Pinguine stehen in Iserlohn mit leeren Händen daViel investiert – nichts verdient

Blaine Down traf zum 1:0 für die Iserlohn Roosters. (Foto: dpa)Blaine Down traf zum 1:0 für die Iserlohn Roosters. (Foto: dpa)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Mit den Kampfhähnen aus dem Sauerland hatten die Pinguine noch ein Hühnchen zu rupfen, um sich für die 2:4-Heimniederlage zu revanchieren, die am 2. Oktober den katastrophalen Saisonstart der Iserlohner mit einem Punkt aus fünf Partien beendet und deren goldenen Oktober eingeläutet hatte. Da die Heimbilanz der Roosters gegen die Pinguine (noch) negativ war, durften sich die Pinguine also gewisse Hoffnungen machen, dass man auf dem langen Weg nach oben eine weitere Stufe würde erklimmen können. Dazu war ein Sieg gegen den Tabellennachbarn unbedingt nötig.

Wie am Mittwoch kam Krefeld stark aus der Kabine und belagerte 90 Sekunden lang das Iserlohner Tor, musste aber mit dem ersten Schuss auf den eigenen Kasten das 1:0 hinnehmen;  Niklas Treutle hatte gegen die Direktabnahme von Blaine Down keine Chance. Die Pinguine steckten den unerwarteten Gegentreffer gut weg, suchten weiterhin den Weg zum Tor der Roosters und erarbeiteten sich Chancen (Pietta, Müller). Sie konnten das Spiel zweifelsohne ausgeglichen gestalten und überstanden eine Strafzeit gegen Marcel Müller, allerdings fehlte es den Offensivbemühungen wie so oft an ausreichender Durchschlagskraft. So ging es mit dem 0:1 in die erste Pause.

Das Mitteldrittel war eine zeitversetzte Kopie des Anfangsdrittel, allerdings dauerte die Drangphase der Pinguine mit guten Chancen für Pietta und Marco Rosa fast sieben Minuten, als nach einem guten Angriff der ersten Reihe, dem der Abschluss fehlte, ein Konter der Roosters zum 2:0 führte. Nach einer weiteren  guten Gelegenheit für die Pinguine in Minute 30 wurde Kyle Klubertanz  durch eine diskussionswürdige Entscheidung der Schiedsrichter auf die Strafbank verbannt, und es dauerte keine Minute bis zum 3:0 für Iserlohn. Krefeld nahm seine Auszeit und wechselte Patrick Galbraith für Niklas Treutle ein. Die Pinguine spielten weiter auf Angriff, und Daniel Pietta belohnte sich und sie in Minute 34 mit einem herrlichen Rückhandschlenzer oben rechts in den Winkel zum 1:3. Auch danach machten die Seidenstädter weiter Druck und mussten es als Ironie empfinden, dass zehn Sekunden vor Drittelende ein weiterer Konter der Roosters den Drei-Tore-Abstand wieder herstellte.

Ungeachtet des Rückstandes übernahmen die Pinguine wieder das Kommando im letzten Drittel, aber weder Müller noch Mancari, Rosa oder Hambly konnten ihre Chancen nutzen. In Minute 54 erhielt Iserlohn seine erste Strafzeit, aber ohne Nutzen für die Pinguine. Mangelnde Bereitschaft zur und Präzision bei der Direktabnahme nahmen dem Überzahlspiel die mögliche Gefährlichkeit, Iserlohn brauchte sich – wie andere Gegner zuvor – kaum ernsthaft anstrengen. Danach passierte nichts mehr, und die Pinguine standen trotz kämpferischer Leistung wieder mit leeren Händen da.

Tore: 1:0 (2.) Down (Wruck), 2:0 (27.) Friedrichs (Button, Jaspers), 3:0 (32.) Halischuk (Jones, Button), 3:1 (34.) Pietta (Vainonen), 4:1 (40.) Caporusso (Dziurzynski, Bassen). Strafen:  Iserlohn 2+10 (Fischer), Krefeld 6. Schiedsrichter: Iwert – Stricker. Zuschauer: 4967.