einen Sieg von Platz zehn zu verdrängen.

Darüber hinaus würden drei Punkte und Platz zehn im Poker um den Mietvertrag des KöPa den Pinguinen sicher gut zu Gesicht stehen. Entsprechend engagiert ging man zu Werke, tat des Guten allerdings zu viel. Schon nach 1:41 Minute standen außer Tomás Duba nur noch drei Pinguine auf dem Eis, da Tyler Beechey eine kleine und Thomas Supis eine große Strafe erhalten hatte. Trotz aufopfernden Kampfes kassierten die Krefelder vier Sekunden vor Ende der ersten doppelten Unterzahl den ersten Gegentreffer, der allerdings keine nummerische Veränderung auf dem Eis nach sich zog, da zwischenzeitlich auch Oliver Mebus eine Strafe erhalten hatte, so dass es weiter 3 gegen 5 hieß. In Minute fünf wanderte dann Barry Tallackson auf die Bank, und im Spiel 4 gegen 4 zeigten die Krefelder, dass sie trotz der katastrophalen Anfangsphase keine leichte Beute für die Eisbären sein wollten: Daniel Pietta legte Mathias Niederberger in Minute sechs das erste Ei ins Netz. Zwar konnten die Berliner Fans schon eine Minute später erneut jubeln, weil Antti Miettinen Duba zum zweiten Mal überwand, aber auch die Krefelder erzielten in  Minute zwölf ihr zweites Tor, und mit 2:2 ging man in die Pause.

Der diesmal überragende erste Sturm der Pinguine schlug nach 21 Minuten zum dritten Mal zu. Insgesamt erzielten Daniel Pietta, Marcel Müller und Herberts Vasiljevs mit der Unterstützung von Robin Weihager fünf Tore. Zwar konnten die Eisbären eine 4:3-Führung mit in die zweite Pause nehmen, doch die letzten fünf Minuten der Partie gehörten den Krefeldern. In Minute 56 erzielte Yared Hagos mit seinem ersten Tor für die Pinguine den psychologisch wichtigen Ausgleich, ehe Daniel Pietta sich in der 58. Minute mit einer „Weltklasseleistung“ durch vier Berliner Verteidiger durchtankte und unmittelbar vor Niederberger die Scheibe quer auf Vasiljevs legte, dessen Treffer zum 4:5 auch dem Videobeweis standhielt. Berlins Trainer Uwe Krupp zeigte sich in der Pressekonferenz ziemlich fassungslos darüber, dass es Pietta gelungen war, praktisch die gesamte Berliner Mannschaft auszuspielen. In der letzten Minute erzielte Daniel Pietta noch einen kuriosen Treffer  ins leere Tor. Neben der tollen kämpferischen Leistung der ganzen Mannschaft muss ein weiteres Mal auch die starke Arbeit von Tomás Duba gelobt werden, auf den die Eisbären 44 Schüsse abfeuerten, davon 22 allein im ersten Drittel, und der mit starken Paraden die Pinguine im Spiel hielt.

Tore:
1:0 (4.) Hördler  (Talbot, Sharrow) PP2
1:1 (6.) Pietta (Müller, Weihager)
2:1 (7.) Miettinen  (Müller, Hördler)
2:2 (12.) Müller (Pietta, Vasiljevs)
2:3 (22.) Vasiljevs  (Pietta, Weihager)
3:3 (34.) Olver  (Haase, Pohl)
4:3 (38.) Hördler  (Mulock, Miettinen)
4:4 (56.) Hagos (Hanusch, Sofron)
4:5 (58.) Vasiljevs  (Pietta, Müller)
4:6 (60.) Pietta (Müller, Vasiljevs) EN

Schiedsrichter: Piechaczek / Schimm
Strafen : Berlin 6, Krefeld  8 + 5 + Spieldauer (Supis)
Zuschauer:  13.860


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